Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes mussten am Montag mit Abschlägen in die neue Woche starten. Dabei stand vor allem das neue Griechenland-Rettungspaket im Fokus der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,42 Prozent auf 2.513,06 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 0,21 Prozent auf 2.481,16 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigten ebenfalls eine negative Tendenz.
Wie das Conference Board heute mitteilte, haben sich die Frühindikatoren der Eurozone im Januar 2012 erhöht. Demnach kletterten die Frühindikatoren gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Für Dezember war ein Plus von 0,4 Prozent ausgewiesen worden.
In Großbritannien standen im FTSE 100 Papiere von HSBC mit -3,7 Prozent auf dem drittletzten Platz. Die Großbank gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts gesunkener Rückstellungen für Kreditausfälle steigern konnte. Zudem profitierte das Ergebnis von einem Einmalertrag sowie einem starken Wachstum in Asien und Lateinamerika. Die Erwartungen der Analysten wurden damit erfüllt. Noch höhere Verluste mussten lediglich Pearson (-3,8 Prozent) und Essar Energy (-14,6 Prozent) hinnehmen. Der Verlagskonzern Pearson meldete, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts eines herausfordernden Umfelds gesunken ist. Auf operativer Ebene wurde jedoch ein Ergebnisplus erzielt, was vor allem mit einem starken Wachstum der Digital-Umsätze sowie verbesserten Margen zusammenhängt. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern trotz schwieriger Bedingungen von einem anhaltenden Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis aus. Mit einem Minus von 1,6 Prozent fanden sich tendierten AB Foods (Associated British Foods) ebenfalls im unteren Indexdrittel. Der Lebensmittelhersteller veröffentlichte sein Trading Update für das laufende erste Halbjahr zum 3. März 2012. So werden sich die Halbjahresergebnisse im Rahmen der Erwartungen entwickeln, wobei alle Segmente ein Umsatzwachstum beisteuern werden. Der bereinigte operative Gewinn des Konzerns wird über dem Vorjahreswert liegen und von einer besonders starken Performance des Sugar-Segments profitieren. Das Ergebnis pro Aktie dürfte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres leicht über dem Vorjahr ausfallen. BP (+1,1 Prozent) profitierte von dem Umstand, dass ein Prozess um die Ölpest im Golf von Mexiko verschoben wurde. Größter Gewinner im britischen Leitindex war die Bunzl-Aktie mit einem Plus von 2,3 Prozent.
In Frankreich gab die Statistikbehörde Insee bekannt, dass die französischen Erzeugerpreise im Januar 2012 angewachsen sind. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,6 Prozent, gegenüber einem leichten Preisrückgang von 0,1 Prozent im Dezember. Gegenüber dem Vorjahresmonat zogen die Erzeugerpreise um 4,2 Prozent an. Im CAC 40 lagen Safran mit einem Plus von 0,6 Prozent an der Indexspitze. Größte Verlierer waren Anteilsscheine von Peugeot und Credit Agricole, die sich um 3,5 Prozent verbilligten und damit die rote Laterne im französischen Leitindex tragen.
In der Schweiz zogen im SMI Anteilsscheine von Transocean um 4,6 Prozent an und standen damit ganz oben. Der Ölbohrkonzern musste im vierten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse angesichts hoher Einmaleffekte einen deutlichen Verlust ausweisen. Roche geben 0,4 Prozent ab. Der Medizintechnikkonzern hat sein feindliches Übernahmeangebot für den US-Konzern Illumina verlängert. Am Ende des schweizerischen Leitindex büßten Novartis 3,5 Prozent an Wert ein.
Titel von Ahold gewannen 0,9 Prozent. Der niederländische Einzelhandelskonzern gab heute bekannt, dass er die Website bol.com für 350 Mio. Euro in bar von Cyrte Investments und NPM Capital übernehmen wird. Den Angaben zufolge handelt es sich bei bol.com um einen Online-Händler in den Niederlanden, der 3,4 Millionen aktive Kunden bedient. Dabei wird eine breite Palette an Produkten angeboten, wobei die Kategorien Bücher, Unterhaltung, Elektronik und Spielwaren umfassen. In 2011 erwirtschaftete die Website einen Umsatz von 355 Mio. Euro.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.513,06 (-0,42 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.481,16 (-0,21 Prozent) FTSE 100 (London): 5.915,55 (-0,33 Prozent) CAC40 (Paris): 3.441,45 (-0,74 Prozent) MIB (Mailand): 16.308,60 (-1,08 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.537,20 (+0,11 Prozent) SMI (Zürich): 6.143,92 (-0,65 Prozent) ATX (Wien): 2.196,29 (-0,74 Prozent) (27.02.2012/ac/n/m)