06.12.2012 20:33
Bewerten
 (0)

Börsen in Europa-Schluss: Zugewinne, EZB im Fokus

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes legten am Donnerstag zu. Dabei stützten zunehmende Hoffnungen auf eine baldige Lösung im US-Budgetstreit. Zudem standen die EZB und ihre Aussagen zur wirtschaftlichen Lage in der Eurozone im Blick. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,44 Prozent auf 2.603,41 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 stieg um 0,66 Prozent auf 2.581,46 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten mehrheitlich fester.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 0,75 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits erwartet, da es im Vorfeld keine Hinweise an die Finanzmärkte hinsichtlich eines Zinsschritts gab.

Das europäische Statistikamt Eurostat legte heute seine zweite Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal 2012 vor, wonach die Wirtschaft in der Eurozone leicht geschrumpft ist. Gegenüber dem Vorquartal sank das BIP im Euroraum (ER17) um 0,1 Prozent, während es in der gesamten Europäischen Union (EU27) um 0,1 Prozent stieg. Im zweiten Quartal war das BIP in beiden Gebieten um jeweils 0,2 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich ging die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der EU27 um 0,4 Prozent zurück, während sie im Vorquartal um 0,5 Prozent bzw. um 0,3 Prozent gefallen war.

Die Bank of England hat die Leitzinsen erneut unverändert belassen. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Ferner wurde das Volumen des Anleiherückkaufprogramms bestätigt. Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich derweil im Oktober nach Angaben von National Statistics vergrößert. So kletterte das Defizit auf 9,5 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für September nur ein Passivsaldo von 8,4 Mrd. GBP ermittelt worden war. Hierbei gingen die Exporte binnen Monatsfrist um 1 Prozent auf 24,4 Mrd. GBP zurück, wogegen die Importe um 2,5 Prozent auf 34 Mrd. GBP zulegten. Im FTSE 100 rückten Standard Chartered um 0,8 Prozent vor. Das Kreditinstitut geht davon aus, im Geschäftsjahr 2012 erneut starke Ergebnisse zu erzielen. Wie aus einem Trading Update hervorgeht, wird der Konzern voraussichtlich 330 Mio. US-Dollar zur Beilegung von Vorwürfen seitens der US-Behörden zahlen. Darüber hinaus rechnet der Konzern für 2012 mit einem Wachstum der Einnahmen im hohen einstelligen Prozentbereich, wobei auf Basis konstanter Währungen ein zweistelliges Wachstum erwartet wird. Der Gewinn vor Steuern dürfte im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Ohne den Vergleich mit dem NY DFS wird eine Zunahme des Vorsteuergewinns im zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt. An der Spitze des FTSE 100 ging es für Antofagasta um 3,2 Prozent nach oben, während sich als Schlusslicht Weir Group um 3,4 Prozent verbilligten.

Die französische Arbeitsmarktlage hat sich im dritten Quartal nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So erhöhte sich die ILO-Arbeitslosenquote in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft (ohne Überseegebiete) auf 9,9 Prozent. Im zweiten Quartal war eine Quote von 9,8 Prozent ausgewiesen worden. Ferner lag die Zahl der Arbeitslosen bei 2,8 Millionen, hieß es weiter. EADS schossen als Spitzenreiter im CAC 40 um 8 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat bereits gestern eine grundlegende Überarbeitung der Führungs- und Aktionärsstruktur bekannt gegeben. Dabei sollen u.a. Frankreich und Deutschland neue Großaktionäre des Konzerns werden. Abhängig von der Entscheidung einer außerordentlichen EADS-Hauptversammlung wird der seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2000 geltende Aktionärspakt aufgelöst und durch eine neue, begrenzte Vereinbarung zwischen den Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Spaniens ersetzt. Dazu haben Frankreich, Deutschland und Spanien auf eine staatliche Höchstbeteiligung geeinigt (zwölf plus zwölf plus vier Prozent). Die drei Staaten erhalten ein wechselseitiges Bezugsrecht. Die geänderte EADS-Satzung wird ferner eine Eigentums- und Stimmrechtsbeschränkung auf 15 Prozent enthalten, die weder von Einzelaktionären noch von Aktionärsgruppen überschritten werden darf. Der Anteil der in Streubesitz befindlichen EADS-Aktien wird am Ende von etwas unter 50 Prozent auf über 70 Prozent steigen. Am Indexende brachen GDF SUEZ (GDF SUEZ ) um 11,3 Prozent ein. Der Energie- und Gasversorger bestätigte zwar bereits gestern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2012, rechnet jedoch für die Jahre 2013 und 2014 mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in Europa.

ABB (ABB) rückten um 1 Prozent vor. Der Energie- und Automationstechnikspezialist hat einen weiteren Großauftrag erhalten. So wurde der Konzern von Subsea 7 mit dem Bau einer Stromleitung zwischen einem neuen Öl- und Gasfeld in der Nordsee und dem norwegischen Festland beauftragt. Das Gesamtvolumen des Auftrags wurde auf 170 Mio. US-Dollar beziffert. Bis auf SGS (-0,9 Prozent) wiesen alle im SMI notierten Werte Kursaufschläge aus. Am größten fielen diese bei Swatch Group mit +2,2 Prozent aus.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.603,41 (+0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.581,46 (+0,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.901,42 (+0,16 Prozent) CAC40 (Paris): 3.601,65 (+0,31 Prozent) MIB (Mailand): 15.835,22 (-0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.912,02 (+0,88 Prozent) ATX (Wien): 2.340,05 (+0,95 Prozent) (06.12.2012/ac/n/m)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Relevant2
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) kaufenDZ-Bank AG
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) kaufenIndependent Research GmbH
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
02.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) buyUBS AG
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) kaufenDZ-Bank AG
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) kaufenIndependent Research GmbH
03.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
02.03.2015Airbus Group (ehemals EADS) buyUBS AG
18.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) UnderperformCredit Suisse Group
22.01.2013EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
11.10.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
17.08.2011EADS underperformCredit Suisse Group
24.05.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus Group (ehemals EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Airbus Group (ehemals EADS) Analysen

Heute im Fokus

DAX fester -- Dow im Minus -- Athen lockt säumige Schuldner -- Starker Euro bremst Henkel aus - Aktie gibt nach -- RBS streicht 14.000 Stellen -- Axel Springer, Standard Chartered im Fokus

Polens Notenbank senkt Leitzins auf Rekordtief. Stellenabbau bei Südzucker. Öffentliche Banken sehen kurzfristig niedrigere Bund-Renditen. Areva mit Rekordverlust. Bundesbank: Neue 20-Euro-Note macht Fälschungen deutlich schwerer. DZ Bank 2014 mit Rekordergebnis. Union will Soli ab 2020 schrittweise senken. Target will Kosten massiv senken.
Wer besitzt wieviel Vermögen?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Unternehmen werden die meisten Jobs streichen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Zertifikats? Welcher der fünf folgenden Risikoklassen (RK) würden Sie sich persönlich zuordnen?