Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes gingen am Mittwoch mit Minuszeichen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor abschließend 1,85 Prozent auf 2.497,83 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 1,93 Prozent auf 2.400,23 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gab bis Handelsende 2,14 Prozent nach auf 631,21 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen tendierten geschlossen im Minus.
Vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat zufolge ist das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel im Juni 2011 angewachsen. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,9 Prozent und in der EU27 um 0,7 Prozent. Im Mai 2011 war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um jeweils 1,3 Prozent gefallen. Binnen Jahresfrist fiel der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 0,4 Prozent, nach einem Minus von 2,3 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 0,2 Prozent weniger verkauft als im Juni 2010, während der Absatz im Mai 2011 um 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte.
Im französischen CAC 40 gaben Papiere von Société Générale knapp 9 Prozent ab und markierten damit das Indexende. Die Bank hatte im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn belief sich auf 747 Mio. Euro, nach 1,08 Mrd. Euro im Vorjahr. Belastet wurde das jüngste Ergebnis vor allem durch eine Abschreibung auf griechische Staatsanleihen in Höhe von 395 Mio. Euro vor Steuern. Die Erträge (Net Banking Income) fielen um 2,6 Prozent auf 6,50 Mrd. Euro. Die operativen Ausgaben nahmen um 4,3 Prozent auf 4,24 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis lag bei 1,08 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,60 Mrd. Euro). Daneben verteuerten sich Aktien von SUEZ ENVIRONNEMENT (Suez Environnement Company) um 0,7 Prozent und waren damit stärkster Wert im CAC 40. Der Wasserkonzern musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Auf operativer Ebene wurde jedoch ein Ergebniszuwachs erreicht. Zudem wurden die Wachstumsziele bestätigt. So belief sich der Nettogewinn auf 221 Mio. Euro, im Vergleich zu 386 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 11,8 Prozent auf 7,38 Mrd. Euro. Das EBITDA kletterte um 18,3 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro und traf damit die Analystenschätzungen. Ferner notierten Papiere von Danone (Groupe Danone) mit einem Abschlag von 0,4 Prozent. Der Lebensmittelhersteller hatte bereits gestern bekannt gegeben, dass er die Ernährungssparte der indischen Wockhardt Group vom Carol Info Service übernehmen wird. Der Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt rund 250 Mio. Euro.
Anteilsscheine der britischen Legal & General Group (LegalGeneral Group) verschlechterten sich heute um 4,7 Prozent. Der Lebensversicherer hatte erklärt, dass sein operativer Gewinn im ersten Halbjahr auf 523 Mio. Britische Pfund (GBP) gesunken ist, nach 542 Mio. GBP im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich von 537 Mio. GBP im ersten Halbjahr 2010 auf nun 473 Mio. GBP. Papiere von Standard Chartered gaben bis Handelsende 0,6 Prozent ab. Das Kreditinstitut hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr um gut 19 Prozent gesteigert, was auf geringere Rückstellungen für Kreditausfälle und rekordhohe Ergebnisse in Hongkong zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 2,57 Mrd. US-Dollar, nach 2,15 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern lag bei 3,64 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,12 Mrd. US-Dollar). Die Nettozinseinnahmen stiegen um 19 Prozent auf 4,94 Mrd. US-Dollar. Anteilsscheine von Thomas Cook (Thomas Cook Group) verloren 2,1 Prozent. Die Umsatzerlöse des Reisekonzerns wuchsen im dritten Quartal auf 2,45 Mrd. GBP, nach 2,16 Mrd. GBP im Vorjahresquartal. Hintergrund sind höhere Absätze und Verkaufspreise. Der Verlust vor Steuern wurde von 116,6 Mio. auf 56,7 Mio. GBP reduziert. Weiteren Angaben zufolge tritt Konzern-Chef Manny Fontenla-Novoa zurück. Vorübergehend übernimmt sein Stellvertreter seine Aufgaben. Daneben gaben Aktien von Next 0,2 Prozent ab. Die zweitgrößte Bekleidungskette in Großbritannien konnte ihren Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2011 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert steigern. Dies liegt im Rahmen der unternehmenseigenen Prognose von 1,5 bis 4,0 Prozent. Hierbei musste der Einzelhandelsbereich ein Minus von 1,7 Prozent ausweisen. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft in Höhe von 230 bis 250 Pence.
Der italienische Energieversorger Enel veröffentlichte am Mittwoch sein Ergebnis zum ersten Halbjahr 2011. Den Unternehmensangaben zufolge kletterte der Umsatz um 10,3 Prozent auf 38,39 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2010 hatte hier noch ein Wert in Höhe von 34,80 Mrd. Euro zu Buche gestanden. Der Nettogewinn konnte um 5,2 Prozent auf 2,55 Mrd. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 2,43 Mrd. Euro). Für das Gesamtjahr 2011 hat das Unternehmen alle seine Ziele bestätigt. Die Enel-Aktie gewann in Mailand abschließend 1,2 Prozent hinzu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.497,83 (-1,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.400,23 (-1,93 Prozent) EURONEXT 100: 631,21 (-2,14 Prozent) FTSE 100 (London): 5.584,51 (-2,34 Prozent) CAC40 (Paris): 3.454,94 (-1,93 Prozent) MIB (Mailand): 17.006,02 (-1,54 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.037,70 (-0,85 Prozent) SMI (Zürich): 5.483,15 (-1,15 Prozent) ATX (Wien): 2.422,64 (-2,29 Prozent) (03.08.2011/ac/n/m)