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20.12.2011 19:56

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Börsen in Europa-Schluss: Kursrallye nach starken Konjunkturdaten

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen konnten am Dienstag kräftige Zugewinne verzeichnen. Für Auftrieb sorgten dabei vor allem positive Geschäftsklimadaten aus Deutschland. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,70 Prozent auf 2.262,39 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 1,51 Prozent auf 2.306,92 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigten keine einheitliche Tendenz.

Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für November 2011 eine Zunahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 171.670 Einheiten um 8,4 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Einzelnen kletterte die Zahl bei schweren Lastwagen über 16 Tonnen um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 20.673 Einheiten. Zudem wuchs die Zahl der Neuzulassungen bei mittelschweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen um 10,2 Prozent auf 27.243 Einheiten, während bei leichten Nutzfahrzeugen (Nfz) bis 3,5 Tonnen ein Anstieg von 8,5 Prozent auf 141.800 Einheiten verzeichnet wurde. In den ersten elf Monaten 2011 zogen die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 10,5 Prozent auf 1.769.994 Einheiten an.

Für eine Enttäuschung sorgte heute in Großbritannien AstraZeneca . Der Pharmakonzern wird im vierten Quartal hohe Einmalbelastungen in Zusammenhang mit zwei klinischen Studien ausweisen. So wird man die Entwicklung des Medikament Olaparib zur dauerhaften Behandlung von Eierstockkrebs nicht weiter fortsetzen. Da die Suche nach einer Anpassung der Medikamentendosis für eine erfolgreiche Behandlung der Patienten im Rahmen einer klinischen Phase-III-Studie mit dem Medikament erfolglos blieb, habe man sich dazu entschlossen, keine klinische Phase-III-Studie durchzuführen. Zudem ist auch eine klinische Phase-III-Studie zu dem in der Erprobungsphase befindlichen Medikament TC-5214 zur Behandlung von Patienten, die an Depressionen leiden, erfolglos geblieben. Hier hat der Konzern nach eigenen Angaben den klinischen Endpunkt der Studie verfehlt. Insgesamt wird man daher im laufenden Fiskaljahr einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 381,5 Mio. US-Dollar ausweisen. Die Ergebnisprognose in Höhe von 7,20 bis 7,40 US-Dollar je Aktie wurde vom Konzern bestätigt, wobei das Ergebnis nach Aussage von AstraZeneca angesichts der negativen Einmaleffekte voraussichtlich in der unteren Hälfte der Prognosespanne liegen werde. Die Aktie gab am Ende des FTSE 100 um 1,5 Prozent nach. An der Indexspitze gewannen Aggreko 6,6 Prozent.

Im französischen CAC 40 gewannen Alcatel-Lucent um 10,7 Prozent. Dahinter folgten Credit Agricole (+7 Prozent), Peugeot (+6,4 Prozent) und Renault (+6,3 Prozent). Einziger Verlierer war Danone (-0,3 Prozent).

Repsol YPF (Repsol YPF) hat mit dem russischen Öl- und Erdgaskonzern Alliance Oil Co. Ltd. (West Siberian Resources) eine Vereinbarung über ein Joint Venture in Russland geschlossen. Demnach werden beide Konzerne im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens verstärkt bei der Produktion und Exploration von Öl und Erdgas zusammenarbeiten. Dabei werde Alliance Oil Upstream Assets aus der Wolga-Ural-Region mit einem Gesamtwert von 570 Mio. US-Dollar in das Joint Venture einbringen. Alliance Oil werde mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Joint Venture halten, während Repsol die verbleibenden 49 Prozent der Anteile übernehmen wird. Repsol rücken daraufhin um 2,4 Prozent vor.

Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im November 2011 nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung erhöht. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 3,00 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit größer aus als im Vormonat mit 2,16 Mrd. CHF. Das Niveau des Vorjahresmonats wurde damit um 69,6 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 0,9 Prozent auf 17,76 Mrd. CHF (real: +3,8 Prozent). Die Importe fielen binnen Jahresfrist nominal um 6,7 Prozent auf 14,76 Mrd. CHF (real: -3,4 Prozent). Novartis verschlechterten sich um 0,4 Prozent. Das Unternehmen hat eine klinische Studie zu einer Kombinationstherapie mit den beiden Medikamenten Rasilez und Tekturna beendet. Bei dieser Entscheidung ist man einer Empfehlung des Independent Data Monitoring Committee (DMC) gefolgt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im Schweizer Leitindex SMI die Anteilsscheine von Adecco mit einem Zugewinn von 4 Prozent wieder, während sich die Anleger gleichzeitig vornehmlich von den Papieren von Transocean trennten, die am Indexende 0,8 Prozent an Wert verloren.

Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im Oktober 2011 nach Angaben der italienischen Statistikbehörde Istat gesunken. So reduzierte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur mit einem Minus von 1,3 Prozent gerechnet. Weiteren Angaben zufolge lagen die Neuaufträge um 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Prognose der Volkswirte hatte auf ein Minus von 1,2 Prozent gelautet.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.262,39 (+2,70 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.306,92 (+1,51 Prozent) FTSE 100 (London): 5.419,60 (+1,02 Prozent) CAC40 (Paris): 3.055,39 (+2,73 Prozent) MIB (Mailand): 14.965,18 (+2,87 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.454,40 (+2,44 Prozent) SMI (Zürich): 5.804,31 (+0,63 Prozent) ATX (Wien): 1.842,73 (+3,00 Prozent) (20.12.2011/ac/n/m)

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