Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind am Montag mit einem Kursfeuerwerk in die Woche gestartet. Für gute Stimmung sorgte die Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenproblematik. Zudem gab es positive Nachrichten vom US-Einzelhandel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 5,23 Prozent auf 2.221,76 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 3,60 Prozent auf 2.208,89 Zähler.
Die europäischen Länderbörsen schlossen ebenfalls durchweg mit kräftigen Kursgewinnen. Dabei stach insbesondere der CAC 40 positiv heraus: Der französische Leitindex verbuchte ein Tagesplus von 5,5 Prozent und schloss knapp über der runden 3.000er-Marke.
In die europäische Schuldenkrise geriet vorübergehend Bewegung. Presseberichten zufolge wird über "Elite-Bonds" besonders bonitätsstarker Eurostaaten nachgedacht. Dies wurde von der Bundesregierung in Berlin inzwischen aber dementiert.
In Frankreich profitierten insbesondere Finanztitel von der Hoffnung auf Fortschritte in der Finanzkrise. Der CAC40 wurde angeführt von AXA und BNP Paribas und AXA mit Kurszuwächsen von 13,1 und 10,3 Prozent. Die Aktie der Société Générale stand mit einem Aufschlag von 9,6 Prozent auf Platz drei der Kursliste. Von den 40 Indexwerten schloss kein einziger im roten Terrain.
Aktien des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)), nachdem bekannt wurde, dass sich der Investor Ronny Pecik über die RPR Privatstiftung mehr als 15 Prozent an der Telekom Austria gesichert hat. Wie aus einer bereits am Samstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hält die RPR Privatstiftung direkt und indirekt 15,018 Prozent der Anteile des größten österreichischen Telekom-Konzerns. Zusätzlich hält RPR Privatstiftung indirekt Call-Optionen für 0,79 Prozent der Telekom Austria-Anteile.
In Großbritannien hat sich der Immobilienmarkt im November 2011 erneut leicht abgekühlt. Wie heute bekannt gegeben wurde, verringerte sich der britische Hometrack-Immobilienpreisindex um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau. Im Oktober war ebenfalls ein Minus von 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Immobilienpreise um 2,3 Prozent, nach einem Minus von 2,8 Prozent Oktober.
Im Freudentaumel befand sich heute Thomas Cook (Thomas Cook Group) mit einem Plus von 20,7 Prozent. Der britische Reisekonzern erhält von einem Bankenkonsortium neue Kreditlinien. Wie der Konzern verkündete, stellt ein Konsortium unter der Führung der Großbanken Barclays plc , Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (Royal Bank of Scotland (RBS)), HSBC Holdings plc und UniCredit S.p.A. (UniCredito Italiano) eine neue Kreditfazilität in Höhe von 200 Mio. Britischen Pfund (GBP) zur Verfügung.
Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat von den zuständigen Behörden die Zulassung für das Bluthochdruckmittel Rasitrio in Europa erhalten. Bei Rasilez handelt es sich den Angaben zufolge um eine Pillenkombination, mit der der Blutdruck auf drei Arten gesenkt werden könne. Der Titel stand mit einem Plus von 1,7 Prozent dennoch in der unteren Hälfte des SMI. Der Index wurde angeführt von den Finanztiteln Credit Suisse und Swiss Re mit Kursgewinnen von 5,8 und 5,0 Prozent.
Das italienische Geschäftsklima hat sich im November 2011 verbessert. Dies gab die nationale Statistikbehörde heute bekannt. So erhöhte sich der Stimmungsindex im verarbeitenden Gewerbe auf 94,4 Punkte. Für Oktober 2011 war lediglich ein Indexwert von 94,2 Punkten ermittelt worden. Im Service-Sektor verschlechterte sich der Stimmungsindex hingegen von 87,4 auf 85,0 Punkte.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.221,76 (+5,23 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.208,89 (+3,60 Prozent) FTSE 100 (London): 5.312,76 (+2,87 Prozent) CAC40 (Paris): 3.012,93 (+5,46 Prozent) MIB (Mailand): 14.578,23 (+4,60 Prozent) SMI (Zürich): 5.522,66 (+2,35 Prozent) ATX (Wien): 1.763,80 (+4,95 Prozent) (28.11.2011/ac/n/m)