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28.07.2010 20:06

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Börsen in Europa Schluss: Leichte Verluste, Zahlenwelle im Blick

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen nach einem relativ ruhigen Handelsverlauf am Mittwoch mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,12 Prozent auf 2.766,11 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab 0,13 Prozent auf 2.497,93 Zähler nach. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) büßte 0,15 Prozent auf 662,93 Stellen.

Die europäischen Länderbörsen meldeten ebenfalls überwiegend leichte Abschläge. Lediglich der Schweizer SMI und der französische CAC 40 schlossen knapp im grünen Bereich. Etwas deutlichere Einbußen musste der britische FTSE 100 hinnehmen, der 0,9 Prozent nachgab.

Der Energie- und Erdgasversorger BG Group teilte mit, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 21 Prozent gesunken ist, was auf eine geringere Produktion und höhere Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 899 Mio. Dollar (+19 Prozent) und damit unter der Erwartungen der Analysten (996 Mio. Dollar). Der Umsatz nahm von 3,48 Mrd. Dollar auf 4,16 Mrd. Dollar zu. Die Aktie verlor 2,2 Prozent.

Für Titel des weltweit zweitgrößten Tabakkonzerns British American Tobacco (BAT) ging es um 0,5 Prozent nach unten. Der Konzern hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr leicht gesteigert. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt, nachdem Steuererhöhungen in der Türkei und in Australien die Verkaufszahlen belastet haben. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 1,53 Mrd. Britische Pfund (GBP), im Vergleich zu 1,45 Mrd. GBP im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,7 Mrd. GBP ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich um 7,6 Prozent auf knapp 7,3 Mrd. GBP.

Anteile der Billigfluglinie easyJet brachen um über 7 Prozent ein. Die Airline konnte im dritten Quartal mit einem Umsatzplus aufwarten. So stiegen die Erlöse um 5,3 Prozent auf 759,2 Mio. GBP. Die Zahl der beförderten Passagiere erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 12,3 Millionen, wobei der Sitzladefaktor um 1,4 Prozentpunkte auf 86,1 Prozent verbessert werden konnte. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Ergebnisprognose bestätigt.

Peugeot (Peugeot) sackten im CAC40 in Paris um 4 Prozent ab. Dabei hat der Automobilkonzern im ersten Halbjahr einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet, was mit einer weltweit steigenden Fahrzeugnachfrage und hinzugewonnenen Marktanteilen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 680 Mio. Euro, im Vergleich zu einem Verlust von 962 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 416,7 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz stieg um 20,8 Prozent auf 28,39 Mrd. Euro.

ArcelorMittal (ArcelorMittal) verloren 2 Prozent. Wie der größte Stahlkonzern der Welt bekannt gab, hat er im zweiten Quartal einen Milliardengewinn gegenüber einem Vorjahresverlust erwirtschaftet, was mit höheren Metallpreisen und einer gestiegenen Stahlnachfrage zusammenhängt. Zudem prüfe der Konzern derzeit den Spin-Off seiner Stainless-Steel-Sparte. Der Nettogewinn belief sich auf 1,70 Mrd. Dollar, gegenüber einem Verlust von 792 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 15,18 Mrd. Dollar auf 21,65 Mrd. Dollar.

Der Baukonzern Vinci (-0,1 Prozent) hat seine Erlöse im zweiten Quartal um 9,6 Prozent auf 8,97 Mrd. Euro gesteigert. Auf vergleichbarer Basis belief sich der Anstieg auf 0,8 Prozent. Wie der Luxusgüterkonzern LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton) erklärte, konnte er Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigern. Demnach belief sich der Konzernumsatz auf 9,1 Mrd. Euro, im Vergleich zu 7,81 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn konnte von 687 Mio. Euro auf 1,05 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Vinci-Aktie ging mit leichten Abschlägen aus dem Handel.

Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat im ersten Quartal wieder einen Überschuss erzielt. Wie das Unternehmen mitteilte, erhöhten sich die Umsatzerlöse um 10,7 Prozent auf 5,72 Mrd. Euro. Dabei wurde ein Nettogewinn von 736 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 426 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Air France-KLM verteuerten sich um 1 Prozent.

Wie die spanische Großbank BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) mitteilte, hat sie im zweiten Quartal einen um 18 Prozent geringeren Gewinn erwirtschaftet, was u.a. auf höhere Rückstellungen für faule Kredite zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 1,29 Mrd. Euro, gegenüber 1,56 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,23 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen blieben mit 3,55 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau (3,59 Mrd. Euro). BBVA gaben im IBEX 35 um 0,5 Prozent nach.

Der italienische Öl- und Erdgaskonzern Eni verbuchte im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg. Unter dem Strich verzeichnete man einen Nettogewinn von 1,82 Mrd. Euro, nach 832 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Nettogewinn bei 1,63 Mrd. Euro. Eni verloren im MIB 0,6 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.766,11 (-0,12 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.497,93 (-0,13 Prozent) EURONEXT 100: 662,93 (-0,15 Prozent) FTSE 100 (London): 5.319,68 (-0,86 Prozent) CAC40 (Paris): 3.670,36 (+0,11 Prozent) MIB (Mailand): 21.082,06 (-0,36 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.643,90 (-0,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.277,49 (+0,04 Prozent) ATX (Wien): 2.480,02 (-0,13 Prozent) (28.07.2010/ac/n/m)

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