Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am Mittwoch ihre anfänglichen Verluste im Handelsverlauf hinter sich lassen und mit Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,50 Prozent auf 2.851,52 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verteuerte sich um 0,34 Prozent auf 2.559,52 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 rückte indes um 0,29 Prozent vor auf 688,62 Stellen. Die europäischen Länderbörsen meldeten ebenfalls grüne Vorzeichen.
Zahlen gab es aus dem Dow Jones EURO STOXX 50 heute vom spanischen Energieversorger Iberdrola . Das Unternehmen verbuchte in den ersten neun Monaten einen Gewinnanstieg. Der Umsatz verbesserte sich um 16,1 Prozent auf 22,98 Mrd. Euro. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn um 2 Prozent auf 2,07 Mrd. Euro. Um Einmaleffekte bereinigt verbesserte sich der Nettogewinn im Vorjahresvergleich um 6,7 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro. Die Aktie gab am Ende um 0,1 Prozent nach.
Sanofi-Aventis gab bekannt, dass die Hart-Scott Rodino-Frist für das Übernahmeangebot für den US-Biotechnologiekonzern Genzyme verstrichen ist. Unternehmensangaben zufolge wurde mit Ablauf der Wartefrist, in der die Wettbewerbsbehörden den geplanten Zusammenschluss prüfen, ein wichtiger Schritt im Übernahmeprozess gemacht. Sanofi-Aventis hatte 4. Oktober angeboten, alle ausstehenden Genzyme-Stammaktien für 69,00 Dollar in bar zu erwerben. Das Papier von Sanofi-Aventis schloss unverändert. Die Aktien von Peugeot verteuerten sich hingegen im CAC40 um 0,9 Prozent. Das Unternehmen gab bekannt, dass sein Umsatz im dritten Quartal um 10,3 Prozent auf 12,99 Mrd. Euro gestiegen ist. Analysten hatten zuvor Erlöse in Höhe von 12,3 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Auf vergleichbarer Basis lag das Umsatzwachstum bei 4,3 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Renault liegen derzeit mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent an der Spitze der Gewinnerliste. Ferner gewannen Schneider Electric nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen 1,4 Prozent hinzu. Der Elektrotechnikkonzern meldete, dass sein Umsatz im dritten Quartal deutlich gestiegen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen. Der Umsatz erhöhte sich um 37,9 Prozent auf 5,45 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von Erlösen von 5,09 Mrd. Euro ausgegangen. Das organische Wachstum belief sich im Berichtszeitraum auf 11,9 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einer bereinigten EBITA-Marge von 15,5 bis 16 Prozent (zuvor: rund 15,5 Prozent).
Das britische Office for National Statistics (ONS) ermittelte im Rahmen des PSNB (Public Sector Net Borrowing)-Finanzierungsplans einen gestiegenen Fehlbetrag für September. Demnach hatte die öffentliche Hand einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 16,2 Mrd. Britischen Pfund (GBP), nach einem Minus von 15,5 Mrd. GBP im Vorjahresmonat. Die Prognose der Volkswirte hatte hingegen auf 14,3 Mrd. GBP gelautet. Im FTSE 100 konnten die Papiere des Pharmakonzerns Smith & Nephew an der Indexspitze um 3,2 Prozent zulegen. Ferner standen auch Rohstoffwerte auf der Einkaufsliste. So belegten Rio Tinto, BHP Billiton, Anglo American, Xstrata, Eurasian und Vedanta ebenfalls weitere Spitzenplätze im britischen Leitindex. Am Indexende gaben BAE Systems 3,8 Prozent nach. Im SMI notierten Adecco als bester Wert mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent, während am Indexende Transocean 2,2 Prozent abgaben.
Der schwedische Telekommunikationskonzern Tele2 (Tele2 AB (B)) konnte seinen Gewinn im dritten Quartal bei einem leichten Umsatzzuwachs deutlich steigern. Das Papier verteuerte sich um 3,8 Prozent. Des Weiteren verbuchte die schwedische Svenska Handelsbanken (Svenska Handelsbanken (A, FRIA)) im dritten Quartal einen leichten Ergebnisanstieg. So lag der Nettogewinn nach Anteilen Dritter mit 2,71 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK) um 11 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei den Gesamteinnahmen wurde aufgrund eines Rückgangs von 5 Prozent bei den Zinseinnahmen ein leichtes Minus von 3 Prozent auf 7,51 Mrd. SEK verzeichnet. Die Aktie gab 2,1 Prozent ab. Der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom musste im dritten Quartal trotz gestiegener Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Das Papier legte um 2,8 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.851,52 (+0,50 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.559,52 (+0,34 Prozent) EURONEXT 100: 688,62 (+0,29 Prozent) FTSE 100 (London): 5.728,93 (+0,44 Prozent) CAC40 (Paris): 3.828,15 (+0,55 Prozent) MIB (Mailand): 21.425,79 (+0,91 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.896,90 (+0,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.477,20 (+0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.679,95 (+0,11 Prozent) (20.10.2010/ac/n/m)