Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen tendierten am Freitag deutlich fester. Neben dem irischen Bankenstresstest sorgte vor allem der US-Arbeitsmarktbericht für gute Laune. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,79 Prozent auf 2.962,92 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zog indes um 1,59 Prozent an auf 2.623,84 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 kletterte um 1,50 Prozent nach oben auf 723,84 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich ebenfalls freundlich.
Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im Februar 2011 verbessert. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag bekannt. Im Euroraum (ER17) reduzierte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent, nach jeweils 10,0 Prozent im Vormonat und im Vorjahresmonat. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,5 Prozent, im Vergleich zu 9,6 Prozent im Januar 2011 und 9,6 Prozent im Februar 2010.
In London waren heute Aktien von John Wood (+5,1 Prozent) und Lloyds Banking (+5,0 Prozent) besonders gefragt waren. Am Ende der kurzen Verliererseite des FTSE 100 standen 3i (-4,4 Prozent).
Im Pariser CAC 40 standen Carrefour, BNP Paribas und Alstom mit Zugewinnen von rund 3,5 Prozent an der Spitze. Auf der Verliererseite fanden sich dagegen lediglich GDF SUEZ (-1,4 Prozent) und Suez Environnement (-0,7 Prozent).
In Mailand gewannen heute Fiat (Fiat Group) 2,7 Prozent. Die US-Beteiligung Chrysler Group hat im März 2011 ihren US-Absatz deutlich ausgeweitet. Wie der drittgrößte amerikanische Autobauer erklärte, stieg der Absatz in den USA im Berichtsmonat um 31 Prozent auf 121.730 Einheiten. Im März 2010 hatte sich der Absatz noch auf 92.623 Einheiten belaufen.
Die schweizerischen Detailhandelsumsätze haben sich im Februar 2011 erhöht. Dieses provisorische Ergebnis hat das Bundesamt für Statistik (BFS) vorgestellt. So sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 3,8 (nominal: +3,3 Prozent) gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die realen Detailhandelsumsätze nicht saisonbereinigt um 1,5 (nominal: -0,7) Prozent. Im Schweizer SMI lagen Aktien der Swiss Re mit einem Plus von 3,6 Prozent an der Indexspitze. Es folgten Anteile von ABB mit Aufschlägen 3,5 Prozent. Verlierer gab es keine. Die geringsten Zugewinne von 0,3 Prozent verzeichneten Actelion und Julius Bär. Aktien von Barry Callebaut konnten um 3,7 Prozent zulegen. Der Schokoladenhersteller gab zuvor seine Halbjahresergebnisse bekannt. Dabei konnten Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Zudem wurden die Vier-Jahres-Finanzziele bestätigt, die von 2009/10 bis 2012/13 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Verkaufsmenge von 6 bis 8 Prozent und ein mindestens gleich hohes durchschnittliches EBIT-Wachstum in Lokalwährungen vorsehen. Anteile von Logitech (Logitech International) brachen derweil um 15,7 Prozent ein. Der Hardware-Hersteller meldete am späten Donnerstag, dass er seinen Ausblick nach unten korrigiert hat. Demnach rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr zum 31. März 2011 nun mit einem Umsatz von 2,35 bis 2,37 Mrd. US-Dollar, nach bisher erwarteten 2,40 bis 2,42 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis dürfte aus heutiger Sicht nur noch 140 bis 150 Mio. US-Dollar (zuvor erwartet: 170 bis 180 Mio. US-Dollar) betragen. Wie der Hersteller von Computer-Peripheriegeräten weiter mitteilte, hängen die schlechteren Prognosen mit einer schwächeren Entwicklung in der EMEA-Region zusammen.
Den österreichischen ATX führten Wienerberger mit einem Plus von 3,6 Prozent an. Dahinter legten Anteile von Strabag und Andritz um über 3 Prozent zu. Aktien von Intercell gaben jedoch am Indexende um 3,2 Prozent nach. Der Impfspezialist gab heute eine Vereinbarung mit Novartis bekannt, wonach die Entwicklung des Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas aeruginosa von Intercell in einer bestätigenden klinischen Wirksamkeitsstudie in beatmeten Intensivpatienten fortgeführt werden soll. Im breiteren Markt verloren BWT 0,7 Prozent. Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen gab am Freitag bekannt, dass es den Umsatz im Jahr 2010 deutlich steigern konnte. Demnach erzielte die BWT-Gruppe im Jahr 2010 einen Konzernumsatz von 460,7 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahr um 15 Prozent. Das EBIT erhöhte sich um 17,4 Prozent auf 31,5 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie belief sich unverändert auf 1,32 Euro.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.962,92 (+1,79 Prozent) Dow Jones STOXX 50:
2.623,84 (+1,59 Prozent) EURONEXT 100: 723,84 (+1,50 Prozent) FTSE 100 (London): 6.009,92 (+1,71 Prozent) CAC40 (Paris): 4.054,76 (+1,64 Prozent) MIB (Mailand): 21.967,77 (+1,11 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.729,90 (+1,45 Prozent) SMI (Zürich): 6.439,91 (+1,30 Prozent) ATX (Wien): 2.912,78 (+1,06 Prozent) (01.04.2011/ac/n/m)