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11.11.2010 20:19

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Börsen in Europa Schluss: Korrektur dauert an, BT Group legt nach Zahlen deutlich zu

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen auch am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel. Die Schuldenprobleme Irlands lasteten weiter auf der Stimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,52 Prozent auf 2.831,22 Punkte. Dagegen drehte der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 in den grünen Bereich und schloss mit einem kleinen Plus von 0,10 Prozent bei 2.596,52 Zählern. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gab um 0,61 Prozent auf 696,23 Punkte nach. Die europäischen Länderbörsen verzeichneten ebenfalls durchweg nachgebende Notierungen.

Laut der nationalen Statistikbehörde INE blieb die Wirtschaftsleistung Spaniens im dritten Quartal 2010 auf dem Niveau des Vorquartals, nach einem Plus von 0,2 Prozent im zweiten Quartal 2010. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um revidiert 0,2 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal 2010 um 0,1 Prozent gefallen war.

Im britischen FTSE 100 schossen Aktien der BT Group um 6,1 Prozent in die Höhe. Die Telefongesellschaft musste im zweiten Quartal zwar einen Gewinnrückgang verbuchen, angesichts von Kostensenkungen und mehr Breitband-Kunden wurde jedoch die operative Jahresprognose nach oben korrigiert. Auch Rohstoffwerte waren gesucht: So gewannen Antofagasta 4,8 Prozent, Fresnillo 4,6 Prozent und Kazakhmys 3,8 Prozent. Auf der Gegenseite verloren Titel von Icap 4,1 Prozent und Papiere von Aviva 3,2 Prozent.

Anteile von Telefónica (Telefonica) gaben im IBEX 35 um 1,6 Prozent nach. Die Telefongesellschaft hat ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt, was vor allem auf einen Einmalertrag im Zusammenhang mit der Vivo-Transaktion und auf starke Lateinamerika-Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Für das laufende Geschäftsjahr hält der Konzern an seinen Finanzzielen fest. Auch die Planung bis 2012 wurde bestätigt, einschließlich der Dividendenziele.

Papiere von Repsol YPF legten um 0,3 Prozent zu. Dabei erzielte der Öl- und Erdgaskonzern im dritten Quartal einen Gewinnzuwachs um gut 16 Prozent auf 448 Mio. Euro, was auf höhere Raffineriemargen und gestiegene Erdölpreise zurückzuführen ist.

Der niederländische Versicherer AEGON konnte im dritten Quartal einen Gewinnsprung auf 657 Mio. Euro erzielen, was mit Wertsteigerungen bei einigen Assets, höheren Investment-Gewinnen und geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Die AEGON-Aktie legte im AEX um 0,6 Prozent zu.

Anteile von Dexia gewannen in Brüssel 0,5 Prozent. Wie der Konzern gestern mitteilte, ist sein Gewinn im dritten Quartal um 26 Prozent gesunken, was auf höhere Kosten im Zusammenhang mit Stellenstreichungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Wie das Institut heute bekannt gab, wird man den 88,71 Prozent-Anteil an der Dexia banka Slovensko an die Investment-Gruppe Penta Investments verkaufen. Die Transaktion wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2011 abgeschlossen.

Im schweizerischen SMI lagen Transocean mit einem Gewinn von 2,0 Prozent vorne. Die größten Verlierer waren Holcim (-2,3 Prozent) und Swiss Re (-1,7 Prozent). Derweil verloren Aktien von Kuoni Reisen 0,2 Prozent. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg auf 58,4 Mio. CHF. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet die Kuoni-Gruppe weiterhin ein Nettoerlös-Wachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich sowie eine bereinigte EBIT-Marge gegen 3 Prozent.

Die Aktie von PALFINGER (Palfinger) legt im österreichischen ATX um 2,5 Prozent zu. Der Kranhersteller konnte in den ersten neun Monaten dank der positiven konjunkturellen Entwicklung ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus ausweisen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet das Management ein organisches und anorganisches Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent bei weiterhin überproportionalem Ergebniswachstum und somit deutlich positivem Gesamtergebnis.

Flughafen Wien konnte im Oktober mit einem Passagierplus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert aufwarten. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 3,8 Prozent. Anteile von Flughafen Wien legten um 0,2 Prozent zu.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.831,22 (-0,52 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.596,52 (+0,10 Prozent) EURONEXT 100: 696,23 (-0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.815,23 (-0,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.867,35 (-0,54 Prozent) MIB (Mailand): 20.855,96 (-0,96 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.149,50 (-0,84 Prozent) SMI (Zürich): 6.516,99 (-0,35 Prozent) ATX (Wien): 2.656,65 (-2,19 Prozent) (11.11.2010/ac/n/m)

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