Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen schlossen am Mittwoch kaum verändert. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 lag am Ende mit 0,09 Prozent im Plus bei 2.718,73 Punkten. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 ging es um 0,12 Prozent nach oben auf 2.461,15 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legte 0,39 Prozent zu auf 662,58 Stellen. Die europäischen Länderbörsen präsentierten sich uneinheitlich.
Der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im ersten Quartal beschleunigt. In der Eurozone (EZ16) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent, nach 1,7 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,2 Prozent an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 2,0 Prozent erhöht hatten. Ferner haben sich die europäischen Verbraucherpreise im Mai mit beschleunigtem Tempo erhöht. So stieg die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 1,6 Prozent, nach 1,5 Prozent im April 2010 und 0,0 Prozent im Mai 2009.
Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im Mai verschlechtert. Den Angaben zufolge sank der Index des Verbrauchervertrauens von 75 Punkten im Vormonat auf 65 Stellen, während Volkswirte lediglich mit einem Rückgang auf 72 Zähler gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.
Wie die drittgrößte britische Supermarktkette J. Sainsbury (J Sainsbury) erklärte, hat sich ihr Umsatzwachstum im Auftaktquartal erneut verlangsamt. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch getroffen. Demnach stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin um 1,1 Prozent. Analysten waren hier im Vorfeld von einem Wachstum von 1,0 Prozent ausgegangen. Die im FTSE 100 gelistete Aktie gewann ein halbes Prozent. Titel des Ölkonzerns BP verloren 1,5 Prozent. Die Ratingagentur Fitch hat ihre Einschätzung für die Kreditwürdigkeit des Unternehmens am Dienstag um 6 Stellen von AA auf BBB gesenkt. Dies ist die zweitniedrigste Bonitätsstufe über Ramschniveau. Heutigen Presseberichten zufolge will BP 20 Mrd. Dollar in einen Treuhandfonds einzahlen. Demnach hat sich der britische Konzern darauf mit der amerikanischen Regierung in Washington auf dieses Modell geeinigt. Die Gelder des Fonds sollen zur Beseitigung der Schäden der Ölkatastrophe eingesetzt werden.
Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia hat seinen Ausblick für seine Sparte Devices & Services gesenkt, was auf einen harten Wettbewerb, eine Verlagerung des Produktmix hin zu geringmargigeren Geräten und die jüngste Abwertung des Euro zurückzuführen ist. Wie der weltweit führende Mobiltelefonproduzent mitteilte, rechnet er in der genannten Sparte für das zweite Quartal nun nur noch mit einem Umsatz am unteren Ende bzw. leicht unter der bisherigen Planspanne von 6,7 bis 7,2 Mrd. Euro. Die Aktie von Nokia verlor heute rund 9 Prozent.
Der schweizerische Pharmakonzern Roche gab heute bekannt, dass er neue Daten vorlegen kann, welche die Wirksamkeit von RoACTEMRA bei Rheumatoider Arthritis belegen. Den Angaben zufolge zeigt das Medikament Verbesserungen bei Entzündungen und vorbestehenden Gelenkschäden. Die Daten sollen auf dem Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) vorgestellt werden. Roche legten im SMI 1,2 Prozent zu. Daneben gewannen unter anderem Syngenta 1,5 Prozent und Synthes 0,7 Prozent.
Spitzenreiter im französischen CAC40 war Axa mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent. Dahinter rückten GDF Suez um 1,8 Prozent und EDF um 1,6 Prozent vor. STMicroelectronics gaben an letzter Stelle 3,7 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.718,73 (+0,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.461,15 (+0,12 Prozent) EURONEXT 100: 662,58 (+0,39 Prozent) FTSE 100 (London): 5.237,92 (+0,39 Prozent) CAC40 (Paris): 3.675,93 (+0,39 Prozent) MIB (Mailand): 20.562,63 (-0,10 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.683,30 (-0,60 Prozent) SMI (Zürich): 6.490,07 (+0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.410,75 (-0,70 Prozent) (16.06.2010/ac/n/m)