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18.08.2011 19:48

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Börsen in Europa-Schluss: Rezessionssorgen führen zu herben Kurseinbußen

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Paris (aktiencheck.de AG) - Vor dem Hintergrund einer extrem nervösen Marktstimmung und neu aufgekommener Rezessionssorgen haben die wichtigsten europäischen Börsen am Donnerstag kräftige Kurseinbußen ausgewiesen. Im Handelsverlauf drückten erneut schwache US-Konjunkturdaten auf die Stimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 5,34 Prozent auf 2.206,61 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 4,32 Prozent auf 2.161,57 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten im Minus.

Die Produktion im Europäischen Baugewerbe ist im Juni nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde gefallen. Demnach sank die saisonbereinigte Produktion im Baugewerbe im Juni gegenüber dem vorherigen Monat im Euroraum um 1,8 Prozent und in der EU27 um 1,3 Prozent. Im Mai stieg die Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 0,1 Prozent an und blieb in der EU27 stabil. Im Vergleich zum Juni 2010 hat die Produktion im Euroraum im Juni 2011 um 11,3 Prozent und in der EU27 um 8,1 Prozent abgenommen.

Der australische Bierbrauer Foster`s Group (Fosters Group) hat das Übernahmeangebot seines britischen Konkurrenten SABMiller erneut abgelehnt. Die Aktie von SABMiller verschlechterte sich um 6 Prozent. Im FTSE 100 gaben ansonsten alle Titel nach. Associated British Foods gaben lediglich 0,3 Prozent nach. Größter Verlierer war in London Royal Bank of Scotland und Barclays mit einem Minus von 11,3 bzw. 11,5 Prozent.

Auch in Paris dominierte die Farbe Rot. Die geringsten Abschläge verbuchten Essilor (-2,1 Prozent) und Air Liquide (-2,4 Prozent). Schwächster Titel waren auch hier die Finanzaktien. Société Générale brachen um 12,3 Prozent ein. Dahinter folgten Vallourec (-9,8 Prozent) und Accor (-9,4 Prozent).

In der Schweiz standen die Anteilsscheine von Holcim als drittschwächster Wert im SMI mit einem Abschlag von 8 Prozent deutlich unter Druck. Der Zementhersteller musste im zweiten Quartal angesichts der Stärke des Schweizer Frankens einen Gewinnrückgang ausweisen. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter konnte indessen verbessert werden. Der Nettoverkaufsertrag lag mit 10,14 Mrd. Schweizer Franken (CHF) unter dem Vorjahreswert von 10,90 Mrd. CHF. Das betriebliche EBITDA verringerte sich deutlich auf 1,90 Mrd. CHF, nach 2,34 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum, was einem Minus von 19,0 Prozent entspricht. Beim Konzerngewinn wurde ein Rückgang auf 586 Mio. CHF ausgewiesen, nach 611 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Aktionäre Holcim Ltd erhöhte sich hingegen aufgrund der relativ hohen Minderheitsanteilen bei den großen Konzerngesellschaften in Indien um 8 Prozent auf 357 Mio. CHF. Noch größere Abschläge verbuchten hier die UBS und die Credit Suisse, die jeweils rund 8,4 Prozent nachgaben. Am besten konnten sich noch Roche Holding mit einem Verlust von 2,2 Prozent behaupten.

In Österreich verschlechterten sich Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment um 7,6 Prozent. Der Ölfeldservicedienstleister hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis gesteigert. So lag der Umsatz mit 194,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 127,6 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 40,1 Mio. Euro, nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 23,6 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben geht es für die Aktie des Stahlkonzerns voestalpine um 8,2 Prozent nach unten, nachdem man im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessern konnte. So lag der Umsatz mit 3,05 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,56 Mrd. Euro. Unter dem Strich verzeichnete voestalpine beim Überschuss einen Anstieg auf 209,6 Mio. Euro, nach 121,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat man den Angaben zufolge im ersten Quartal von einer anhaltend hohen Nachfrage aus allen wichtigen Kundenbranche profitieren können. Die bereits im vergangenen Geschäftsjahr spürbare, solide Nachfrageentwicklung aus den Sektoren Automobil-, Bus- und Nutzfahrzeugbau, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie sowie dem Energiebereich, aber auch das stabile Umfeld in der Eisenbahninfrastruktur (mit der einzigen Ausnahme des Standardschienengeschäftes) hat sich fortgesetzt. Größter Verlierer im ATX war Intercell mit einem Minus von 10,9 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.206,61 (-5,34 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.161,57 (-4,32 Prozent) FTSE 100 (London): 5.092,23 (-4,49 Prozent) CAC40 (Paris): 3.076,04 (-5,48 Prozent) MIB (Mailand): 14.970,42 (-6,15 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.317,70 (-4,70 Prozent) SMI (Zürich): 5.196,00 (-4,15 Prozent) ATX (Wien): 2.124,31 (-5,24 Prozent) (18.08.2011/ac/n/m)

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