Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am Mittwoch an ihre morgendlichen Gewinne anknüpfen und trotz eines schwachen Mittagshandels mit Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,40 Prozent auf 2.866,23 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 stieg indes 0,56 Prozent auf 2.566,07 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbesserte sich um 0,61 Prozent auf 701,41 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten ebenfalls deutlich im Plus.
Im FTSE 100 waren Papiere von J. Sainsbury (J Sainsbury) die Top-Verlierer im britischen Leitindex. Der Abschlag lag bei 5,4 Prozent. Die drittgrößte britische Supermarktkette meldete heute, dass sich ihr Umsatzwachstum im vierten Quartal verlangsamt hat. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt. Titel von ITV und Aviva verloren 5,2 Prozent bzw. 3,2 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen Kazakhmys mit einem Zugewinn von 4,5 Prozent ganz oben, gefolgt von Essar Energy (+4,2 Prozent). Der Öl- und Gaskonzern Cairn Energy meldete bereits gestern, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund eines Rekordumsatzes einen drastischen Gewinnsprung erzielen konnte. Die Aktie gewann heute 3 Prozent. Gut 1,4 Prozent konnten Aktien des Technologiekonzerns Smiths Group vorrücken. Der weltgrößte Hersteller von Sicherheits-Scannern für Flughäfen gab heute bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich gestiegen ist. Zudem gab sich der Konzern zuversichtlich für das Gesamtjahr.
Im französischen CAC 40 konnten Titel von EADS um 1,9 Prozent zulegen und standen damit lange Zeit an der Spitze des Index. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete bereits gestern, dass Airbus Military in Deutschland und Großbritannien weitere vollständige Tochtergesellschaften gründet. Zudem hat die Sparte eine neue Führungsspitze in Frankreich ernannt. Hauptsächlich gefragt waren mit jeweils +2 Prozent Anteilsscheine von Unibail-Rodamco und Lafarge. Alstom tendierten 0,1 Prozent fester. Der Industriekonzern teilte ebenfalls bereits gestern mit, dass er in seinem Werk im deutschen Salzgitter 700 Stellen streichen will. Top-Verlierer im CAC 40 war die Société Générale mit einem Minus von 0,8 Prozent, gefolgt von Accor (-0,6 Prozent).
In Madrid verteuerten sich Papiere von Inditex um rund 6 Prozent. Der größte Bekleidungshändler in Europa meldete, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 32 Prozent gestiegen ist, was vor allem mit starken Umsätzen in Asien zusammenhängt. Für das Geschäftsjahr 2010 will der Konzern eine Dividende in Höhe von 1,60 Euro pro Aktie ausschütten, was einer Anhebung zum Vorjahr um 33 Prozent entspricht. Der spanische Einzelhändler zählte Ende 2010 mehr als 5.000 Geschäfte weltweit. Für 2011 ist geplant, insgesamt 460 bis 500 neue Geschäfte zu eröffnen.
Die italienische Großbank UniCredit (UniCredito Italiano) meldete, dass ihr Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was auf höhere Sonderbeastungen, vor allen aufgrund einer Abschreibung in Deutschland, zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten aufgrund eines einmaligen Steuerertrags jedoch geschlagen werden. Die Aktie von UniCredit gewann in Mailand 2,2 Prozent.
Im schweizerischen SMI zogen Nestlé um 1,8 Prozent an, während sich am Ende Swatch Group um 1,3 Prozent verbilligten. 0,6 Prozent fester präsentierten sich Aktien von ABB . Der Mischkonzern meldete heute, dass er von der Power Grid Corp. of India Ltd. (PGCIL) den Zuschlag für die Lieferung eines Ultrahochspannungs-Übertragungssystems im Wert von rund 900 Mio. US-Dollar erhalten hat.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.866,23 (+0,40 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.566,07 (+0,56 Prozent) EURONEXT 100: 701,41 (+0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.795,88 (+0,58 Prozent) CAC40 (Paris): 3.913,73 (+0,54 Prozent) MIB (Mailand): 21.698,38 (+0,66 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.638,00 (+0,59 Prozent) SMI (Zürich): 6.256,06 (+0,47 Prozent) ATX (Wien): 2.842,08 (+0,64 Prozent) (23.03.2011/ac/n/m)