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31.10.2012 19:47

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Börsen in Europa Schluss: Uneinheitliches Bild zum Handelsende

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen am Mittwoch uneinheitlich. Im Blickfeld der Investoren standen dabei zahlreiche Quartalsausweise. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,49 Prozent auf 2.503,64 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab um 0,87 Prozent nach auf 2.525,03 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

Die Verbraucherpreise sind im Oktober mit abgebremstem Tempo angestiegen. Dies teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verringerte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,5 Prozent, während sie im Vormonat noch bei 2,6 Prozent gestanden hatte. Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im September derweil verschlechtert. Im Euroraum (ER17) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 11,6 Prozent, nach 11,5 Prozent im Vormonat und 10,3 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,6 Prozent, im Vergleich zu 10,6 Prozent im August 2012 und 9,8 Prozent im September 2011. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 25,8 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 18,5 Millionen im Euroraum. Gegenüber August 2012 hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 169.000 und im Euroraum um 146.000 zugenommen. Im Vergleich zu September 2011 ist die Zahl in der EU27 um 2,1 Millionen und im Euroraum um 2,2 Millionen geklettert.

Die Arbeitsmarktsituation in Italien hat sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verschlechtert. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 10,8 Prozent. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote nur bei 10,6 Prozent und im Vorjahresmonat bei 8,8 Prozent gestanden. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 2,77 Millionen um 2,3 Prozent über dem Vormonatsniveau und um 24,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Der Anstieg der italienischen Erzeugerpreise hat sich im September 2012 indes abgebremst. Dies teilte die nationale Statistikbehörde Istat heute mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Erzeugerpreise um 2,6 Prozent, während im August eine Preissteigerung von 2,7 Prozent ermittelt worden war. Auf Monatssicht reduzierte sich das Preisniveau um 0,1 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 0,7 Prozent im August.

Zusätzlich hat der Geldpolitische Rat der norwegischen Notenbank heute beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. So verharrt der Leitzinssatz bei 1,50 Prozent. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit dem geringen Inflationsdruck. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung des Zinsniveaus gerechnet. Zuletzt waren die Zinsen im März 2012 um 25 Basispunkte auf 1,50 Prozent gesenkt worden.

Die spanische Leistungsbilanz hat im August nach Angaben der spanischen Notenbank mit einem Überschuss geschlossen. Demnach belief sich der Aktivsaldo auf 1,24 Mrd. Euro, wogegen im Vorjahresmonat noch ein Defizit in Höhe von 1,11 Mrd. Euro verbucht worden war. Hierbei fiel das Handelsbilanzdefizit binnen Jahresfrist von 4,4 Mrd. auf nun 2,7 Mrd. Euro, wogegen der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz von 5,1 Mrd. auf 5,5 Mrd. Euro anwuchs. BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) verschlechterten sich um 3,0 Prozent. Die Bank musste im dritten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch ausweisen. Dabei hatte man unter deutlich gestiegenen Abschreibungen auf Immobilienkredite zu leiden.

In Großbritannien brachen BG Group am Indexende des FTSE 100 um 13,7 Prozent ein. Der Energie- und Erdgasversorger teilte mit, dass sein Gewinn im dritten Quartal gestiegen ist, was auf eine starke Entwicklung in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist. Ferner hat man mit CNOOC , dem größten Offshore-Ölkonzern in China, ein Abkommen über den Verkauf bestimmter Anteile an dem Queensland Curtis LNG (QCLNG)-Projekt in Australien für 1,93 Mrd. US-Dollar geschlossen. Zudem wurde eine Liefervereinbarung getroffen, nach der die BG Group den CNOOC-Konzern ab 2015 mit jährlich fünf Millionen Tonnen LNG über einen Zeitraum von 20 Jahren versorgen wird. Mit einem Abschlag von 4,7 Prozent schlossen daneben auch die Titel von Barclays deutlich schwächer. Die Großbank hatte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres angesichts hoher Sonderbelastungen einen Gewinneinbruch zu verkraften. Auf bereinigter Ebene konnte das Ergebnis jedoch zulegen. An der Indexspitze schlossen Titel von Petrofac mit einem Plus von 3,6 Prozent

