Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen folgen den äußerst schwachen Vorgaben der Wall Street. Belastet von Sorgen um eine Ausweitung der Immobilienkrise kamen die US-Indizes am Vorabend mächtig unter Druck. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert aktuell 0,61 Prozent auf 4.269,23 Punkte. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es um 0,78 Prozent auf 3.586,14 Zähler nach unten. Daneben fällt der in Paris berechnete EURONEXT 100 um 1,03 Prozent auf 961,82 Indexpunkte zurück. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Verluste.
Die Aktie von Marks & Spencer bricht an der Londoner Börse um mehr als 18 Prozent ein. Der Einzelhändler verbuchte im dritten Quartal auf Konzernebene einen Anstieg der Umsatzerlöse um 2,8 Prozent. Die Erlöse auf vergleichbarer Verkaufsfläche auf dem Heimatmarkt waren jedoch rückläufig, außerdem erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein insgesamt weiterhin schwieriges Marktumfeld. Pharmawerte erweisen sich indes erneut als sicherer Hafen. So gewinnen GlaxoSmithKline 1,2 Prozent und AstraZeneca 2,9 Prozent.
In Zürich rücken Novartis um 2,4 Prozent und Roche um 1,6 Prozent vor. Sanofi-Aventis klettern in Paris um 1,4 Prozent. Belastet von schwachen Sektorenvorgaben aus den USA brechen Air France-KLM um über 5 Prozent ein. Kaum besser ist es um Cap Gemini und LVMH bestellt. EADS tendieren rund 2 Prozent schwächer, obwohl die Flugzeugsparte Airbus von der Leasinggesellschaft AWAS einen Großauftrag erhalten hat.
Indexstände (14:09 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.269,23 (-0,61 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.586,14 (-0,78 Prozent)
EURONEXT 100: 961,82 (-1,03 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.271,90 (-1,33 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.442,00 (-0,97 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 37.367,00 (-0,54 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.529,80 (-0,96 Prozent)
SMI (Zürich): 8.307,11 (-0,11 Prozent)
ATX (Wien): 4.290,56 (-1,90 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der zweitgrößte britische Bekleidungshändler Marks & Spencer Group plc (MarksSpencer) legte heute die Umsatzzahlen für das dritte Quartal vor. Demnach verzeichnete der Einzelhandelskonzern im Berichtszeitraum auf Konzernebene einen Anstieg der Umsatzerlöse um 2,8 Prozent. Dabei verbuchte Marks & Spencer in Großbritannien ein Umsatzwachstum von 2,0 Prozent. Die vergleichbaren Umsätze bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, gingen in Großbritannien im Berichtsquartal jedoch um 2,2 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein insgesamt weiterhin schwieriges Marktumfeld.
Der zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gehörende Flugzeugbauer Airbus hat heute einen Großauftrag erhalten. Wie aus der Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, hat die irische Leasing-Gesellschaft AWAS insgesamt 75 Maschinen vom Typ A320 bei Airbus geordert. Bereits im Vorfeld hatte das "Wall Street Journal" über den Großauftrag von AWAS an Airbus berichtet. Laut dem Pressebericht beinhaltet das Auftragsvolumen neben den insgesamt 75 Festbestellungen außerdem eine Kaufoption über weitere 25 Maschinen gleichen Typs. Laut dem Bericht beläuft sich das Auftragsvolumen auf 6,9 Mrd. Dollar.
Die französische Sodexho Alliance S.A. (ISIN FR0000121220/ WKN 870935), das weltweit zweitgrößte Catering-Unternehmen, meldete heute, dass ihr Umsatz im ersten Quartal um 6 Prozent gestiegen ist. Währungs- und akquisitionsbereinigt nahm der Umsatz um 11 Prozent zu, womit die Analystenschätzung von 10 Prozent übertroffen wurde.
Die StatoilHydro ASA (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) kündigte heute im Rahmen ihres "Capital Market Day" eine Erhöhung der Ölproduktion in den kommenden Jahren an. In diesem Zusammenhang kündigte CEO Helge Lund sowohl eine sukzessive Erhöhung der Produktion der Öl- und Erdgasaktivitäten von StatoilHydro in Norwegen als auch bei den internationalen Produktionsniederlassungen des Konzerns an. Gleichzeitig wird StatoilHydro den begonnenen Ausbau der internationalen Explorationsaktivitäten weiterführen. (09.01.2008/ac/n/m)