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24.05.2011 19:36

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Börsen in Europa Schluss: Leichte Erholung, Schuldenkrise bleibt präsent

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Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem die US-Ratingagentur Fitch den Ausblick für das Kreditrating von Belgien am Vorabend von "stabil" auf "negativ" gesenkt hatte, war die EU-Schuldenkrise auch am Dienstag präsent und verhinderte eine deutlichere Erholung. Letztlich gingen die europäischen Börsen mit leichten Zugewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,25 Prozent auf 2.801,15 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte um 0,17 Prozent auf 2.580,23 Zähler zu. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbesserte sich um 0,23 Prozent auf 700,90 Stellen.

Die europäischen Länderbörsen verbuchten ebenfalls moderate Zugewinne. Lediglich der österreichische ATX konnte mit einem Plus von 0,7 Prozent etwas kräftiger zulegen.

Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im März 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat zurückgegangen. So verringerte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 1,8 Prozent, gegenüber einem Zuwachs um 0,5 Prozent im Februar. In der gesamten EU27 schrumpften die Auftragseingänge um 1,9 Prozent, wogegen sie zuvor um 1,0 Prozent angestiegen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone um 14,1 Prozent und in der EU27 um 11,3 Prozent zu. Im Februar waren Zuwächse von 21,5 bzw. 20,0 Prozent gemeldet worden.

Das britische Office for National Statistics (ONS) ermittelte im Rahmen des PSNB (Public Sector Net Borrowing)-Finanzierungsplans einen höheren Fehlbetrag für April 2011. So hatte die öffentliche Hand einen Finanzierungsbedarf (ohne Finanzinterventionen) in Höhe von 10,0 Mrd. Britischen Pfund (GBP), nach einem Minus von 7,3 Mrd. GBP im Vorjahresmonat. Die Prognose der Volkswirte hatte nur auf 6,5 Mrd. GBP gelautet.

Logica (LogicaCMG) gaben im breiten Markt um 0,4 Prozent nach. Der Konzern gab bekannt, dass er Himanshu Raja zum neuen CFO berufen hat. Den Angaben zufolge war Raja bereits bei mehreren multinationalen Telekombetreibern tätig, die letzten zehn Jahre bei der BT Group , der größten Telefongesellschaft in Großbritannien.

Marks & Spencer Group (MarksSpencer) verschlechterten sich als schwächster Wert im FTSE 100 um 2,9 Prozent. Der Kaufhauskonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern und profitierte dabei von Marktanteilsgewinnen sowohl im Bereich Bekleidung als auch im Lebensmittelsegment. Beim Ausblick gab sich der Konzern indes zurückhaltend. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr zum 2. April 2011 belief sich auf 612 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 526,3 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz nahm leicht um 2,1 Prozent auf 9,74 Mrd. GBP zu. Auf bereinigter Basis legte der Vorsteuergewinn von 694,6 Mio. GBP auf 714,3 Mio. GBP zu. Analysten waren hier im Vorfeld von einem Wert von 711 Mio. GBP ausgegangen. Auf Platz eins der Gewinnerliste rückten Fresnillo um 4,2 Prozent vor.

In der Schweiz meldete Nestlé einen Zukauf. So verlautbarte der Lebensmittelkonzern, dass die Nestlé Health Science S.A. die amerikanische Prometheus Laboratories Inc. übernimmt. Den Angaben zufolge ist Prometheus mit Sitz in San Diego auf Diagnostik und lizenzierte Spezialmedikamente bei gastroenterologischen Erkrankungen und Krebs spezialisiert und verfügt über ein Team hochqualifizierter medizinischer Vertreter. Das Unternehmen konzentriert sich u.a. auf entzündliche Darmerkrankungen, darunter Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Papiere von Nestlè verbesserten sich um 0,2 Prozent.

Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im SMI die Anteilsscheine von Transocean, die um 1,9 Prozent zulegen konnten, während sich die Anleger von den Aktien von Swiss Re trennten. Die Titel verbilligten sich am Indexende um 1,6 Prozent.

Im breiten Markt standen zudem die Aktien von Swiss Life mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent im Blick. Der Lebensversicherer stockt aufgrund der zusätzlichen Nachfrage seitens der Investoren seine kürzlich ausgegebene nachrangige Anleihe mit unbeschränkter Laufzeit um 75 Mio. CHF auf. Den Angaben zufolge ist die Anleihe fungibel mit der am 4. April 2011 begebenen, auf Schweizer Franken lautenden Hybridanleihe. Der Coupon wurde bis zum ersten Rückzahlungstermin im Oktober 2016 auf 5,25 Prozent festgelegt. Die Abwicklung erfolgt voraussichtlich am 20. Juni 2011.

Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 107 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem Wert von 109 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war ein Indexstand von revidiert 109 (vorläufig: 110) Punkten gemeldet worden.

ArcelorMittal (ArcelorMittal) rückten um 1,1 Prozent vor. Der größte Stahlkonzern der Welt verlautbarte, dass man eine Reihe von Management-Veränderungen vornehmen wird. Im CAC 40 verbuchten die Titel von PPR mit 2,3 Prozent die größten Zugewinne, während Natixis mit 1,5 Prozent die stärksten Abschläge verzeichneten.

Rosenbauer International (Rosenbauer International) musste im ersten Quartal erwartungsgemäß einen leichten Umsatzrückgang ausweisen, konnte das Konzernergebnis jedoch verbessern. So lag der Umsatz des Feuerwehr-Ausrüsters mit 107,3 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 114,2 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde hingegen beim Periodenergebnis ein Anstieg auf 5,3 Mio. Euro (Vorjahreswert: 4,6 Mio. Euro) ausgewiesen. Der Titel notiert auf Vortagesniveau. Sanochemia Pharmazeutika konnte indes im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 (1. Oktober 2010 bis 31. März 2011) Umsatz und Gewinn steigern. Dabei wirkten sich die konsequente Umsetzung des straffen Kostenmanagements, die kontinuierlichen Prozessverbesserungen und die ertragsorientierte Vertriebsaktivität im gesamten Konzern positiv aus. Das Papier ging nahezu unverändert aus dem Handel.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.801,15 (+0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.580,23 (+0,17 Prozent) EURONEXT 100: 700,90 (+0,23 Prozent) FTSE 100 (London): 5.858,41 (+0,39 Prozent) CAC40 (Paris): 3.916,88 (+0,25 Prozent) MIB (Mailand): 20.582,15 (+0,24 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.115,90 (+0,33 Prozent) SMI (Zürich): 6.454,29 (+0,26 Prozent) ATX (Wien): 2.724,90 (+0,72 Prozent) (24.05.2011/ac/n/m)

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