Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen beendeten die Handelswoche im Minus. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verlor zuletzt 0,22 Prozent auf 2.674,46 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab daneben um 0,11 Prozent auf 2.421,81 Zähler nach. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 ging es um 0,36 Prozent nach unten auf 636,97 Stellen. Die europäischen Länderbörsen schlossen mehrheitlich im Minus.
Das europäische Statistikamt Eurostat hat seine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2009 vorgelegt, wonach die Wirtschaft leicht angewachsen ist. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das BIP in der Eurozone (EZ16) um 0,1 Prozent und in der gesamten Europäischen Union (EU27) ebenfalls um 0,1 Prozent. Dagegen ist die Industrieproduktion in der Eurozone im Dezember gesunken. Auf Monatssicht fiel die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ16) um 1,7 Prozent. In der gesamten Europäischen Union (EU27) sank die Erzeugung um 1,9 Prozent.
Laut Angaben der Statistikbehörde Insee hat sich das französische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal beschleunigt. Demnach verzeichnete man beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde ein BIP-Rückgang von 2,2 Prozent ausgewiesen, was dem stärksten Minus seit dem Zweiten Weltkrieg entspricht. Im dritten Quartal 2009 hatte die französische Volkswirtschaft gegenüber dem Vorquartal einen BIP-Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnet.
Zu den Gewinnern im Leitindex CAC40 zählten Anteile von Air Liquide mit einem Plus von 0,8 Prozent. Pernod Ricard legten um knapp 1 Prozent und EDF um 0,7 Prozent zu. Renault und Peugeot verloren jeweils mehr als 4 Prozent. Michelin (Compagnie Générale d Etablissements Michelin SCPA) büßten knapp 3 Prozent ein. Der Reifenhersteller hat 2009 einen Umsatzrückgang um knapp 10 Prozent auf 14,81 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Das Nettoergebnis ist regelrecht eingebrochen um rund 71 Prozent auf 104 Mio. Euro. Hintergrund waren deutlich gestiegenen Restrukturierungskosten sowie eine schwache Reifennachfrage. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 121 Mio. Euro ausgegangen.
Wie der italienische Öl- und Erdgaskonzern Eni bekannt gab, hat er im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt, was auf höhere Erdölpreise zurückzuführen ist. Indes wurde die Dividende gekürzt. Demnach belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 641 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 874 Mio. Euro im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte fiel der Gewinn um 28,7 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,22 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz ging um 9,6 Prozent auf 22,19 Mrd. Euro zurück. Eni legten im MIB in Mailand 1,5 Prozent zu.
Nach anfänglichen Gewinnen standen Rohstoffwerte in London deutlich unter Druck. Unter anderem verloren Vedanta 2,5 Prozent, Fresnillo 1,4 Prozent und Antofagasta 1,8 Prozent. Lloyds büßten 3,2 Prozent ein. Außerdem verloren Barclays rund 1 Prozent und RBS knapp 2 Prozent.
Im Schweizer SMI lagen Nestlé mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent vorn. Daneben gewannen Syngenta 1,8 Prozent. Novartis lagen knapp im Plus, während Roche geringfügig abgaben. Swiss Life knickten um 1,3 Prozent ein.
Am kommenden Montag werden unter anderem die Zahlen zum italienischen Außenhandel für Dezember 2009 veröffentlicht.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.674,46 (-0,22 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.421,81 (-0,11 Prozent) EURONEXT 100: 636,97 (-0,36 Prozent) FTSE 100 (London): 5.142,45 (-0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.599,07 (-0,49 Prozent) MIB (Mailand): 21.035,91 (-0,19 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.224,90 (-0,55 Prozent) SMI (Zürich): 6.416,20 (+0,20 Prozent) ATX (Wien): 2.449,57 (-0,80 Prozent)
(12.02.2010/ac/n/m)