Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen gingen am Mittwoch mit unterschiedlichen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,37 Prozent auf 2.833,74 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rettete sich zum Handelsende hin in die Gewinnzone und notierte mit einem Plus von 0,37 Prozent bei 2.641,71 Zählern. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fiel um 0,35 Prozent auf 705,52 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Oktober 2010 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 1,4 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 4,2 Prozent im September. In der gesamten EU27 wuchsen die Auftragseingänge um 0,6 Prozent, wogegen sie zuvor um 2,5 Prozent gesunken waren. Indes hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise der europäischen Industrie im November 2010 fortgesetzt. Binnen Monatsfrist zogen die Preise in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,5 Prozent an. Davor hatten sich die Preise im Oktober in den beiden Gebieten um 0,4 bzw. 0,5 Prozent erhöht.
Die Großbank UBS reorganisiert unter Wealth-Management-CEO Jürg Zeltner ihr Vermögensverwaltungsgeschäft, hat allerdings beim Netto-Neugeld noch keinen endgültigen Turnaround erreicht. So hat Jürg Zeltner gegenüber der Presse erklärt, dass es das Ziel sei, dass die Geschäftseinheit zur Verwaltung von Vermögen wohlhabender Privatkunden längerfristig einen gewichtigeren Beitrag zum operativen Gruppenergebnis leistet. Hierzu wurden rund 2.500 Spezialisten aus verschiedenen Geschäftsbereichen zur neuen Einheit Investment Products & Services (IPS) zusammengefasst, die in diesem Jahr ihre operative Tätigkeit starten soll. Der Anteilsschein der UBS legte bis Handelsende 1,1 Prozent zu. Im SMI konnten sich als bester Wert die Aktien von Transocean um 3,6 Prozent verteuern, während am Indexende die Papiere von SGS um 2,4 Prozent nachgaben.
Nach zwischenzeitlichen Verlusten drehte der FTSE 100 wieder ins Plus und schloss bei 6.043,86 Zählern (+0,50 Prozent). Im CAC 40 verbesserte sich als bester Wert Technip um 2,1 Prozent. Auf Platz vier der Verliererliste fand sich nach einem negativen Analystenkommentar die Aktie von Danone mit einem Verlust von 0,7 wieder. Schwächster Wert war der Anteilsschein der Publicis Groupe mit einem Abschlag von 1,3 Prozent.
Die spanische Industrieproduktion ist im November 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE angewachsen. Binnen Jahresfrist hat sich der Output um 2,7 Prozent erhöht. Davor war für Oktober ein Produktionsrückgang von 1,9 Prozent ausgewiesen worden.
Wie bereits gestern bekannt wurde, verhandelt Petrobras (Petroleo Brasileiro) mit dem italienischen Öl- und Erdgaskonzern Eni über den Erwerb dessen Beteiligung am portugiesischen Energieunternehmen Galp Energia. Allerdings wurden bisher noch keine Verträge unterzeichnet. Damit bestätigte der Konzern einen Pressebericht. In dem Bericht wurde gemeldet, dass Petrobras 3,5 Mrd. Euro für den 33,34-prozentigen Galp-Anteil geboten habe. Eni verlangt dem Medienbericht zufolge aber mindestens 4,7 Mrd. Euro. Die Aktie von Eni ging in Mailand mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.833,74 (-0,37 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.641,71 (+0,37 Prozent) EURONEXT 100: 705,52 (-0,35 Prozent) FTSE 100 (London): 6.043,86 (+0,50 Prozent) CAC40 (Paris): 3.904,61 (-0,29 Prozent) MIB (Mailand): 20.551,58 (+0,02 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.801,40 (-0,88 Prozent) SMI (Zürich): 6.519,25 (+0,38 Prozent) ATX (Wien): 2.879,93 (-1,97 Prozent) (05.01.2011/ac/n/m)