05.04.2012 19:37
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Börsen in Europa Schluss: Uneinheitlich, Glencore-Aktie gefragt

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte sind nach durchwachsenem Handel am Donnerstag wenig verändert aus dem Handel gegangen. Weiter steigende Renditen von Staatsanleihen in den Peripherieländern der Eurozone wie Spanien und Italien belasteten weiterhin die Stimmung. Im Vorfeld der Osterfeiertage überwog bei den Investoren die Zurückhaltung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,25 Prozent auf 2.392,54 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 ging mit einem marginalen Minus von 0,01 Prozent bei 2.427,31 Zählern aus dem Handel.

Die europäischen Länderbörsen verabschiedeten sich uneinheitlich aus dem Handel. Während der britische FTSE 100 einen Aufschlag von 0,4 Prozent verzeichnete, ging der österreichische ATX mit einem Minus von 0,9 Prozent in den Feierabend.

Der Geldpolitische Rat der Britischen Notenbank hat im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung das Leitzinsniveau mit 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Das Volumen des Anleiherückkaufprogramms wurde ebenfalls bei 325 Mrd. Britische Pfund (GBP) belassen. Der britische Herstellerverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) veröffentlichte derweil heute einen Anstieg des Pkw-Absatzes im März 2012. Demnach erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf 372.835 Einheiten. Mit 563.556 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal 2012 um 0,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist ferner im Februar nach Angaben von National Statistics zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent. Für Januar war ein Rückgang um 4,0 Prozent verzeichnet worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Produktionsrückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Januar.

BT Group (BT Group) verloren 0,7 Prozent an Wert. Die Telefongesellschaft verlautbarte, dass BT Italia ihre gesamte Beteiligung in Höhe von 96,18 Prozent an der NGI S.p.A. an die Cometa S.p.A. und die Gruppo Elmec verkaufen wird. easyJet (Easyjet) fliegen um 0,3 Prozent vor, nachdem die Billigfluglinie im März mit einem Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere aufwarten konnte. Demnach wurden im Berichtsmonat insgesamt 4,629 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor lag bei 88,8 Prozent, nach 86,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der erste Platz der Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 wurde von Glencore mit einem Zugewinn von 5,8 Prozent eingenommen, während die rote Laterne von BSkyB mit einem Abschlag von 3,4 Prozent gehalten wurde.

Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im März 2012 mit beschleunigtem Tempo reduziert. Dies teilte das Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, während sie im Februar 2012 um 0,9 Prozent nachgegeben und im März 2011 um 1,0 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist zogen die Konsumentenpreise um 0,6 Prozent an.

ABB verschlechterten sich um 0,1 Prozent. Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik hat Prith Banerjee als Technologiechef (Chief Technology Officer) in die Konzernleitung berufen. Banerjee (51) wird die neue Position Mitte 2012 antreten und seinen Arbeitsort in Zürich haben. Er wechselt zu ABB vom amerikanischen IT-Konzern Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)), wo er die Funktion des Senior Vice President of Research innehatte und das HP Labs leitete. Banerjee tritt die Nachfolge von Peter Terwiesch an, der im Juli 2011 zum Vorstandsvorsitzenden der deutschen ABB und zum Leiter der Region Zentraleuropa von ABB ernannt wurde.

Unterdessen ging es für Swisscom um 0,2 Prozent nach oben. Der Telekommunikationskonzern teilte bereits gestern mit, dass die Aktionäre auf der Generalversammlung alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt und eine Erhöhung der Dividende um 4,8 Prozent beschlossen haben. An der Indexspitze rückten Swatch Group um 1,4 Prozent vor, während der letzte Platz von Nestlé mit einem Wertverlust von 0,6 Prozent belegt wurde.

Sanofi (Sanofi) verschlechterten sich um 1,0 Prozent. Der Pharmakonzern teilte mit, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA einen "Fast Track Status" für das Präparat Zaltrap zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs vergeben hat. Unterdessen hat das Medikament Zaltrap den Endpunkt einer klinischen Phase-III-Studie bei der Behandlung von metastasierendem Prostatakrebs verfehlt. Im französischen Leitindex CAC 40 fanden sich die Anteilsscheine von STMicroelectronics mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder, während sich gleichzeitig auf dem letzten Platz Electricité de France um 2,1 Prozent verbilligten.

TeliaSonera (TeliaSonera AB) hat ihre 18,6-prozentige Beteiligung am kambodschanischen Mobilfunkbetreiber Smart Mobile verkauft. Im Gegenzug wird der Konzern seinen Anteil am Ncell, einem Mobilfunkanbieter mit Sitz in Nepal, um 12,43 Prozent erhöhen. Seit 2010 hält TeliaSonera indirekt 60,4 Prozent an Ncell. Die Aktie der Telefongesellschaft verteuerte sich daraufhin um 0,9 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.392,54 (-0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.427,31 (-0,01 Prozent) FTSE 100 (London): 5.723,67 (+0,35 Prozent) CAC40 (Paris): 3.319,81 (+0,19 Prozent) MIB (Mailand): 15.216,02 (-0,20 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.660,50 (-0,00 Prozent) SMI (Zürich): 6.163,49 (-0,05 Prozent) ATX (Wien): 2.028,00 (-0,93 Prozent) (05.04.2012/ac/n/m)

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