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25.05.2010 20:21

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Börsen in Europa-Schluss: Sorge um Banken und Korea-Krise belasten Märkte erheblich

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Paris (aktiencheck.de AG) - Angesichts von Sorgen um eine Verschärfung des Korea-Konflikts und Befürchtungen hinsichtlich des spanischen Bankensektors zeigen die europäischen Börsen am Dienstag deutliche Verluste. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verlor am Ende 2,73 Prozent auf 2.488,50 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab daneben um 1,96 Prozent ab auf 2.285,13 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 sank indes um 2,75 Prozent auf 604,15 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen zeigten weiterhin teils heftige Abschläge.

Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat sind die Auftragseingänge in der europäischen Industrie im März 2010 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 5,2 Prozent, nach 1,9 Prozent im Februar. In der gesamten EU27 kletterten die Auftragseingänge um 5,9 Prozent, während sie zuvor nur um 1,1 Prozent zugelegt hatten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone um 19,8 Prozent und in der EU27 um 20,7 Prozent zu. Im Februar waren Zuwächse von 12,5 bzw. 12,9 Prozent ermittelt worden. Wie National Statistics heute mitteilte, hat sich der Rückgang des britischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal 2010 verlangsamt. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung um revidiert 0,2 (vorläufig: -0,3) Prozent. Im vierten Quartal war das BIP sogar um 3,1 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um revidiert 0,3 (vorläufig: 0,2) Prozent, nach einem Plus von 0,4 Prozent im Schlussquartal 2009. Aus den USA wird demnächst das Verbrauchervertrauen gemeldet.

In Großbritannien bauten Anteilsscheine der Marks & Spencer Group (MarksSpencer) ihre morgendlichen leichten Verluste aus. Der Kaufhauskonzern gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht gestiegen ist, was mit erhöhten Umsätzen, vor allem bei Nicht-Lebensmitteln wie Bekleidung, zusammenhängt. Jedoch gab sich der Konzern wegen der erwarteten Sparmaßnahmen der neuen konservativ-liberalen Regierung und den möglichen Auswirkungen auf seine Kunden vorsichtig für die Zukunft. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 526,3 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 508 Mio. GBP im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn vor Einmaleffekten stieg in den 53 Wochen zum 3. April 2010 um 14,9 Prozent auf 694,6 Mio. GBP. Der Umsatz nahm um 5,3 Prozent auf 9,54 Mrd. GBP zu. Der Konzern beabsichtigt, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 15 Pence (Vorjahr: 17,8 Pence) pro Aktie auszuschütten. Am Ende verlor die Aktie von Marks & Spencer 1,7 Prozent und befand sich damit weiterhin im oberen Drittel des FTSE 100. Papiere von BP gaben gut 1 Prozent ab. Der Ölkonzern sieht sich Presseangaben zufolge mit Klagen seitens seiner Aktionäre wegen der Ölpest im Golf von Mexiko konfrontiert. Top-Verlierer sind am Mittag weiterhin Lloyds (-9 Prozent) und Eurasian Natural (-7 Prozent).

In Frankreich brachen im CAC 40 Titel von Societe Generale und Credit Agricole um jeweils mehr als 6 Prozent ein. Dahinter standen Renault (-6,9 Prozent), Cap Gemini (-6,3 Prozent) und Technip (-6,3 Prozent) stark unter Druck. Carlos Ghosn, Chef des Automobilherstellers Renault , hatte sich zuvor gegenüber einer Zeitung dahingehend geäußert, dass die Griechenland-Krise den Automarkt für den Rest des Jahres belasten könnte. Aktien der Bankgesellschaft BNP Paribas müssen mit -2,8 Prozent im Vergleich zu Papieren von Konkurrenten relativ wenig Federn lassen, was mit einer Hochstufung durch die Deutsche Bank zusammenhängt. Gewinner gab es keine.

In der Schweiz verbilligten sich im SMI Aktien von UBS, Julius Bär und Credit Suisse deutlich. An der Spitze des schweizerischen Leitindex konnte Ciba als einziger Titel 0,2 Prozent zulegen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.488,50 (-2,73 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.285,13 (-1,96 Prozent) EURONEXT 100: 604,15 (-2,75 Prozent) FTSE 100 (London): 4.957,80 (-2,21 Prozent) CAC40 (Paris): 3.331,29 (-2,90 Prozent) MIB (Mailand): 18.381,22 (-3,41 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.004,40 (-3,05 Prozent) SMI (Zürich): 6.091,55 (-1,85 Prozent) ATX (Wien): 2.293,37 (-4,36 Prozent) (25.05.2010/ac/n/m)

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