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17.06.2011 19:30

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Börsen in Europa Schluss: Kurse drehen ins Plus, Hoffnung auf Griechenland-Rettungspaket beflügelt

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die Hoffnung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland sorgte dafür, dass sich die europäischen Börsen von ihren anfänglichen Verlusten erholen und in die Gewinnzone drehen konnten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 schloss mit einem Aufschlag von 1,45 Prozent bei 2.770,12 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 0,26 Prozent auf 2.514,10 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legte um 0,65 Prozent auf 682,34 Stellen zu.

Die europäischen Länderbörsen schlossen ebenfalls mehrheitlich mit Zugewinnen. Lediglich der Schweizer SMI ging mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel. Die größten Aufschläge verbuchte der spanische IBEX, der um 2,2 Prozent zulegen konnte.

Die Handelsbilanz der Eurozone hat im April 2011 mit einem Defizit geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung heute mit. So belief sich der Passivsaldo im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern auf 4,1 Mrd. Euro, gegenüber einem Aktivsaldo von 1,6 Mrd. Euro im Vormonat und einem Defizit von 0,7 Mrd. Euro im April 2010. Hierbei legten die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 0,6 Prozent und die Einfuhren um 1,1 Prozent zu. Ferner wuchs das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 15,9 Mrd. Euro, nach Negativsalden von 10,6 Mrd. Euro im Vormonat und 12,0 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 0,8 Prozent ab, während die Importe um 0,1 Prozent nachgaben. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel veröffentlichte daneben für Mai 2011 einen Zuwachs bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 7,1 Prozent auf 1.208.583 Einheiten. In den ersten fünf Monaten 2011 fiel die Zahl um 0,8 Prozent auf 5.885.631 Einheiten.

Carrefour setzten sich mit einem Verlust von 1,7 Prozent im französischen CAC 40 ans Indexende. Der CEO von Carrefour, Lars Olofsson, hat Noël Prioux mit sofortiger Wirkung zum Executive Director der Geschäftsaktivitäten des Einzelhandelskonzerns in Frankreich ernannt. In diesem Zusammenhang wurde Prioux mit der Implementierung eines Restrukturierungsprogramms beauftragt, um die Ergebnisse von Carrefour im Inlandsgeschäft zu verbessern. Im ersten Halbjahr des laufenden Fiskaljahres hat Carrefour France Konzernangaben zufolge in einem herausfordernden Marktumfeld schwächer als vom Konzernmanagement erwartet abgeschnitten. Indes rückten auf Platz eins der Gewinnerliste Danone um 2,6 Prozent vor.

In Großbritannien ging es im breiten Markt für die Titel von CSR um 1,7 Prozent nach oben, nachdem man die Übernahmeofferte für den US-Konzern Zoran gesenkt hat. Beide Konzerne haben sich darauf geeinigt, die Modalitäten der Ende Februar dieses Jahres vereinbarten Offerte an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen. Die Aktionäre von Zoran sollen nun für eine Aktie insgesamt 6,26 US-Dollar in bar zuzüglich 0,589 Anteilsscheine von CSR erhalten, was einem Wert von 9,19 US-Dollar je Aktie entspricht. Im Februar 2011 hatte CSR 1,85 eigene Anteilsscheine für eine Aktie von Zoran geboten, was zum damaligen Schlusskurs einem Wert von 13,03 US-Dollar je Aktie von Zoran entsprochen hatte.

Rio Tinto verbesserten sich leicht um 0,1 Prozent. Tata Steel hat das Übernahmeangebot für Riversdale Mining akzeptiert. Damit beläuft sich die Beteiligung von Rio Tinto an dem australischen Kohleproduzenten nun auf 99,74 Prozent. Stärkster Wert im FTSE 100 war die Aktie von Aggreko mit einem Zugewinn von 2,4 Prozent, während die rote Laterne von Kingfisher mit einem Verlust von 1,2 Prozent gehalten wurde.

In der Schweiz ging es für Novartis um 0,6 Prozent nach unten. Der Pharmakonzern hat gestern mit einer feierlichen Grundsteinlegung den Baubeginn der neuen pharmazeutischen Produktionsanlage im russischen St. Petersburg begangen. Der Neubau stellt die bisher bedeutendste Investition des Unternehmens in Russland dar. Die Fertigstellung und Zulassung für die gewerbliche Produktion sind für 2014 vorgesehen. Danach soll die hochmoderne Anlage mittels fortschrittlichster Technologien rund 1,5 Milliarden Einheiten pro Jahr produzieren. Die Anlage ist Teil eines auf fünf Jahre ausgelegten Investitionspakets in Höhe von 500 Mio. US-Dollar in die Gesundheitsinfrastruktur in Russland. Spitzenreiter im SMI war der Anteilsschein von Julius Baer mit einem Zugewinn von 1,0 Prozent, während sich gleichzeitig die Anleger vornehmlich von der Aktie von Syngenta trennten, die sich am Indexende um 2,2 Prozent verbilligte.

In den Niederlanden gaben DSM (Koninklijke DSM NV) um 0,5 Prozent nach. Der Chemiekonzern teilte mit, dass Marcel Wubbolts, derzeit Vice President R&D DSM Innovation Center, die Position des Chief Technology Officer übernehmen wird.

ING Groep (ING Groep) verlautbarte, dass man die Sparte ING Direct USA für 9 Mrd. US-Dollar an den amerikanischen Kreditkartenanbieter und Bankkonzern Capital One Financial verkaufen wird. Den Angaben zufolge erhält ING im Rahmen der Transaktion 6,2 Mrd. US-Dollar in bar sowie 2,8 Mrd. US-Dollar im Form von 55,9 Millionen Capital One-Aktien. Die Aktie des Allfinanzkonzerns war mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent der größte Gewinner im AEX.

Italien verzeichnete beim Außenhandel im April 2011 nach Angaben der italienischen Statistikbehörde Istat ein größeres Defizit. So kletterte der Passivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 3,8 Mrd. Euro, nach einem Defizit in Höhe von 1,3 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei zogen die Exporte auf Jahressicht um 12,9 Prozent und die Importe sogar um 20,7 Prozent an.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.770,12 (+1,45 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.514,10 (+0,26 Prozent) EURONEXT 100: 682,34 (+0,65 Prozent) FTSE 100 (London): 5.714,94 (+0,28 Prozent) CAC40 (Paris): 3.823,74 (+0,83 Prozent) MIB (Mailand): 20.096,84 (+1,23 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.135,20 (+2,18 Prozent) SMI (Zürich): 6.145,16 (-0,20 Prozent) ATX (Wien): 2.706,88 (+0,32 Prozent) (17.06.2011/ac/n/m)

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