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07.10.2010 20:29

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Börsen in Europa-Schluss: Leichte Zugewinne nach EZB-Entscheidung

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen konnten am Donnerstag nach der Entscheidung der EZB, die Leitzinsen unverändert zu belassen, leicht im Plus aus dem Handel gehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,25 Prozent auf 2.786,88 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 kletterte um 0,01 Prozent nach oben auf 2.515,27 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zog um 0,14 Prozent an auf 680,14 Stellen. Die europäischen Länderbörsen lagen mehrheitlich im Plus.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet und gehen auch für das weitere Jahr von unveränderten Zinsen aus. Heute Nachmittag steht die Pressekonferenz der EZB an, von der sich Marktteilnehmer Signale über den weiteren Kurs der EZB erhoffen. Die Bank of England hat den Leitzinssatz auf seinem historischen Tief von 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter waren im Vorfeld von dieser Entscheidung ausgegangen. Wie die britische Notenbank weiter mitteilte, wurde das Anleihen-Rückkaufprogramm im Gesamtvolumen von 200 Mrd. Britischen Pfund (GBP) ebenfalls unverändert gelassen.

Die Aktie von Marks & Spencer (MarksSpencer) gewann im FTSE100 rund 4,5 Prozent hinzu. Der größte Bekleidungshändler Großbritanniens hat das Umsatzwachstum im zweiten Quartal beschleunigt, was vor allem auf gewonnene Marktanteile zurückgeführt wird. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Demnach stiegen die vergleichbaren UK-Umsätze um 5,3 Prozent, während Analysten zuvor von einem Anstieg um 3,6 Prozent ausgegangen waren. Der Bierkonzern SABMiller befindet sich Presseangaben zufolge in Gesprächen zur Übernahme der afrikanischen Bieraktivitäten des französischen Getränkekonzerns Castel. Die mögliche Transaktion habe ein Volumen von 6 Mrd. Britischen Pfund (GBP). Papiere von SABMiller bewegten sich mit 1,0 Prozent im Minus. Aufschläge von knapp 1,6 bzw. 2,1 Prozent waren bei Burberry und GlaxoSmithKline auszumachen, während Kazakhmys an letzter Position 1,9 Prozent verloren.

Ferner gaben Anteile von Air France-KLM 0,6 Prozent nach. Unternehmensangaben zufolge wurden im Berichtszeitraum insgesamt 6,328 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 6,237 Millionen einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 83,8 Prozent, nach 81,9 Prozent im entsprechenden Vorjahresmonat. Ferner gaben TomTom 2,8 Prozent ab. An der Indexspitze bewegten sich Papiere von ArcelorMittal mit 1,1 Prozent im Plus.

Anteile von Zurich Financial Services (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) kletterten im Schweizer SMI um 0,8 Prozent nach oben. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass er und seine Tochter Farmers Group (FGI) im Grundsatz einem vorgeschlagenen umfassenden Vergleich im Fall Fogel vs. FGI, einer am Superior Court in Los Angeles anhängigen landesweiten Sammelklage, zugestimmt haben. Die Bedingungen des Vergleichs sehen die Auszahlung einer Summe von 455 Mio. Dollar an bis zu 13 Millionen Versicherungsnehmer vor, die im Rahmen des Vergleichs anspruchsberechtigt sein könnten. Aktien von Actelion gewannen an der Spitze 5 Prozent hinzu.

Papiere von Renault schossen im französischen CAC40 um 8,5 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hat mit dem Verkauf von Volvo-Anteilen 3 Mrd. Euro erlöst. Auf der Gegenseite stürzten Unibail-Rodamco um fast 11 Prozent ab.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.786,88 (+0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.515,27 (+0,01 Prozent) EURONEXT 100: 680,14 (+0,14 Prozent) FTSE 100 (London): 5.662,13 (-0,34 Prozent) CAC40 (Paris): 3.770,47 (+0,15 Prozent) MIB (Mailand): 20.691,90 (+0,60 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.740,30 (+0,37 Prozent) SMI (Zürich): 6.375,58 (+0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.636,39 (+0,50 Prozent) (07.10.2010/ac/n/m)

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