26.11.2012 20:34
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Börsen in Europa-Schluss: Schwacher Wochenauftakt

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes starteten am Montag mit Abschlägen in die neue Woche. Im Blickfeld der Investoren stand dabei der Sondergipfel der Euro-Finanzminister zum Thema Griechenland. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,57 Prozent auf 2.542,52 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,45 Prozent nach auf 2.523,22 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls mehrheitlich Abschläge aus.

Essar Energy (Essar Energy) verbesserten sich in Großbritannien im breiten Markt um 4,9 Prozent. Der Konzern hat im ersten Halbjahr trotz deutlich höherer Umsätze einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn erwirtschaftet. Zurückzuführen war dies auf deutlich höhere Finanzierungskosten. Das operative Ergebnis konnte dagegen zulegen. Der Umsatz wurde indes fast verdoppelt. GlaxoSmithKline verloren daneben 1,3 Prozent an Wert. Der Pharmakonzern will seine Beteiligung an der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare Ltd. und der GlaxoSmithKline Consumer Nigeria plc zu erhöhen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im britischen Leitindex FTSE 100 die Aktien von BAT mit einem Wertzuwachs von 0,9 Prozent wieder, während die rote Laterne von Barclays mit einem Minus von 5,4 Prozent getragen wurde.

L'Oréal (LOréal) verbilligten sich um 0,2 Prozent. Der Kosmetikkonzern teilte mit, dass er die US-amerikanische Make-up-Marke Urban Decay von Castanea Partners übernehmen wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Der französische Pharmakonzern Sanofi hat mit dem Institut für Diabetes und Adipositas (IDO) am Helmholtz Zentrum München ein neues strategisches Forschungsbündnis auf dem Gebiet der Diabetes- und Adipositas-Forschung geschlossen. Die Aktie verlor 0,4 Prozent. Vivendi könnte indes Presseangaben zufolge angesichts eines harten Wettbewerbs 1.100 Arbeitsplätze abbauen. Wie es heißt, sind die Marktbedingungen für Vivendi schwieriger geworden, nachdem die Telekommunikationsgesellschaft Iliad (ILIADAct) in diesem Jahr einen sehr günstigen Mobilfunkservice gestartet hat. Indes wird der Vivendi-Konzern, der den Gewerkschaften am Mittwoch einen Plan über Stellenstreichungen präsentieren soll, den Angaben zufolge auch die Schaffung 300 neuer Arbeitsplätze bekannt geben. Der Titel des Medien- und Mobilfunkkonzerns fiel um 1 Prozent. Schlusslicht im CAC 40 waren Credit Agricole mit einem Minus von 2,7 Prozent, gefolgt von Société Générale mit einem Abschlag von 2,6 Prozent. Vorne rückten unterdessen Vallourec um 2,1 Prozent vor.

In der Schweiz verbilligten sich Swiss Re um 1,4 Prozent. Der Versicherungskonzern schätzt seine Schadenbelastung durch Hurrikan "Sandy" auf rund 900 Mio. US-Dollar, nach Retrozession und vor Steuern. Diese Schätzung unterliegt aber einem höheren Ausmaß an Unsicherheit als üblich und muss unter Umständen in Zukunft noch angepasst werden. Die Gesamtversicherungsschäden werden den Angaben zufolge auf 20 bis 25 Mrd. US-Dollar geschätzt. Schlechter lief es im SMI u.a. für Adecco mit einem Minus von 1,7 Prozent, während Givaudan an der Spitze 0,4 Prozent Kursplus ausweisen konnte.

Verbund (Verbund) hat bereits am Freitag Gespräche über einen möglichen Verkauf seines Türkei-Engagements bestätigt. Für die Aktie ging es nicht vom Fleck. Größter Gewinner im österreichischen Leitindex ATX waren Raiffeisen mit einem Wertzuwachs von 2,1 Prozent, während sich die Anleger gleichzeitig bevorzugt von den Titeln von Strabag trennten, die 1,7 Prozent an Wert verloren. Im breiten Markt legten Semperit um 1 Prozent zu. Der Industriekonzern verlautbarte, dass die Angebotsfrist für alle ausstehenden Aktien und Optionsscheine der Latexx Partners Bhd heute geendet hat. Wie es heißt, hält Semperit mit dem erfolgreichen Abschluss des Übernahmeangebots auf der verwässerten Basis von 274,7 Millionen Aktien (nach der möglichen Ausnutzung aller Optionsscheine) einen Anteil von mehr als 85 Prozent an Latexx Partners. Auf der unverwässerten Basis von 222,7 Millionen Aktien beträgt der Anteil mehr als 82 Prozent.

Das italienische Verbrauchervertrauen hat sich im November nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Stimmungs-Index der drittgrößten Volkswirtschaft des Euroraums auf 84,8 Punkte, nachdem er im Oktober bei 86,2 Punkten gelegen hatte. Damit hat sich der Index wie im Vorfeld von Volkswirten prognostiziert entwickelt. Für die Anteilsscheine des Nutzfahrzeugherstellers Fiat Industrial (Fiat Industrial SpA) ging es um 3,1 Prozent nach unten. Der Konzern hat ein definitives Abkommen zur Übernahme der restlichen Anteile an der niederländischen CNH Global , die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, geschlossen. Die Transaktion, der noch die Aktionäre von Fiat Industrial und CNH Global zustimmen müssen, wird voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2013 abgeschlossen.

Vestas Wind Systems (Vestas Wind Systems) rauschten um fast 18 Prozent nach oben. Der Windanlagenhersteller hat seine Kreditvereinbarungen neu strukturiert. So hat man mit einem aus neun Banken bestehenden Konsortium einen Kredit über insgesamt 250 Mio. Euro sowie eine verlängerbare Kreditlinie über 650 Mio. Euro vereinbart. Damit wird eine bestehende Kreditfazilität über 1,3 Mrd. Euro abgelöst. Außerdem verfügt Vestas über weitere Darlehen im Gesamtvolumen von 255 Mio. Euro von der European Investment Bank und der Nordic Investment Bank. Die Darlehen sollen bis Januar 2015 zurückgezahlt werden, während die Kreditfazilität ab Januar 2015 um weitere zwei Jahre verlängert werden kann.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.542,52 (-0,57 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.523,22 (-0,45 Prozent) FTSE 100 (London): 5.786,72 (-0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.500,94 (-0,79 Prozent) MIB (Mailand): 15.520,14 (-0,74 Prozent) SMI (Zürich): 6.681,88 (-0,49 Prozent) ATX (Wien): 2.244,88 (+0,11 Prozent) (26.11.2012/ac/n/m)

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