25.10.2012 19:46
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Börsen in Europa-Schluss: Indizes schließen nach positivem Handelsverlauf doch noch uneinheitlich

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten ihre Zugewinne nicht behaupten und schlossen am Donnerstag mit unterschiedlichen Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gab bis Handelsende 0,29 Prozent ab auf 2.483,43 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rettete indes ein Plus von 0,14 Prozent in den Feierabend und schloss bei 2.528,68 Zählern. Die europäischen Länderbörsen gingen zumeist mit Abschlägen aus dem Handel.

Im französischen Leitindex CAC 40 zeigten Papiere von Sanofi heute einen Zugewinn von 1,4 Prozent. Dabei hatte der Pharmakonzern im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen müssen. Die Umsatzerlöse konnten indes leicht gesteigert werden. Für 2012 geht Sanofi davon aus, dass der Gewinn pro Aktie auf Basis konstanter Währungen gegenüber dem Vorjahr um rund 12 Prozent sinken wird. Während Papiere von Lafarge mit eine Plus von 1,5 Prozent das obere Ende des Index markierten, gaben Aktien der France Télécom am Indexende 5,2 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern hatte für die ersten neun Monate angesichts rückläufiger Umsätze ein verringertes operatives Ergebnis ausgewiesen. Wie weiter mitgeteilt wurde, will man nun für 2012 und 2013 eine Dividende in Höhe von mindestens 0,80 Euro pro Aktie ausschütten. Ursprünglich hatte man für 2012 eine Dividende von 1,21 bis 1,35 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. Pernod Ricard gaben daneben 1,0 Prozent nach. Der Likör- und Spirituosenhersteller hat im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres mit einem zweistelligen Umsatzanstieg ausgewiesen. Für AXA ging es derweil 1,0 Prozent nach oben. Der Versicherungskonzern verbuchte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzanstieg. Während das Unternehmen im Lebensversicherungs- und Vorsorgegeschäft stabile Umsatzerlöse erzielen konnte, profitierte es im Segment Schaden- und Unfallversicherung von Preiserhöhungen, was zu einem vergleichbaren Umsatzplus von 3,6 Prozent geführt hat. Anteile von Technip schlossen 0,5 Prozent fester. Der Ölfeld-Servicedienstleister hatte im dritten Quartal seinen Umsatz und Gewinn erhöht. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde leicht nach oben angepasst. Daneben meldeten Medien, dass die deutsche Bundesregierung so schnell wie möglich bei der Airbus-Mutter EADS einsteigen will. Wie es heißt, will sich der Bund den Einstieg rund 3 Mrd. Euro kosten lassen. Den Kaufpreis für die Planung des Budgets veranschlagt die Regierung auf 30 Euro je Aktie. Das Papier verbesserte sich um 0,6 Prozent.

National Statistics gab heute bekannt, dass das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um 1,0 Prozent, gegenüber einem Minus von 0,4 Prozent im zweiten Quartal. Mit diesem jüngsten Zuwachs verlässt Großbritannien die Rezession. Gegenüber dem Vorjahresquartal blieb die Wirtschaftsleistung unverändert. AstraZeneca musste indes im dritten Quartal ein deutlich geringeres Ergebnis ausweisen. Der Umsatz sank ebenfalls prozentual zweistellig. Hintergrund ist der Verlust der Exklusivrechte für einige Produkte. Die Aktie des Pharmakonzerns legte dennoch um 0,4 Prozent zu.

Im Schweizer SMI schlossen die Aktien der Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) heute 0,1 Prozent fester. Die Großbank verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang und hat die Erwartungen damit verfehlt. Dabei hatte das jüngste Ergebnis unter Fair-Value-Verlusten in Höhe von 1,05 Mrd. CHF vor Steuern infolge einer deutlichen Höherbewertung eigener Verbindlichkeiten zu leiden. Nicht gut lief es im abgelaufenen Quartal zudem für ABB . Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik verzeichnete im dritten Quartal einen stabilen Auftragseingang und ein Umsatzplus. Das operative EBITDA und der Konzerngewinn gingen gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch zurück. Das Management bestätigte jedoch seine Ziele für den Zeitraum 2011 bis 2015. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass seine breite geografische Aufstellung und das ausgewogene Portfolio die Wachstumsziele unterstützen werden. Der Titel gab abschließend 1,4 Prozent ab. Für Anteile von Novartis ging es bis Handelsende 0,7 Prozent nach unten. Der Pharmakonzern hatte im dritten Quartal ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Der Nettoumsatz zeigte sich indes rückläufig. Der Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2012 wurde indes bestätigt. Auf dem ersten Platz im SMI schlossen Aktien von Adecco mit einem Plus von 1,1 Prozent, während Anteile von Julius Baer am Indexende 2,3 Prozent nachgaben.

Papiere von Unilever zeigten heute ein Plus von 2,6 Prozent. Der Konsumgüterkonzern konnte seinen Umsatz im dritten Quartal verbessern. Profitiert hat er dabei unter anderem von Preiserhöhungen sowie gestiegenen Produktabsätzen. Besonders deutliche Zuwächse konnte Unilever in den so genannten Emerging Markets erzielen, wobei man hier ein organisches Umsatzplus von 12,1 Prozent verzeichnen konnte.

Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit abgebremstem Tempo erhöht. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 3,8 Prozent, nachdem sie im August noch bei 4,1 Prozent gelegen hatte. Binnen Monatsfrist sanken die Preise auf Produzentenebene um 0,1 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 1,2 Prozent im August. Im spanischen Aktienhandel verschlechterten sich die Aktien der Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) um 0,2 Prozent. Die Bankgesellschaft hatte im dritten Quartal aufgrund von hohen Sonderbelastungen einen Gewinneinbruch verzeichnet. Die Erwartungen wurden damit deutlich verfehlt. Dabei hatte das jüngste Ergebnis vor allem unter zusätzlichen Rückstellungen für Immobilienverluste in Spanien zu leiden.

Im österreichischen Leitindex ATX ging es für Andritz 1,6 Prozent nach oben. Der Konzern hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde man mit der Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für das Laufkraftwerk Xayaburi in der Demokratischen Republik Laos beauftragt. Der Auftragswert wurde auf 250 bis 300 Mio. Euro beziffert. An der Indexspitze konnten heute Papiere der Österreichischen Post 4,5 Prozent zulegen, während die rote Laterne mit einem Minus von 2,0 Prozent an Voestalpine ging.

Das finnische Unternehmen Metso wartete im abgelaufenen Quartal mit einem Gewinnanstieg auf. Der Umsatz lag ebenfalls über dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Auftragseingang sank allerdings deutlich. Daneben bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Fiskaljahr. Die Titel des Maschinenbaukonzerns gingen 0,7 Prozent fester aus dem Handel.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.483,43 (-0,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.528,68 (+0,14 Prozent) FTSE 100 (London): 5.805,05 (+0,00 Prozent) CAC40 (Paris): 3.411,53 (-0,44 Prozent) MIB (Mailand): 15.528,47 (-1,13 Prozent) SMI (Zürich): 6.606,57 (-0,31 Prozent) ATX (Wien): 2.146,86 (+0,09 Prozent) (25.10.2012/ac/n/m)

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