Der private Konsum in Frankreich hat sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE leicht erhöht. Im Vormonatsvergleich zogen die Verbraucherausgaben um 0,1 Prozent an. Für August 2012 war hingegen ein Rückgang um 0,8 Prozent ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich der private Verbrauch um 0,3 Prozent. Im französischen Leitindex CAC 40 schlossen die Papiere von ArcelorMittal mit einem Abschlag von 6,4 Prozent als Schlusslicht. Der größte Stahlkonzern der Welt hat im dritten Quartal angesichts deutlich geringerer Umsätze einen Verlust verzeichnet. Operativ ging das Ergebnis ebenfalls deutlich zurück, konnte die Erwartungen allerdings erfüllen. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern mit einem EBITDA von rund 7 Mrd. US-Dollar. Darüber hinaus hat das Board beschlossen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2013 auf 20 Cents pro Aktie zu reduzieren, von den geplanten 75 Cents pro Aktie im Geschäftsjahr 2012.

Total (TOTAL) musste dagegen lediglich einen Abschlag von 0,4 Prozent verbuchen. Der drittgrößte Ölkonzern in Europa musste im dritten Quartal trotz eines klaren Umsatzwachstums einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf eine Sonderbelastung. Auf bereinigter Basis konnte das Ergebnis indes deutlich zulegen und profitierte dabei von verbesserten Raffineriemargen und gestiegenen Ölpreisen in Euro. Daneben schlossen GDF SUEZ (GDF SUEZ ) nahezu unverändert. Der Energie- und Gasversorger konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Umsatzanstieg aufwarten und das operative Ergebnis verbessern. Profitiert hat man vor allem von der starken Absatzentwicklung in Wachstumsregionen sowie dem weiter verbesserten Absatz bei LNG und Erdgas. Als Tagessieger gingen im CAC 40 Titel von Publicis Groupe mit einem Plus von 1,2 Prozent aus dem Handel. Im breiten Markt hoben in Frankreich die Aktien von Air France-KLM mit einem Zugewinn von 8,4 Prozent ab. Die Airline konnte im abgelaufenen Quartal einen Gewinnsprung verzeichnen.

Für eine Enttäuschung sorgte in der Schweiz der Spezialchemiekonzern Clariant . So wies man im dritten Quartal einen Gewinnrückgang aus. Der Umsatz wurde gleichzeitig leicht verbessert. Der Ergebnisrückgang resultierte vor allem aus geringeren Absatzvolumina sowie gestiegenen Kosten, die vor allem in Zusammenhang mit der weiteren Integration von Süd-Chemie standen. Auch die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa und in der Wachstumsregion Asien/Pazifik hatten das Ergebnis den Konzernangaben zufolge negativ beeinflusst. Der Titel brach im breiten Markt um 8,2 Prozent ein. Im SMI legten Givaudan auf Platz eins der Gewinnerliste um 0,9 Prozent zu, während die rote Laterne von Transocean mit einem Minus von 2,5 Prozent getragen wurde.

Anheuser-Busch InBev (Anheuser-Busch InBev) verloren 2,7 Prozent an Wert. Der Brauereikonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im dritten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums gestiegen ist. Dabei profitierte man von Preiserhöhungen in den USA und Brasilien sowie einem Absatzwachstum bei seinen weltweiten Marken.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.503,64 (-0,49 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.525,03 (-0,87 Prozent) FTSE 100 (London): 5.782,70 (-1,15 Prozent) CAC40 (Paris): 3.429,27 (-0,87 Prozent) MIB (Mailand): 15.539,71 (+0,12 Prozent) SMI (Zürich): 6.595,13 (-0,57 Prozent) ATX (Wien): 2.184,16 (-0,36 Prozent) (31.10.2012/ac/n/m)

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