Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag wenig verändert. Die europäische Schuldenkrise blieb weiterhin das Hauptthema am Markt. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy beraten heute über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise. Des Weiteren wird nach US-Börsenschluss Alcoa die Berichtssaison einläuten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,11 Prozent auf 2.301,21 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 0,21 Prozent auf 2.395,15 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten uneinheitlich.
Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Januar 2012 einen Anstieg. So verzeichnete der Konjunktur-Index der Eurozone eine Zunahme auf -21,1 Punkte, nach -24,0 Punkten im Vormonat. Das Gute daran ist, dass diese Entwicklung von den Konjunkturerwartungen getragen wird. Diese verbessern sich um 7 Indexpunkte auf -23,5 Zähler. Dies sei auch nötig, um eine dauerhafte Rezession in Euroland abzuwenden. Die aktuelle Lagebeurteilung sinkt entgegen dem positiven Trend nochmals um 1,5 Punkte auf -18,8 Zähler. Auch für Deutschland geht es weiter aufwärts. Der Gesamtindex legt um 4,4 Indexpunkte auf einen Stand von 10,0 Punkten zu. Damit ist hier schon der Stand von Juli 2011 wieder eingeholt. Deutschland bleibt die Lokomotive in Euroland und erhöht sogar nochmals seine "Leader-Funktion".
Im britischen FTSE 100 gewannen National Grid als Spitzenreiter 2,4 Prozent. Schwächster Titel war hier Essar Energy mit einem Abschlag von 5,1 Prozent. AstraZeneca hat seine bisherige Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 bekräftigt. So geht man weiterhin davon aus, ein Ergebnis am unteren Ende der Spanne von 7,20 bis 7,40 US-Dollar je Aktie zu erzielen. Ferner bestätigte das Unternehmen seine Planungen hinsichtlich Umsatz, Margen und Barmittelverwendung für den Zeitraum 2010 bis 2014. Das Papier des Pharmakonzerns verschlechterte sich um 1,1 Prozent. Daneben geht es für Wm Morrison Supermarkets um 0,1 Prozent nach oben. Die Supermarktkette hat in der Weihnachtssaison ein leichtes Umsatzwachstum erzielt. So stiegen die vergleichbaren Umsätze in den sechs Wochen zum 1. Januar 2012 um 0,7 Prozent (ohne Treibstoff). Einschließlich der Kraftstoffverkäufe kletterten die vergleichbaren Umsätze um 3,7 Prozent. Der Gesamtumsatz (ohne Treibstoff) nahm den Angaben zufolge im genannten Zeitraum um 2,9 Prozent zu.
Das französische Handelsbilanzdefizit hat sich im November 2011 nach Angaben der Zollbehörde verkleinert. So reduzierte sich das Defizit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 4,41 Mrd. Euro. Für Oktober 2011 war noch ein Passivsaldo von revidiert 5,57 Mrd. Euro ermittelt worden. Hierbei kletterten die Ausfuhren auf 37,43 (Vormonat 36,23) Mrd. Euro, während die Einfuhren auf 41,84 (Vormonat 41,81) Mrd. Euro zulegten. Im CAC 40 legten auf Platz eins der Gewinnerliste Pernod-Ricard um 2 Prozent zu, während am Indexende Peugeot mit einem Abschlag von 4,4 Prozent hinterherfuhren.
Statoil (Statoil ASA) gaben um 0,6 Prozent nach. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern verlautbarte, dass man in der Barentssee erneut einen bedeutenden Ölfund gemacht hat. Den Angaben zufolge ist der Konzern demnach, zusammen mit seinen Partnern Eni Norge AS und Petoro AS, im "Havis"-Prospekt auf ein großes Ölverkommen gestoßen. Statoil schätzt die hier förderbaren Öläquivalente auf 200 bis 300 Millionen Barrel.
Die Arbeitsmarktlage in der Schweiz hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) verschlechtert. So erhöhte sich die schweizerische Arbeitslosenquote auf 3,3 Prozent, nachdem sie im Vormonat lediglich bei 3,1 Prozent gestanden hatte. Ferner stellte sich die Zahl der Arbeitslosen Ende Dezember auf 130.662, das waren 9.553 mehr als im Vormonat und 17.974 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden 185.706 Stellensuchende registriert, 8.025 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 26.003 Personen (-12,3 Prozent). Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 2.361 auf 15.034 Stellen. Im SMI setzten sich Richemont mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent auf den ersten Platz der Gewinnerliste. Gleichzeitig hatten Banktitel weiterhin einen schweren Stand. So werden die letzten Plätze im Schweizer Leitindex nach wie vor mit UBS und Credit Suisse mit Abschlägen von 3,5 bzw. 1,9 Prozent belegt. Daneben gaben Holcim um 2,2 Prozent nach.
Die griechische Industrieproduktion hat sich im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde reduziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat der Output um 7,8 Prozent abgenommen, nach einem Rückgang von 13,5 Prozent im Oktober. Indes kletterte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent. Dagegen war im Oktober ein Minus von 14,4 Prozent ausgewiesen worden.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.301,21 (+0,11 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.395,15 (-0,21 Prozent) FTSE 100 (London): 5.612,26 (-0,66 Prozent) CAC40 (Paris): 3.127,69 (-0,31 Prozent) MIB (Mailand): 14.401,55 (-1,67 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.278,90 (-0,12 Prozent) SMI (Zürich): 5.987,54 (-0,44 Prozent) ATX (Wien): 1.854,79 (-1,92 Prozent) (09.01.2012/ac/n/m)