Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes mussten sich am Montag ohne eindeutige Tendenz zeigen. Da die US-Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben, mangelte es an neuen Impulsen und die Anleger hielten sich mehrheitlich zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,33 Prozent auf 2.910,63 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte indes um 0,18 Prozent zu auf 2.684,73 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechterte sich um 0,10 Prozent auf 713,16 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich im Minus.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Januar 2011 erholt. Wie heute bekannt gegeben wurde, stieg der britische Rightmove-Immobilienpreisindex um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonatswert, nach einem Minus von 3,0 Prozent im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Immobilienpreise erneut um 0,4 Prozent, nach einer Erhöhung um ebenfalls 0,4 Prozent im Dezember. Der Technologiekonzern Smiths Group hat ein Übernahmeangebot für seine Medizintechnik-Sparte abgelehnt. Wie bereits am Freitag bekannt gegeben wurde, hat man das Angebot von einem nicht näher bezeichneten Interessenten für die Konzernsparte Smiths Medical erhalten. Das Übernahmeangebot für die Medizintechniksparte des Konzerns hat den Angaben zufolge bei 2,45 Mrd. Dollar in bar gelegen, wobei die Offerte unter anderem unter dem Vorbehalt der Durchführung einer Due Diligence gestanden hat. Der Titel schoss heute als bester Wert im FTSE 100 um 7,7 Prozent nach oben. Wie zudem bereits am späten Freitag verlautbart wurde, hat der Ölkonzern BP mit dem russischen Ölkonzern Rosneft (Rosneft Oil Company) eine Allianz geschlossen. Den Angaben zufolge werden beide Unternehmen im Rahmen dieser Allianz die drei Blocks EPNZ 1,2,3 des arktischen Kontinentalschelfs explorieren und entwickeln. In diesem Zusammenhang ist auch eine Überkreuzbeteiligung geplant, bei der Rosneft 5 Prozent der BP-Aktien im Tausch gegen 9,5 Prozent der Rosneft-Aktien erhält. Das BP-Aktienpaket hat dabei einen Wert von rund 7,8 Mrd. Dollar. Darüber hinaus haben BP und Rosneft vereinbart, ein arktisches Technologiezentrum in Russland zu errichten. Der Anteilsschein von BP verteuerte sich in der Folge um 2,0 Prozent. Rolls-Royce (Rolls-Royce Group) zeigten sich zum Wochenstart kaum verändert. Der Triebwerkshersteller gab am Sonntag bekannt, dass er zehn Littoral Combat Ships (LCS) der U.S. Navy, die für Kampfgebiete in Küstennähe konzipiert wurden, mit Gasturbinen und Waterjets ausrüsten wird. Schwächster Wert im FTSE 100 war die Aktie von Autonomy mit einem Abschlag von 5,1 Prozent.
Richemont (Compagnie Financière Richemont) konnte im dritten Quartal mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten. So lag der Umsatz des Luxusgüterkonzerns im Berichtszeitraum mit knapp 2,11 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von knapp 1,59 Mrd. Euro. Um Wechselkurseffekte bereinigt lag das Umsatzplus bei 23 Prozent. Ohne die Berücksichtigung der im April 2010 erworbenen britischen Tochter NET-A-PORTER.COM wurde im dritten Quartal ein um Wechselkurse bereinigtes Umsatzplus von 17 Prozent erzielt. Mit zu dem deutlichen Umsatzplus beigetragen hat vor allem die Region Asien/Pazifik (Wechselkursbereinigt: +42 Prozent). Der Titel verlor als zweitschwächster Wert im SMI 2,0 Prozent an Wert. Daneben gaben Julius Bär 3,4 Prozent nach. Heute war bekannt geworden, dass ein früherer Bankmanager geheime Kundendaten bei Wikileaks veröffentlichen will. Personelle Veränderungen wurden heute bei Roche gemeldet. Der Pharmakonzern gab bekannt, dass Erich Hunziker, CFO, Chief Information Officer sowie Deputy Head des Corporate Executive Committee, beschlossen hat, das Unternehmen Ende März zu verlassen. Nachfolger von Hunziker als CFO wird Alan Hippe, der im April 2011 als Mitglied des Corporate Executive Committee zu Roche wechseln wird. Bisher ist Hippe noch als Finanzvorstand beim Stahlhersteller ThyssenKrupp tätig. Die Aktie von Roche rückte um 2 Prozent vor. An der Indexspitze legten Actelion um 2,6 Prozent zu. Dahinter folgten SGS nach Zahlen mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent.
EADS (EADS) gewannen in Paris 0,2 Prozent an Wert. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab bekannt, dass Airbus seine Auslieferungen bereits zum neunten Mal in Folge gesteigert und einen neuen Unternehmensrekord aufgestellt hat. Den Angaben zufolge wurden im Jahr 2010 insgesamt 510 Flugzeuge (2009: 498) an 94 Kunden (darunter 19 Neukunden) ausgeliefert, darunter 401 Flugzeuge der A320-Familie, 91 A330/A340 und 18 A380. Im Geschäftsbereich Militärflugzeuge habe Airbus 20 leichte und mittelschwere Transportflugzeuge (CN235 und C295) ausgeliefert und damit die Zahl der Auslieferungen von 2009 um vier Flugzeuge übertroffen. Airbus gewann 2010 insgesamt 644 Neuaufträge (netto 574). Heute gab Airbus einen weiteren Großauftrag bekannt. Demnach hat die US-Billigfluglinie Virgin Atlantic insgesamt 60 Maschinen vom Typ A320, darunter 30 A320neo, bei Airbus geordert. Im CAC 40 standen die Anteilsscheine von Peugeot mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent an der Indexspitze, während ganz am Ende Accor um 1,7 Prozent nachgaben.
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment) konnte im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines deutlich besseren Branchenumfeldes einen markanten Umsatz- und Ergebniszuwachs erzielen. So wuchs der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger Zahlen von 251,6 Mio. Euro im Vorjahr um 22 Prozent auf 306 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte um 79 Prozent von 23,5 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 42 Mio. Euro gesteigert werden. Der Titel verbesserte sich im ATX um 0,2 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.910,63 (-0,33 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.684,73 (+0,18 Prozent) EURONEXT 100: 713,16 (-0,10 Prozent) FTSE 100 (London): 5.985,70 (-0,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.975,41 (-0,20 Prozent) MIB (Mailand): 21.344,14 (-0,54 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.280,00 (-1,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.578,17 (+0,34 Prozent) ATX (Wien): 2.845,81 (-0,42 Prozent) (17.01.2011/ac/n/m)