Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten am Donnerstag mit teils deutlichen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Angesichts durchwachsener US-Konjunkturdaten endete der Handel jedoch unterhalb der Tageshochs. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,16 Prozent auf 2.305,75 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,84 Prozent auf 2.256,95 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten ebenfalls im Plus.
Der britische Immobilienmarkt hat sich im August 2011 abgekühlt. Wie die Nationwide Building Society heute mitteilte, hat sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent reduziert. Im Juli hatte er hingegen um 0,3 Prozent zugelegt. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Häuserpreis-Index um 0,4 Prozent zurück, nach einem Minus von ebenfalls 0,4 Prozent im Juli. Im FTSE100 stand am Ende Hargreaves Lansdown mit einem Plus von 17,7 Prozent an der Spitze. Dahinter folgten Royal Bank of Scotland (+8,2 Prozent), Lloyds Banking (+6,2 Prozent) und Barclays (+5,6 Prozent). Größter Verlierer im britischen Leitindex war Fresnillo (-3,7 Prozent).
Die französische Arbeitsmarktlage hat sich im zweiten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee weiter verbessert. So verringerte sich die ILO-Arbeitslosenquote in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft (ohne Überseegebiete) auf 9,1 Prozent. Im ersten Quartal 2011 war noch eine Quote von 9,2 Prozent ausgewiesen worden. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 3,3 Millionen. Im CAC 40 standen nach Zahlen heute insbesondere die Papiere von Pernod Ricard mit einem Abschlag von 0,9 Prozent im Blick. Der Likör- und Spirituosenhersteller wartete im abgelaufenen Fiskaljahr 2010/11 mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. So erhöhte sich der Umsatz um 8 Prozent auf 7,64 Mrd. Euro. Das organische Umsatzwachstum hatte bei 7 Prozent gelegen. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter verzeichnete man einen Anstieg auf 1,05 Mrd. Euro, nach 951 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein Zuwachs auf 1,09 Mrd. Euro ausgewiesen, nach zuvor 1,00 Mrd. Euro. Konkrete Prognosen für das laufende Fiskaljahr will der Konzern bei der Vorlage der Umsatzzahlen für das erste Quartal am 20. Oktober abgeben. Peugeot fuhren indes mit einem Verlust von 1 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern will einen dreistelligen Millionenbetrag in ein neues Werk in Indien investieren. So wurde heute eine entsprechende Vereinbarung mit den zuständigen Behörden im indischen Bundesstaat Gujarat unterzeichnet, die den Bau einer vollintegrierten Automobilfabrik in der indischen Stadt Sanand vorsieht. Das in Westindien gelegene Werk soll nach seiner Fertigstellung eine Jahreskapazität von 170.000 Fahrzeugen erreichen. Daneben sind auch Produktionsniederlassungen für Motoren und Getriebe vorgesehen. Insgesamt sollen hier rund 5.00 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das neue Werk wurde auf umgerechnet rund 650 Mio. Euro beziffert. Bereits gestern verlautbarte zudem der Medienkonzern Lagardère (Lagardere SCA), dass man im ersten Halbjahr 2011 den Konzernumsatz ganz leicht um 0,2 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro steigern konnte. Der dem Konzern zurechenbare Nettogewinn wurde auf 28 Mio. Euro beziffert. Im Vorjahr hatte man hier noch 80 Mio. Euro erzielt. Die Aktie brach im breiten Markt um 11,1 Prozent ein. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im CAC 40 die Anteilsscheine von Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 3,4 Prozent wieder, während am Indexende GDF SUEZ um 2,3 Prozent nachgaben.
Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft seco ermittelte für das zweite Quartal 2011 einen abgebremsten Anstieg der Wirtschaftsleistung. Wie heute mitgeteilt wurde, erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal hat das reale BIP um 0,4 Prozent zugelegt, nach einem Plus von 0,6 Prozent im ersten Quartal 2011. Im SMI gewannen Roche 1,5 Prozent hinzu und standen so an der Indexspitze. Die rote Laterne ging unterdessen an die Aktie von Adecco mit einem Wertverlust von 3,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.305,75 (+0,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.256,95 (+0,84 Prozent) FTSE 100 (London): 5.418,65 (+0,45 Prozent) CAC40 (Paris): 3.265,83 (+0,28 Prozent) MIB (Mailand): 15.670,82 (+0,69 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.761,10 (+0,49 Prozent) SMI (Zürich): 5.531,54 (+0,05 Prozent) ATX (Wien): 2.277,61 (-0,11 Prozent) (01.09.2011/ac/n/m)