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30.11.2012 20:34

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Börsen in Europa-Schluss: Leichte Abschläge

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes gingen am Freitag in einem nachrichtenarmen Umfeld mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,25 Prozent auf 2.575,25 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,27 Prozent zu auf 2.551,79 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls mehrheitlich Abschläge aus.

Die Verbraucherpreise sind im November mit abgebremstem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verringerte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,2 Prozent, während sie im Vormonat noch bei 2,5 Prozent gestanden hatte. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Energie (5,8 Prozent gegenüber 8,0 Prozent im Oktober) im November die höchste jährliche Rate aufweist. Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich derweil im Oktober verschlechtert. Im Euroraum (ER17) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 11,7 Prozent, nach 11,6 Prozent im Vormonat und 10,4 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,7 Prozent, im Vergleich zu 10,6 Prozent im September und 9,9 Prozent im Oktober 2011.

In London standen vor allem Burberry-Aktien auf der Verkaufsliste. Die Abschläge am Ende des FTSE 100 beliefen sich auf 2,3 Prozent. Spitzenreiter war ARM Holdings mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Der private Konsum in Frankreich hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE leicht verringert. Im Vormonatsvergleich gingen die Verbraucherausgaben um 0,2 Prozent zurück. Für September 2012 war keine Veränderung ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich der private Verbrauch um 0,5 Prozent. Im französischen Leitindex CAC 40 standen die Anteilsscheine von EADS mit einem Zugewinn von 2,4 Prozent als bester Wert hoch im Kurs. Die rote Laterne wurde derweil von Alcatel-Lucent mit einem Minus von 7,5 Prozent getragen. Im breiten Markt ging es für Valeo um 2,7 Prozent nach oben. Der Automobilzulieferer teilte mit, dass er seinen Geschäftsbereich Access Mechanisms Business für 223 Mio. Euro an das japanische Unternehmen U-Shin verkaufen wird. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden und soll spätestens am 31. März 2013 abgeschlossen sein.

Im schweizerischen Leitindex SMI konnten sich derweil Richemont mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent den Tag über an der Indexspitze halten. Dahinter ging es für Swatch Group um 1,5 Prozent nach oben, während auf dem letzten Platz Transocean um 0,7 Prozent nachgaben. Im österreichischen Leitindex ATX verschlechterten sich STRABAG (STRABAG SE) als zweitschwächster Wert um 2,7 Prozent. Der Baukonzern musste in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen und ist in die roten Zahlen gerutscht. Die Gesamtleistung verringerte sich daneben leicht. Mit dem Auslaufen des Baubooms in Polen war in diesem Land die größte Reduktion zu verzeichnen. Des Weiteren standen Abnahmen in Tschechien und in der Schweiz Erhöhungen in Deutschland und in Rumänien gegenüber. "Die Umstände in der Bauwirtschaft werden schwieriger, als wir es in den vergangenen Jahren gewohnt waren - das haben wir bereits anlässlich des Halbjahresberichts deutlich gemacht. Nun, nach weiteren drei Monaten, halten wir an dem Ziel einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 in etwa gleichbleibenden Leistung fest. Das operative Konzernergebnis 2012, das wir mit allenfalls 200 Mio. Euro prognostiziert haben, erscheint uns außerordentlich ambitioniert. Das vierte Quartal wird hierfür entscheidend sein - vor allem was den Verkehrswegebau, das Baustoffgeschäft und die Märkte Osteuropas anbelangt", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Peter Haselsteiner. Dahinter gaben Telekom Austria um 4,9 Prozent nach. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich unterdessen Conwert Immobilien mit einem Wertzuwachs von 2,9 Prozent wieder.

In Schweden verloren Skanska 0,9 Prozent an Wert. Der Baukonzern beteiligt sich an einem Immobilien-Projekt in den USA. So investiert die US-Tochter Skanska USA Commercial Developement 51 Mio. US-Dollar in das Büro-Projekt Stone34 in Seattle. Der Baubeginn soll noch im laufenden Jahr erfolgen, die Fertigstellung des als Büro- und Einzelhandelsgebäudes soll bis Mitte 2014 erfolgen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.575,25 (-0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.551,79 (-0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.866,82 (-0,06 Prozent) CAC40 (Paris): 3.557,28 (-0,33 Prozent) MIB (Mailand): 15.808,24 (-0,50 Prozent) SMI (Zürich): 6.820,60 (-0,12 Prozent) ATX (Wien): 2.301,99 (+0,25 Prozent) (30.11.2012/ac/n/m)

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