Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am heutigen großen Verfallstag an den Terminbörsen ihre zwischenzeitlichen Gewinne nicht ins Ziel bringen und gingen abermals mit Verlusten aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,00 Prozent auf 2.202,72 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,66 Prozent auf 2.270,26 Zähler nach.
Auch die europäischen Länderbörsen gingen überwiegend mit roten Vorzeichen aus dem Handel. Der österreichische ATX konnte gegen den allgemein negativen Trend zulegen und schloss mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent.
Der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im dritten Quartal 2011 abgebremst. Dies gab das EU-Statistikamt Eurostat am heutigen Freitag bekannt. In der Eurozone (EZ17) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent, nach 3,3 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 3,2 Prozent erhöht hatten. Ferner hat die Handelsbilanz der Eurozone im Oktober 2011 mit einem größeren Defizit geschlossen. So wuchs das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 11,0 Mrd. Euro, nach Negativsalden von 10,6 Mrd. Euro im Vormonat und 9,6 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Zudem belief sich der Überschuss im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern auf 1,1 Mrd. Euro, gegenüber Aktivsalden von 2,7 Mrd. Euro im Vormonat und 3,1 Mrd. Euro im Oktober 2010.
Wie die nationale Statistikbehörde INSEE mitteilte, hat sich das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2011 verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 94 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 93 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war noch ein Indexstand von revidiert 96 (vorläufig: 95) Punkten ermittelt worden.
In Frankreich setzen sich im CAC 40 die Aktien von Suez Environnement und ArcelorMittal mit Aufschlägen von jeweils 2,0 Prozent an die Spitze. Das Ende der Kursliste zierte Alcatel-Lucent mit einem Minus von 3,0 Prozent.
Der Hotelkonzern Accor meldete heute, dass er Hotel-Assets der australischen Mirvac Group übernehmen wird. Damit verstärkt Accor seine Position in Australien und Neuseeland. Den Angaben zufolge zahlt der französische Konzern im Rahmen der Transaktion, die 6.100 Zimmer (48 Hotels) umfasst, insgesamt 195 Mio. Euro. Die Accor-Aktie schloss mit einem leichten Aufschlag von 0,2 Prozent.
Dagegen verloren Titel von L`Oréal (LOréal). Am Ende der Kursliste standen Essar Energy und Man Group mit Abschlägen von 4,5 bzw. 4,4 Prozent.
In der Schweiz standen im SMI Aktien von Givaudan mit einem Plus von 1,7 Prozent ganz oben auf der Gewinnerliste. Die Verlierer waren im SMI jedoch klar in der Überzahl. Auf der Verliererseite verbilligten sich Papiere von Actelion um 3,5 Prozent, während Swiss Re und Credit Suisse Abschläge von 2,4 bzw. 2,2 Prozent verzeichneten.
In Wien brachen Wolford um 6,5 Prozent ein. Der österreichische Modekonzern musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Das Periodenergebnis reduzierte sich auf 998.000 Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 1,9 Mio. Euro einem Minus von 47,7 Prozent entspricht. Dagegen machten Papiere von Rosenbauer International einen Sprung um 12,3 Prozent nach oben. Der Feuerwehr-Ausrüster hat einen Großauftrag aus Saudi-Arabien erhalten. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde der führende Hersteller der Feuerwehrbranche vom saudi-arabischen Innenministerium mit der Lieferung von Feuerwehrausstattung im Wert von insgesamt 245,3 Mio. Euro beauftragt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.202,72 (-1,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.270,26 (-0,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.404,16 (+0,06 Prozent) CAC40 (Paris): 2.972,30 (-0,88 Prozent) MIB (Mailand): 14.550,81 (-0,53 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.203,40 (-0,57 Prozent) SMI (Zürich): 5.733,50 (-0,87 Prozent) ATX (Wien): 1.792,74 (+1,08 Prozent) (16.12.2011/ac/n/m)