21.11.2012 20:39
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Börsen in Europa-Schluss: Leichte Zugewinne, Griechenland im Fokus

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigen sich am Mittwoch in leicht besserer Verfassung. Die Tatsache, dass sich die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds nicht auf eine rasche Auszahlung von Milliardenhilfen für Griechenland einigen konnten, belastete allerdings das Marktgeschehen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 0,40 Prozent auf 2.519,68 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte um 0,21 Prozent zu auf 2.511,25 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen mehrheitlich Zugewinne aus.

Das britische Office for National Statistics (ONS) ermittelte im Rahmen des PSNB (Public Sector Net Borrowing)-Finanzierungsplans einen geringeren Fehlbetrag für Oktober 2012. So hatte die Öffentliche Hand einen Fehlbetrag (ohne Finanzinterventionen) in Höhe von 8,6 Mrd. Britischen Pfund (GBP), nach einem Finanzierungsbedarf von 12,8 Mrd. GBP im Vorjahresmonat. Die Prognose der Volkswirte hatte auf ein Minus von 6,0 Mrd. GBP gelautet. Johnson Matthey brachen als Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE 100 um 5,8 Prozent ein. Der Katalysatoren-Hersteller musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz verringerte sich daneben deutlich. Ohne die Berücksichtigung von Edelmetall-Verkäufen verbesserten sich die Umsatzerlöse allerdings leicht. Wie der Konzern weiter ausführte, geht man für das zweite Halbjahr von einer vergleichbaren Ergebnisentwicklung wie in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres aus. Derweil ging es für Compass Group um 1,3 Prozent nach unten. Der weltgrößte Catering-Konzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz höherer Umsätze einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf gestiegene operative Kosten. Die Jahresdividende wurde aber erhöht. Zudem wurde ein neuer Aktienrückkauf angekündigt.

Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) plant Presseangaben zufolge jährliche Investitionen in Höhe von rund 1 Mrd. US-Dollar in China. Wie es unter Berufung auf CEO Peter Voser heißt, will der Ölkonzern die Summe in sein Upstream-Geschäft in China investieren, um der steigenden Nachfrage nach Erdgas im Reich der Mitte Rechnung zu tragen. Die Anteilsscheine gewannen 0,2 Prozent an Wert. Daily Mail and General Trust (DMGT) (Daily MailGeneral Trus a) tendierten 0,2 Prozent fester. Der Herausgeber der "Daily Mail" hat ein Abkommen zum Verkauf seines regionalen Zeitungsgeschäfts Northcliffe Media an Local World geschlossen. DMGT erhält im Rahmen der Transaktion 52,5 Mio. Britische Pfund (GBP) in bar sowie eine 38,7-prozentige Beteiligung an Local World. Größter Gewinner im FTSE 100 war derweil BG Group mit einem Plus von 2,8 Prozent.

In Paris rückten Veolia Environnement um 1,3 Prozent vor. Der Umweltkonzern hat den Verkauf seiner Feststoffabfall-Aktivitäten in den USA an die ADS Waste Holdings, die Eigentümerin der Advanced Disposal Services Inc. und der Interstate Waste Services Inc., für 1,91 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Durch den Abschluss der Transaktion haben sich den Angaben zufolge die Nettoverbindlichkeiten des Veolia-Konzerns um rund 1,84 Mrd. US-Dollar reduziert. Besser lief es im CAC 40 u.a. für Vallourec und Renault mit Wertzuwächsen von 5,2 bzw. 3,5 Prozent. Am Ende des Index gaben Lafarge 5,1 Prozent nach.

Der schweizerische Energie- und Automationstechnikspezialist ABB hat einen Großauftrag erhalten. So wurde der Konzern mit der Lieferung von Stromversorgungs-Equipment für eine Raffinerie in Kasachstan beauftragt. Unter anderem umfasst der Auftrag die Lieferung von 220kV- und 6kV-Schaltanlagen, Leistungsschaltern, Messwandlern und Leistungstransformatoren. Damit soll die Stromversorgung für einen neuen Produktionsabschnitt einer Raffinerie in der kasachischen Stadt Atyrau sichergestellt werden. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 11 Mio. US-Dollar beziffert. Die Aktie von ABB gewann 0,8 Prozent hinzu. An der Spitze des SMI legten Zurich Insurance 1,3 Prozent zu, während am Ende Holcim 1,5 Prozent nachgaben.

Zahlen wurden heute auch aus Österreich gemeldet. Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment gaben um 0,8 Prozent nach, nachdem der Ölfeldservicedienstleister vermeldete, dass man in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ertrag einen neueren Rekord erwirtschaftet hat. Ferner geht das Unternehmen aus heutiger Sicht weiterhin von einem anhaltend positiven Marktumfeld aus. Allerdings muss den Unternehmensangaben zufolge mit einem vorübergehend abwartenden Investitionsverhalten der Kunden gerechnet werden. Ferner will der österreichische Feuerwehr-Ausrüster Rosenbauer (Rosenbauer International) im Ausland expandieren und kündigte dazu einen Zukauf an. Demnach beabsichtigt der Konzern den Erwerb einer 90-prozentigen Beteiligung an der slowenischen Mettis International d.o.o. Das slowenische Unternehmen fertigt in Gornja Radgona (Oberradkersburg) Feuerwehrfahrzeuge. Mit rund 60 Mitarbeitern erzielte Mettis im Jahr 2011 einen Umsatz von 6,4 Mio. Euro. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Die Aktie von Rosenbauer legte minimal zu.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.519,68 (+0,40 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.511,25 (+0,21 Prozent) FTSE 100 (London): 5.752,03 (+0,07 Prozent) CAC40 (Paris): 3.477,36 (+0,44 Prozent) MIB (Mailand): 15.394,62 (+0,82 Prozent) SMI (Zürich): 6.643,70 (+0,37 Prozent) ATX (Wien): 2.191,04 (-0,46 Prozent) (21.11.2012/ac/n/m)

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