Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes haben den ersten Handelstag der neuen Woche mit leichten Abschlägen beendet. Dabei drückten Sorgen um eine globale Konjunktureintrübung auf die Kauflaune der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,34 Prozent auf 2.227,91 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,39 Prozent auf 2.413,86 Zähler nach.
Die europäischen Länderbörsen gingen ebenfalls größtenteils mit roten Vorzeichen in den Feierabend. Lediglich der italienische MIB schloss mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent.
Die Rezession in Euroland vertieft sich. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Juli 2012 erneut einen Rückgang. Der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur gibt das vierte Mal in Folge ab und fällt um 0,7 Punkte auf einen Indexstand von -29,6 Punkten. Dabei halten die Lagewerte mit -35,0 Punkten ihr schlechtes Vormonatsniveau, während die Sechs-Monatserwartungen um 1,5 Punkte nachgeben und mit -24,0 Punkten ein neues Jahrestief markieren.
Das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor hat sich im Juni nach Angaben der Banque de France leicht verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende Stimmungsindex auf 91 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Indexstand von 92 Punkten ausgewiesen worden war. Ferner bestätigten die Währungshüter ihren wirtschaftlichen Ausblick und gehen weiterhin davon aus, dass die französische Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpft.
Carrefour (Carrefour) stellt einem Medienbericht zufolge seine Expansionspläne in Indien zurück. Als Grund für die Verzögerungen beim geplanten Ausbau seiner Marktposition in Indien wurde in dem Bericht auf die möglichen Auswirkungen der schwachen Konjunktur auf den französischen Einzelhandelskonzern verwiesen. Der Titel des Einzelhandelskonzerns verschlechterte sich am Indexende des CAC 40 um 3,3 Prozent. Remy Cointreau fielen daneben im breiten Markt um 2,9 Prozent. Der Spirituosenhersteller verlautbarte, dass er sich derzeit in exklusiven Verhandlungen mit den Aktionären der Bruichladdich Distillery Company Ltd. hinsichtlich der möglichen Übernahme sämtlicher Anteile des Unternehmens befindet. Finanzielle Einzelheiten der potenziellen Transaktion wurden nicht genannt. Der erste Platz der Gewinnerliste im CAC 40 wurde von Vallourec mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent eingenommen.
Rolls-Royce Group (Rolls-Royce) hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde man damit beauftragt, die M250 Triebwerke, die in der Flotte von OH-58D Kiowa Warrior Aufklärungshubschraubern der U.S. Army zum Einsatz kommen, zu warten. Der Auftrag im Wert von 183 Mio. US-Dollar sieht die Wartung von insgesamt 500 Triebwerken vom Typ M250 vor, die in mehr als 300 Hubschraubern eingesetzt werden. Die Anteilsscheine des Triebwerksherstellers verteuerten sich um 1,0 Prozent. HSBC Europe, eine vollständige Tochtergesellschaft von HSBC Holdings , verkauft indes die HSBC Reinsurance Ltd. und die HSBC Insurance (Ireland) Ltd. an die Catalina Holdings (Bermuda) Ltd. Die Transaktion, die im Einklang mit der Konzernstrategie steht, soll den Angaben zufolge im dritten Quartal 2012 abgeschlossen werden. HSBC-Aktien verschlechterten sich um 0,8 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im britischen Leitindex FTSE 100 die Aktien von Meggitt mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent wieder, während auf dem letzten Platz IMI um 3,3 Prozent nachgaben.
Die Arbeitsmarktlage in der Schweiz hat sich im Juni 2012 stabilisiert. Dies gab das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) heute bekannt. So verharrte die schweizerische Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 2,7 Prozent gelegen hatte. Bester Wert im SMI waren SGS mit einem Plus von 1,0 Prozent, während sich die Investoren gleichzeitig bevorzugt von den Papieren von Richemont trennten, die am Indexende 3,3 Prozent an Wert einbüßten.
In Österreich verloren Wolford 2,3 Prozent an Wert. Das auf die Herstellung und den Vertrieb qualitativ hochwertiger Bein- und Körpermode spezialisierte Unternehmen konnte in den ersten drei Quartalen mit einem leichten Umsatzanstieg aufwarten, während das Ergebnis deutlich zurückging.
Skanska (Skanska) legten um 0,3 Prozent zu. Der Baukonzern hat in den USA einen weiteren Auftrag erhalten. Das Auftragsvolumen wurde auf 55 Mio. US-Dollar beziffert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.227,91 (-0,34 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.413,86 (-0,39 Prozent) FTSE 100 (London): 5.627,48 (-0,62 Prozent) CAC40 (Paris): 3.156,80 (-0,38 Prozent) MIB (Mailand): 13.812,65 (+0,59 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.688,30 (-0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.160,78 (-0,37 Prozent) ATX (Wien): 1.938,00 (-0,95 Prozent) (09.07.2012/ac/n/m)