02.05.2012 19:52
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Börsen in Europa Schluss: Überwiegend im Minus

Paris (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Leitbörsen tendierten am Mittwoch zur Handelsschluss uneinheitlich. Dabei drücken verhaltene Arbeitsmarktdaten auf die Stimmung der Investoren. Am Vortag fand an den meisten Börsenplätzen in Europa feiertagsbedingt kein Handel statt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gab um 0,71 Prozent auf 2.290,31 Punkte nach. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verlor um 0,40 Prozent auf 2.406,08 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Minus.

Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im März nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat verschlechtert. Im Euroraum (ER17) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 10,9 Prozent, nach 10,8 Prozent im Vormonat und 9,9 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,2 Prozent, im Vergleich zu 10,2 Prozent im Februar 2012 und 9,4 Prozent im März 2011. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 24,8 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,4 Millionen im Euroraum. Gegenüber Februar 2012 hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 193.000 und im Euroraum um 169.000 zugenommen. Im Vergleich zu März 2011 ist die Zahl in der EU27 um 2,1 Millionen und im Euroraum um 1,7 Millionen geklettert.

In Großbritannien standen nach Quartalszahlen die Aktien von BP mit einem Abschlag von 1,7 Prozent im Blickfeld der Investoren. Der Ölkonzern meldete gestern, dass er im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen musste, was mit einer geringeren Produktion sowie einem schwächeren Raffineriegeschäft zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Daneben tendierten Imperial Tobacco Group mit einem Minus von 0,9 Prozent. Der Tabakkonzern teilte gestern mit, dass er den Umsatz im ersten Halbjahr steigern konnte. Der Gewinn nach Anteilen Dritter war aber rückläufig. Unterdessen standen Anteilsscheine von BSkyB (British Sky Broadcasting Group) nach Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des laufenden Fiskaljahres relativ weit oben auf der Einkaufsliste der Anleger. Dabei konnte der Satellitenfernsehanbieter dank eines starken Neukundenzuwachses einen Gewinnanstieg ausweisen. Bis zum Schluss legte die Aktie um 1,5 Prozent zu. Next verteuerten sich als bester Wert im FTSE 100 um 2,6 Prozent. Die Bekleidungskette konnte im ersten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Besonders deutliche Zuwächse hat man im Online-Segment zu verzeichnen gehabt. Am unteren Ende des FTSE 100 verbilligen sich Barclays um 5,6 Prozent.

In Frankreich präsentieren sich Anteilsscheine von ST Microelectronics nach positiven Analystenkommentaren mit Aufschlägen von 1,3 Prozent auf einem der Spitzenplätze. LVMH stellte mit einem Plus von 2,6 Prozent den Tagesgewinner. Die rote Laterne wurde unterdessen von Veolia mit einem Abschlag von 4,3 Prozent getragen.

In der Schweiz richtete sich das Interesse der Investoren auf die Aktie der schweizerischen Großbank UBS . Am Morgen hatte der Finanzkonzern die Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt und musste dabei aufgrund von Einmaleffekten einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Die Markterwartungen konnten dabei jedoch übertroffen werden. Anleger zeigten sich über das Zahlenwerk erfreut und verhalfen der Aktie von UBS zu einem der Spitzenplätze des SMI, mit einem kräftigen Kursplus von 3,7 Prozent. Auch der schweizerische Telefonkonzern Swisscom präsentierte sein Zahlenwerk für das Auftaktquartal und musste dabei einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Der Wert konnte 4,4 Prozent zulegen und damit den Tagessieg feiern. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich derweil Credit Suisse mit einem Wertverlust von 2,1 Prozent wieder.

Der Anstieg der italienischen Erzeugerpreise hat sich im März 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat abgebremst. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Erzeugerpreise um 2,7 Prozent, während im Februar eine Preissteigerung von 3,2 Prozent ausgewiesen worden war. Auf Monatssicht erhöhte sich das Preisniveau um 0,3 Prozent. Unterdessen hat sich die Arbeitsmarktsituation in Italien im März verschlechtert. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 9,8 Prozent. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote nur bei revidiert 9,6 (vorläufig:9,3) Prozent gestanden und im Vorjahresmonat bei 8,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 2,51 Millionen um 66.000 Personen über dem Vormonatsniveau.

Für wenig Begeisterung sorgte das Zahlenwerk des dänischen Windkraftanlagenbauers Vestas (Vestas Wind Systems). Dabei wurde für das Auftaktquartal ein deutlich höherer Verlust als noch im Vorjahr ausgewiesen. Vestas selbst bezeichnete die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal als "enttäuschend" und verwies dabei auf die schwachen Auslieferungszahlen und höhere Kosten. Die Aktie brach um 4,3 Prozent ein.

TNT Express (TNT Express) tendierten fast unverändert. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (United Parcel Service) stehende Konzern gab bekannt, dass er im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Den Angaben zufolge hatte man im Berichtszeitraum unter einer gedämpften Entwicklung in Europa zu leiden, während sich die Performance in der Asien-Pazifik-Region, vor allem in Australien, sowie in Brasilien verbesserte. Dabei profitierte man in den jeweiligen Regionen auch von Kostensenkungen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.290,31 (-0,71 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.406,08 (-0,40 Prozent) FTSE 100 (London): 5.758,11 (-0,93 Prozent) CAC40 (Paris): 3.226,33 (+0,42 Prozent) MIB (Mailand): 14.213,17 (-2,60 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.831,90 (-2,55 Prozent) SMI (Zürich): 6.108,77 (+0,20 Prozent) ATX (Wien): 2.103,86 (-0,71 Prozent). (02.05.2012/ac/n/m)

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19.01.2017BP buyUBS AG
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11.01.2017BP buyHSBC
03.01.2017BP buyUBS AG
18.01.2017BP NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.01.2017BP HoldJefferies & Company Inc.
13.01.2017BP HoldDeutsche Bank AG
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06.01.2017BP HoldDeutsche Bank AG
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27.01.2016BP UnderperformCredit Suisse Group
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09.09.2015BP UnderperformCredit Suisse Group
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