Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können sich den schwachen Vorgaben aus Übersee nicht entziehen. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert aktuell 1,61 Prozent auf 3.311,99 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 1,53 Prozent ein auf 2.861,15 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt daneben 1,57 Prozent ab auf 764,14 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen liegen ebenfalls im Minus.
Belastet von äußerst schwachen Sektorenvorgaben aus den USA stehen Finanzwerte europaweit unter Druck. In London verlieren mitunter Barclays 5,6 Prozent, RBS 4,5 Prozent und Lloyds 4,8 Prozent. An der Pariser Börse geben Crédit Agricole 3,2 Prozent, BNP Paribas 3,5 Prozent und Société Générale 3,8 Prozent ab. Für Titel der beiden Großbanken UBS und Credit Suisse geht es in Zürich um 4,2 bzw. um 2 Prozent nach unten.
Anteilsscheine von Ciba stechen hier allerdings mit -16 Prozent ins Auge. Der Spezialchemiekonzern musste im ersten Halbjahr angesichts der hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie zahlreicher negativer Einmaleffekte einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Papiere des Mitbewerbers Clariant fallen im Sog dieser Meldung um 3,4 Prozent zurück.
In Wien sacken Wienerberger um 5 Prozent ab. Der Baumaterialhersteller musste im ersten Halbjahr aufgrund der schwachen Entwicklung in einigen Teilmärkten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Anteilsscheine des Kartonnage- und Verpackungsherstellers Mayr-Melnhof rutschen nach Zahlen um fast 3 Prozent ab. A-TEC gewinnen indes mehr als 4 Prozent. Der Industriekonzern verbuchte im ersten Halbjahr ein deutliches Ergebnisplus
Indexstände (14:05 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.311,99 (-1,61 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.861,15 (-1,53 Prozent)
EURONEXT 100: 764,14 (-1,57 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.365,90 (-1,55 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.367,39 (-1,83 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 28.375,00 (-1,70 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 11.443,70 (-2,00 Prozent)
SMI (Zürich): 7.129,29 (-1,41 Prozent)
ATX (Wien): 3.494,09 (-1,36 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Ciba Spezialitätenchemie Holding AG musste im ersten Halbjahr angesichts der hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie zahlreicher negativer Einmaleffekte einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der schweizerische Spezialchemiekonzern heute erklärte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 7 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Verlust ausgewiesen, nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten verringerte sich der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft spürbar.
Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) musste im ersten Halbjahr aufgrund der schwachen Entwicklung in einigen Teilmärkten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Beim Nachsteuergewinn wurde ein Rückgang um 30 Prozent ausgewiesen. Der Umsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich leicht um 3 Prozent. Wesentliche Ursache für den deutlichen Ergebnisrückgang waren die deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen in den USA, Großbritannien und Deutschland, die zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang in diesen Regionen geführt hatten.
Der österreichische Industriekonzern A-TEC Industries AG (ISIN AT00000ATEC9/ WKN A0LFDH) verbuchte im ersten Halbjahr dank der guten operativen Entwicklung in den vier Divisionen Anlagenbau, Antriebstechnik, Werkzeugmaschinenbau und Minerals & Metals sowie einem deutlich verbesserten Finanzergebnis ein Ergebnisplus. Wie der Konzern heute erklärte, konnte der Umsatz im Berichtzeitraum kräftig gesteigert werden. Der Vorsteuergewinn stieg dabei im Vorjahresvergleich um 79,7 Prozent. Beim Periodenüberschuss vor Minderheiten wurde ebenfalls einkräftiger Anstieg ausgewiesen. Wie der Konzern weiter ausführte, verbesserte sich die Finanzlage durch den Verkauf der von A-TEC gehaltenen Beteiligungen an den beiden Kupferherstellern Norddeutsche Affinerie AG (NA) (ISIN DE0006766504/ WKN 676650) und Cumerio
Die österreichische Mayr-Melnhof Karton AG (ISIN AT0000938204/ WKN 890447) wies im ersten Halbjahr 2008 erwartungsgemäß ein Periodenergebnis unter dem Vorjahreswert aus. Wie der Kartonnage- und Verpackungshersteller heute mitteilte, wuchsen die Umsatzerlöse um 6,9 Prozent. Das betriebliche Ergebnis schrumpfte um 6,1 Prozent. Das Periodenergebnis liegt unter Berücksichtigung des Einmaleffekts aus der Schließung des Kartonwerks Nikopol und dem Entfall des Ergebnisbeitrags der verkauften Altpapierbeteiligungen um 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. (19.08.2008/ac/n/m)