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01.04.2009 13:05

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Börsen in Europa: Schwach, Rohstofftitel unter Druck


Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben am Mittwoch durchweg mit Verlusten zu kämpfen. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gibt aktuell 1,29 Prozent ab und notiert bei 2.044,36 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,98 Prozent ein auf 1.798,20 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fällt um 1,04 Prozent zurück auf 473,50 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Abschläge.

Die britische Großbank Barclays hat im Zuge des geplanten Verkaufs der Tochter "iShares" einen bevorzugten Kaufinteressenten für die Konzernsparte benannt. Demnach habe sich der Finanzinvestor CVC Capital Partners als bevorzugter Bieter herauskristallisiert. Presseberichten zufolge könnten die Briten möglicherweise einen Verkaufserlös von 4,5 Mrd. Britischen Pfund erzielen. Die Barclays-Aktie gewinnt in London 1,6 Prozent.

Rohstoffwerte stehen hier indes verstärkt unter Druck. So geben Anglo American knapp 4 Prozent, BHP Billiton 3,5 Prozent und Antofagasta 2,5 Prozent ab. Für die beiden Ölkonzerne BP und Royal Dutch Shell geht es um jeweils mehr als 2 Prozent nach unten.

An der Pariser Börse springen Renault und Peugeot um 6,2 bzw. um 3,9 Prozent. Bei Total ist dagegen ein Minus von 2,2 Prozent auszumachen. Lafarge geben fast 4 Prozent ab, nachdem der Baustoffhersteller heute eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,5 Mrd. Euro angekündigt hat. Titel des Industriekonzerns Alstom, der mit Transmashholding, dem größten Eisenbahnhersteller in Russland, ein strategisches Abkommen unterzeichnet hat, liegen mit 1,3 Prozent hinten.

In Zürich rückt die Aktie de Großbank UBS um 1,7 Prozent vor. Der Finanzkonzern gab zuvor bekannt, dass sein Verwaltungsrat per sofort Ulrich Körner zum Group COO und CEO des Corporate Centers ernannt hat. Körner war seit 1998 bei der Credit Suisse (-0,6 Prozent) tätig, davon die letzten fünf Jahre als Mitglied der Konzernleitung. Julius Bär verlieren fast 2 Prozent. Der Vermögensverwalter teilte mit, dass seine Tochter GAM (UK) die Augustus Asset Managers, einen auf festverzinsliche und Währungsanlagen spezialisierten Londoner Vermögensverwalter, übernehmen will.

Indexstände (12:48 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.044,36 (-1,29 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 1.798,20 (-0,98 Prozent)

EURONEXT 100: 473,50 (-1,04 Prozent)

FTSE 100 (London): 3.901,14 (-0,64 Prozent)

CAC40 (Paris): 2.771,58 (-1,27 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 15.537,00 (-2,13 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 7.743,90 (-0,91 Prozent)

SMI (Zürich): 4.881,26 (-0,94 Prozent)

ATX (Wien): 1.679,31 (-1,02 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die britische Großbank Barclays plc hat im Zuge des geplanten Verkaufs der Tochter "iShares" einen bevorzugten Kaufinteressenten für die Konzernsparte benannt. Wie der Finanzkonzern am Dienstagabend erklärte, habe man in den vergangenen Wochen Verhandlungen mit mehreren Kaufinteressenten für die Konzernsparte geführt. Dabei habe sich der Finanzinvestor CVC Capital Partners als bevorzugter Bieter für die Handelsplattform für so genannte "Exchange Traded Funds" (ETFs) herauskristallisiert. Früheren Presseberichten zufolge könnte Barclays möglicherweise einen Verkaufserlös von 4,5 Mrd. Britischen Pfund erzielen.

Der französische Baustoffhersteller Lafarge S.A. (ISIN FR0000120537/ WKN 850646) hat heute eine Kapitalerhöhung angekündigt. Demnach will der Baustoffhersteller neue Aktien im Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. Euro begeben. Am Vortag wurde dieser Schritt im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung des Konzerns durch die Aktionäre gebilligt. Die beiden Großaktionäre Groupe Bruxelles Lambert und NNS Holding werden die Kapitalerhöhung voll mitzeichnen und neue Aktien im Gesamtvolumen von rund 0,5 Mrd. Euro übernehmen. Die Kapitalerhöhung ist Teil eines insgesamt 4,5 Mrd. Euro schweren Maßnahmenpakets, um die Konzernverschuldung zu reduzieren und die Kapitalbasis zu verstärken.

Der französische Industriekonzern Alstom S.A. (ISIN FR0010220475/ WKN A0F7BK) meldete am Dienstag, dass er mit der Transmashholding (TMH), dem größten Eisenbahnhersteller in Russland, ein strategisches Abkommen unterzeichnet hat. Im Rahmen des Abkommens, dem eine Absichtserklärung vom Oktober 2008 vorausging, wird Alstom Transport die Modernisierung der Produktionsstandorte von TMH sowie die Entwicklung einer neuen Generation von Schienenfahrzeugen für den russischen Markt unterstützen. Zudem erwibt Alstom 25 Prozent der TMH-Anteile (plus eine Aktie).

Der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard S.A. (ISIN FR0000120693/ WKN 853373) gab heute bekannt, dass er an die norwegische Arcus Gruppen AS seine drei Marken Star Gin, Red Port und Dry Anis verkaufen wird. Den Angaben zufolge wollte der Konzern ursprünglich, wie im Dezember 2008 angekündigt, vier Marken an Arcus Gruppen verkaufen, darunter auch Grönstedts Cognac. Die Europäische Kommission hat nun jedoch lediglich den Verkauf der drei genannten Marken genehmigt. Vor diesem Hintergrund wird Pernod die Marke Grönstedts Cognac nun an die finnische Gruppe Altia veräußern.

Die schweizerische Großbank UBS AG (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) meldete heute, dass ihr Verwaltungsrat per sofort Ulrich Körner zum Group COO und CEO des Corporate Centers ernannt hat. In dieser neu geschaffenen Funktion wird er der Konzernleitung wie auch dem Group Executive Committee der Bank angehören. Körner war seit 1998 bei der Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) tätig, davon die letzten fünf Jahre als Mitglied der Konzernleitung.

Der schweizerische Vermögensverwalter Julius Bär Holding AG (ISIN CH0029758650/ WKN A0MQFZ) gab heute bekannt, dass seine Tochter GAM (UK) Ltd. die Augustus Asset Managers Ltd. (AAML), den auf festverzinsliche und Währungsanlagen spezialisierten Londoner Vermögensverwalter, übernehmen will. AAML entstand Anfang 2007 durch einen Management Buy-Out von der Julius Bär Holding AG. Der Abschluss der Transaktion, deren Konditionen nicht veröffentlicht werden, wird vorbehältlich der notwendigen Zustimmung durch die Behörden für Ende April 2009 erwartet.

Der niederländische Technologiekonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) teilte heute mit, dass er das Unternehmen Selecon mit Sitz in Neuseeland übernommen hat. Den Angaben zufolge ist Selecon ein Designer, Hersteller und Vertreiber professioneller Beleuchtungskörper. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Selecon mit Sitz in Auckland wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit rund 95 Mitarbeiter, hieß es. (01.04.2009/ac/n/m)

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