Paris (aktiencheck.de AG) - Positive Quartalsergebnisse der Technologiekonzerne Apple und IBM sorgten am Mittwoch für einen positiven Handelsauftakt. Im weiteren Verlauf rutschten die europäischen Börsen aber in den roten Bereich und gingen mit klaren Verlusten aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,76 Prozent auf 2.923,31 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab sogar um 1,25 Prozent auf 2.677,00 Zähler nach. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 ging mit einem Verlust von 1,01 Prozent bei 713,40 Punkten aus dem Handel.
Auch die europäischen Länderbörsen verzeichneten fast durchweg klare Einbußen. Lediglich der italienische MIB konnte sich mit einem Plus von 0,6 Prozent gegen den negativen Trend stemmen. Robust präsentierte sich auch der österreichische ATX, der nahezu unverändert aus dem Handel ging.
Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im November 2010 mit einem leicht größeren Defizit abgeschlossen. So erhöhte sich der saisonbereinigte Passivsaldo auf 11,2 Mrd. Euro, nach einem Passivsaldo von 9,6 Mrd. Euro im Oktober. Die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe hat im November 2010 abgenommen. Diese erste Schätzung legte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute vor. Auf Monatssicht sank der Output der Baubranche im Euroraum (ER16) um 0,9 Prozent und in der EU27 um 0,4 Prozent. Im Oktober hatte die Produktion hingegen um 0,3 bzw. 0,6 Prozent zugelegt. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging die Produktion in der Eurozone um 6,8 Prozent und in der EU27 um 1,7 Prozent zurück. Zuvor waren im Oktober Rückgänge von 5,9 bzw. 1,4 Prozent verbucht worden.
Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im Dezember 2010 nach Angaben von National Statistics verbessert. Binnen Monatsfrist schrumpfte die Zahl der Arbeitslosen um 4.100 auf 1,46 Millionen. Ferner verharrte die Arbeitslosenquote für den Drei-Monats-Zeitraum September bis November bei 7,9 Prozent, nachdem sie zuvor schon bei 7,9 Prozent gestanden hatte.
Pearson rückten im FTSE 100 als bester Wert um 4,5 Prozent vor. Der Verlagskonzern geht für das Fiskaljahr 2010 von einem deutlichen Ergebnisanstieg aus und hat seine Prognose erhöht. Wie im Rahmen des Trading-Updates erklärt wurde, habe man bei den Kerngeschäftsfeldern im vergangenen Jahr von einer deutlichen Nachfragebelebung profitiert und neben höheren Umsatzerlösen auch deutlich verbesserte Margen erzielt. Beim operativen Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft erwartet Pearson für 2010 einen Anstieg auf rund 850 Mio. Britische Pfund (GBP), nach 710 Mio. GBP im Vorjahr. Beim bereinigten Ergebnis erwartet der Konzern einen Gewinn von 76 Pence je Aktie (Vorjahr: 65,4 Pence je Aktie), nachdem man im Vorfeld hier einen Gewinn von rund 72 Pence in Aussicht gestellt hatte.
Die Papiere des Buchmachers William Hill verteuerten sich im breiten Markt um 7,0 Prozent. Der Konzern geht nach einem überdurchschnittlich gut verlaufenen vierten Quartal für das Gesamtjahr 2010 von einer starken Ergebnisentwicklung aus. Als Schlusslicht im FTSE 100 verloren Imperial Tobacco 5,0 Prozent an Wert.
Swatch Group (The Swatch Group) verlautbarten, dass man den Umsatz im Jahr 2010 deutlich steigern konnte. Zurückzuführen war dies in erster Linie auf eine starke Nachfrage nach Uhren und Schmuck, vor allem in Asien, Zentraleuropa und im Mittleren Osten. So erhöhte sich der Konzernumsatz des Uhrenherstellers gegenüber 2009 um 18,8 Prozent auf 6,44 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Auf Basis konstanter Währungen belief sich das Plus auf 21,8 Prozent. Den Angaben zufolge erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr eine verbesserte Betriebsgewinnmarge und einen höheren Reingewinn. Laut Swatch bleibt auch der Ausblick für 2011 positiv. Das Papier gab dennoch um 4,9 Prozent nach. Der größte Verlierer im SMI war Richemont mit einem Abschlag von 5,0 Prozent. Spitzenreiter war die Aktie von Roche mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent.
Im CAC 40 setzten sich Société Générale mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent an die Indexspitze. Indes trennten sich die Anleger von STMicroelectronics. Der Titel verlor am Ende der Kursliste 3,9 Prozent an Wert.
Der niederländische Chip-Ausrüster ASML Holding konnte im vierten Quartal einen drastischen Gewinnsprung erzielen und die Erwartungen schlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 407 Mio. Euro, nach 50,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 580,6 Mio. Euro auf 1,52 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 325,8 Mio. Euro und einem Umsatz von 1,34 Mrd. Euro ausgegangen. Die Bruttomarge betrug im Berichtszeitraum 45 Prozent. Das Papier rutschte dennoch um 6,8 Prozent ab.
Flughafen Wien meldete, dass es im Jahr 2010 mit insgesamt 19.691.206 Passagieren einen Zuwachs um 8,7 Prozent zum Vorjahr gab. Das Frachtvolumen am Flughafen Wien konnte indes im vergangenen Jahr um 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 295.989 Tonnen gesteigert werden. Die Aktie schloss nach anfänglichen Gewinnen mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent.
Der spanische Immobilienmarkt kühlt im November 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE weiter ab. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Hausverkäufe um 6,2 Prozent auf 32.746 Einheiten zurück, nach einem Minus von 17,7 Prozent Oktober. Im Vormonatsvergleich ist die Verkaufszahl hingegen um 20,4 Prozent angestiegen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.923,31 (-0,76 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.677,00 (-1,25 Prozent) EURONEXT 100: 719,59 (-0,15 Prozent) FTSE 100 (London): 5.977,52 (-1,30 Prozent) CAC40 (Paris): 3.976,71 (-0,90 Prozent) MIB (Mailand): 21.712,14 (+0,56 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.566,00 (-0,16 Prozent) SMI (Zürich): 6.559,66 (-1,13 Prozent) ATX (Wien): 2.911,88 (-0,02 Prozent) (19.01.2011/ac/n/m)