14.12.2012 19:43
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Börsen in Europa Schluss: Kaum verändert, Alcatel-Lucent ziehen kräftig an

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes haben sich am Freitag nach ruhigem Handel kaum verändert ins Wochenende verabschiedet. Die Stimmung der Investoren wird auf der einen Seite durch positive Konjunkturdaten aus China gestützt, während gleichzeitig Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit belasten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 schloss mit einem leichten Plus von 0,11 Prozent bei 2.630,54 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fiel dagegen um 0,19 Prozent auf 2.588,33 Zähler.

Die europäischen Länderbörsen gingen ebenfalls uneinheitlich aus dem Handel. Während der Schweizer SMI 0,3 Prozent einbüßte, konnten der italienische MIB und der österreichische ATX jeweils um rund 0,3 Prozent zulegen.

Die europäischen Verbraucherpreise haben sich im November nach Angaben des europäischen Statistikamtes mit vermindertem Tempo erhöht. So sank die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,2 Prozent, nach 2,5 Prozent im Oktober und 3,0 Prozent im November 2011. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat -0,2 Prozent. In der EU fiel die jährliche Inflationsrate auf 2,4 Prozent, während sie im Oktober noch bei 2,6 Prozent und im November 2011 bei 3,3 Prozent gestanden hatte. Die monatliche Teuerung belief sich auf -0,1 Prozent. Unterdessen hat sich die Erwerbstätigkeit im Euroraum im dritten Quartal nach vorläufigen Schätzungen von Eurostat verringert. Im Euroraum (ER17) nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,7 Prozent ab, während sie verglichen mit dem Vorquartal um 0,2 Prozent sank. Im zweiten Quartal war die Erwerbstätigkeit um 0,7 gesunken bzw. stabil geblieben. In der EU27 hat sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresniveau um 0,5 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent verringert. Im Vorquartal waren ein Rückgang um 0,3 Prozent bzw. ein Plus von 0,1 Prozent ausgewiesen worden.

Die Aktie des Modekonzerns Wolford fiel im breiten Markt um 2,2 Prozent. Das Unternehmen musste im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 trotz eines Umsatzwachstums ein negatives Ergebnis ausweisen. Die erfreuliche Umsatzentwicklung war sowohl auf den fortgesetzten, gezielten Ausbau des internationalen Distributionsnetzwerkes als auch auf flächenbereinigtes Wachstum im eigenen Retail-Geschäft zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2012/13 rechnet der Vorstand mit Umsatzwachstum sowie einem positiven operativen Ergebnis, das jedoch aufgrund der höheren Expansions- und Marketingkosten voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen wird.

Papiere von Wienerberger verbesserten sich um 0,8 Prozent. Der Baumaterialhersteller verlautbarte, dass die Tochter Pipelife, ein Hersteller von Kunststoffrohrsystemen, nach den Erfolgen in Ghana und Marokko einen weiteren Rekordauftrag vermelden kann. So konnte im Geschäftsbereich Soluforce, einem Segment für besonders widerstandsfähige Spezialrohre aus Kunststoff, der wertmäßig größte Auftrag seit Bestehen unterzeichnet werden: Der Energiekonzern Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) beauftragte Pipelife mit der Lieferung von 27 km Rohren im Wert von rund 8 Mio. Euro für eine Hochdruckwasserpipeline. An der Spitze des ATX standen Telekom Austria mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent. Gleichzeitig trennten sich die Anleger bevorzugt von den Aktien von OMV, die um 2,0 Prozent nachgaben.

In der Schweiz verteuerten sich die Aktien des Energie- und Automationstechnikspezialisten ABB um 0,3 Prozent. Der Konzern teilte mit, dass nach einer umfangreichen Prüfung der Divisionsstrategie die Division Energietechniksysteme neu ausgerichtet wird, um eine höhere und konstantere Profitabilität sicherzustellen. Die Division verlagert ihren Schwerpunkt neu auf Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Software-Tätigkeiten, die höhere Margen aufweisen. EPC-Aktivitäten (Engineering, Procurement, Construction), bei denen ABB als Generalunternehmer mit geringer Wertschöpfung tätig ist, werden in mehr als zehn Ländern geschlossen. An der Spitze des SMI legten Swatch Group um 3,8 Prozent zu, während es auf dem letzten Platz für Actelion um 2,9 Prozent nach unten ging.

Im französischen Leitindex CAC 40 rauschten die Aktien von Alcatel-Lucent an der Indexspitze um 7,0 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster hat Vereinbarungen mit der zur Credit Suisse Group (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) gehörenden Credit Suisse AG und der zur Goldman Sachs Group gehörenden Goldman Sachs Bank USA über Kreditfazilitäten in Höhe von 1,62 Mrd. Euro unterzeichnet. Dabei haben die vorrangigen, besicherten Kreditfazilitäten Fälligkeiten von dreieinhalb Jahren bis zu sechs Jahren. Den Angaben zufolge schaffen die jüngsten Finanzierungsvereinbarungen mehr Flexibilität hinsichtlich der Umsetzung eines Kostensenkungsplans im Volumen von 1,25 Mrd. Euro. Die rote Laterne wurde unterdessen von Veolia Environnement mit einem Minus von 1,7 Prozent getragen.

In den Niederlanden schossen die Anteilsscheine des Chemiekonzerns Akzo Nobel um 7,1 Prozent in die Höhe. Der Chemiekonzern wird seine Sparte North American Decorative Paints für 1,05 Mrd. US-Dollar an den US-Konkurrenten PPG Industries verkaufen. Akzo Nobel rechnet aus dem Verkauf mit Cash-Erlösen in Höhe von ca. 875 Mio. US-Dollar. Die Transaktion soll im Laufe des zweiten Quartals 2013 abgeschlossen werden.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.630,54 (+0,11 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.588,33 (-0,19 Prozent) FTSE 100 (London): 5.921,76 (-0,13 Prozent) CAC40 (Paris): 3.643,28 (+0,00 Prozent) MIB (Mailand): 15.908,09 (+0,26 Prozent) SMI (Zürich): 6.902,51 (-0,25 Prozent) ATX (Wien): 2.371,80 (+0,25 Prozent) (14.12.2012/ac/n/m)

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