Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichneten heute eine positive Entwicklung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann abschließend 0,05 Prozent auf 2.733,95 Punkte hinzu. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zog bis Handelsende 0,29 Prozent auf 2.516,12 Zähler an. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbesserte sich um 0,13 Prozent auf 681,93 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich im Plus.
Auch am heutigen Montag nahmen die Sorgen um die Finanzlage Griechenlands nicht ab. Inzwischen befürchten Marktteilnehmer, dass dem Land schon vor Auszahlung der fünften Tranche des Euro-Rettungspakets am 15. Juli die Mittel ausgehen könnten. Zusätzlich sorgt die Diskussion um die Finanzierung des zweiten Rettungspakets für Athen für Unsicherheit. So hält insbesondere die Bundesregierung die Beteiligung des Privatsektors an der Lösung der Probleme für dringlich und unvermeidbar. Dagegen lehnt die Europäische Zentralbank (EZB) jede Art von zwanghafter Beteiligung ab.
In Paris gewann die EADS-Aktie 0,7 Prozent hinzu. Die Fluggesellschaft Thai Airways hat mehrere Flugzeuge bei dem zum Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. gehörenden Flugzeugbauer Airbus bestellt. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung der führenden thailändischen Fluggesellschaft hervorgeht, wurden vier Maschinen vom Typ A350-900 bei Airbus geordert. Außerdem wurden weitere fünf Flugzeuge vom Typ A320-200 bestellt. An der Spitze des CAC40 notierte heute Publicis (+2,0 Prozent), Renault markierte das Indexende mit einem Minus von 1,6 Prozent.
Aktien von Kazakhmys gewannen heute 2,2 Prozent hinzu. Der Kupferminenbetreiber hat mit der China Developement Bank eine Absichtserklärung über eine Kreditlinie im Gesamtwert von 1,5 Mrd. US-Dollar unterzeichnet. Die Mittel will man zur Erschließung eines Kupferprojekts in Kasachstan verwenden. Der endgültige Abschluss des Kreditvertrags soll voraussichtlich Ende des Jahres 2011 erfolgen, wobei noch zusätzliche Verhandlungen notwendig seien, so der Konzern. Anteilsscheine von Imperial Tobacco (Imperial Tobacco Group) gaben unterdessen 1,4 Prozent ab. Der Tabakkonzern erwartet für das laufende Fiskaljahr einen Gewinnrückgang in Spanien. Demnach geht das Unternehmen für das am 30. September endende Fiskaljahr in Spanien von einem Rückgang beim operativen Ergebnis in Höhe von rund 110 Mio. Britischen Pfund (GBP) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert aus. Das operative Konzernergebnis werde jedoch im Gesamtjahr ohne die Berücksichtigung der Geschäftsaktivitäten in Spanien im Rahmen des Konzernmanagements liegen, hieß es weiter.
In Italien hat sich die Industrieproduktion im April 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Dies gab die nationale Statistikbehörde Istat in Rom bekannt. Binnen Jahresfrist kletterte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 3,7 Prozent. Für März war nur ein Plus von 3,4 Prozent ermittelt worden. Im Vormonatsvergleich zog die Industrieproduktion saisonbereinigt um 1,0 Prozent an, während sie zuvor um 0,7 Prozent gestiegen war. Aktien von Fiat (Fiat Group) gaben heute 0,1 Prozent nach. Der Automobilkonzern will bis Jahresende gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Guangzhou Automobile Group die Pkw-Produktion in China starten. Wie "MotorZeitung.de" berichtet, soll bis 2015 eine Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen am Standort Changsha erreicht werden. Hier soll ein neuer Kompaktwagen gebaut werden. Schon im nächsten Jahr sollen in China 140.000 Fahrzeuge sowie 220.000 Motoren vom Band rollen, hieß es weiter.
Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat in der Zeit vom 6. bis einschließlich 10. Juni 2011 insgesamt 4.611.934 Aktien zurückgekauft. Unternehmensangaben zufolge wurden die Anteilsscheine im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zum Preis von durchschnittlich 9,4734 Euro pro Aktie erworben. Insgesamt entspreche dies einem Kaufpreis von 43,70 Mio. Euro, hieß es. Die Aktien notierten abschließend 0,2 Prozent fester.
Der schwedische Haushaltsgerätehersteller Electrolux (Electrolux AB (B)) hat am Montag Preiserhöhungen angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung des weltweit zweitgrößten Haushaltsgeräteproduzenten hervorgeht, werde man die Absatzpreise für Haushaltsgeräte in Europa ab dem 1. Oktober dieses Jahres um 5 bis 7 Prozent anheben. In diesem Zusammenhang wurde auf die zuletzt deutlich gestiegenen Rohstoffpreise und Transportkosten verwiesen. Die Aktie ging mit einem Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel.
Am heutigen Pfingstmontag blieben die Börsen in Österreich und der Schweiz geschlossen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.733,95 (+0,05 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.516,12 (+0,29 Prozent) EURONEXT 100: 681,93 (+0,13 Prozent) FTSE 100 (London): 5.773,46 (+0,13 Prozent) CAC40 (Paris): 3.807,61 (+0,07 Prozent) MIB (Mailand): 20.081,12 (-0,18 Prozent) (13.06.2011/ac/n/m)