Paris (aktiencheck.de AG) - Belastet vom gestrigen Kursrutsch an der Wall Street orientieren sich die europäischen Börsen allesamt nach unten. Dank der positiven US-Futures haben die Tiefststände zur Stunde allerdings keinen Bestand. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert 1,26 Prozent auf 1.966,46 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 büßt 1,36 Prozent ein auf 1.776,83 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 1,28 Prozent ab auf 468,71 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen liegen ebenfalls im Minus.
Die Aktie der Schweizer Großbank UBS verliert knapp 4 Prozent. Einem Pressebericht zufolge droht dem Konzern in den USA ein Prozess im Juli, da man sich gegen die Herausgabe der Namen von 52.000 US-Kunden zur Wehr setzt, die angeblich Steuern hinterzogen haben sollen. Daneben brechen Basilea um rund 37 Prozent ein. Das Biopharma-Unternehmen gab heute bekannt, das sich das Zulassungsverfahren für Ceftobiprol in der EU verzögert. Der Spezialchemiekonzern Sika musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts des allgemein schwierigen Umfelds einen Ergebnisrückgang vorweisen. Der Wert liegt aktuell mit gut 6 Prozent hinten.
An der Londoner Börse ziehen AstraZeneca um knapp 2 Prozent an. Dabei hat der US-Kooperationspartner MAP Pharmaceuticals in einer klinischen Studie für das zur Behandlung von Asthmaerkrankungen bei Kindern entwickelte Medikament Budesonide den primären Endpunkt nicht erreicht.
Der niederländische Technologiekonzern TomTom musste im Schlussquartal angesichts der eingetrübten Nachfragesituation sowie des schwierigen Wettbewerbsumfelds einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Der Wert verliert in Amsterdam mehr als 4 Prozent.
Indexstände (13:00 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 1.966,46 (-1,26 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 1.776,83 (-1,36 Prozent)
EURONEXT 100: 468,71 (-1,28 Prozent)
FTSE 100 (London): 3.822,75 (-0,73 Prozent)
CAC40 (Paris): 2.690,79 (-1,36 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 15.148,00 (-1,58 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 7.462,80 (-1,03 Prozent)
SMI (Zürich): 4.699,09 (-2,04 Prozent)
ATX (Wien): 1.406,37 (-3,90 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca plc hat heute negative Studiendaten präsentiert. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat der US-Kooperationspartner MAP Pharmaceuticals Inc. (ISIN US56509R1086/ WKN A0MX6A) in einer ersten klinischen Phase III-Studie für das zur Behandlung von Asthmaerkrankungen bei Kindern entwickelte Medikament Budesonide den primären Endpunkt nicht erreicht. Wie der Konzern weiter erklärte, werde man nun die vorhandenen Daten auswerten und dann über die weiteren Schritte entscheiden.
Der schweizerischen Großbank UBS AG (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) droht in den USA Presseangaben zufolge ein Prozess im Juli, da sie sich gegen die Herausgabe der Namen von 52.000 US-Kunden zur Wehr setzt, die angeblich Steuern hinterzogen haben sollen. UBS gab letzte Woche bekannt, dass man sich im Zusammenhang mit den Untersuchungen der US-Behörden zum grenzüberschreitenden US-Geschäft mit dem US-Justizministerium sowie der US-Börsenaufsicht SEC geeinigt hat. Wie die "New York Times" heute berichtet, sieht sich UBS jedoch noch mit einer zivilrechtlichen Klage konfrontiert, bei der US-Behörden Zugriff auf die Namen weiterer 52.000 Kunden erlangen wollen.
Die Basilea Pharmaceutica AG (ISIN CH0011432447/ WKN A0B9GA) hat gegen Johnson&Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) und ihre Tochtergesellschaften Schiedsklage betreffend Verzögerungen bei der Zulassung von Ceftobiprol eingereicht. Wie das schweizerische Biopharma-Unternehmen am Dienstag mitteilte, steht dieses Gesuch in Zusammenhang mit dem der Basilea infolge der Verzögerungen bei der Zulassung von Ceftobiprol in den USA und der EU entstandenen Schaden, sowie der Verzögerungen von Meilensteinzahlungen. Johnson&Johnson wurde im Februar 2005 eine weltweite Exklusivlizenz für Ceftobiprol gewährt.
Die schweizerische Sika AG (ISIN CH0000587979/ WKN 858573) musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts des allgemein schwierigen Umfelds einen Ergebnisrückgang vorweisen. Dafür machte der Konzern vor allem negative Wechselkurseffekte, deutlich gestiegene Rohstoffpreise sowie gestiegene Investitionen verantwortlich. Wegen der sich ausweitenden Wirtschaftskrise rechnet Sika in vielen für das Unternehmen relevanten Märkten mit einem Rückgang der Nachfrage. Im laufenden Fiskaljahr wird sich der Konzern vor allem auf Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsmaßnahmen konzentrieren. Ein konkreter Ausblick wurde nicht gegeben.
Der niederländische Technologiekonzern TomTom N.V. (ISIN NL0000387058/ WKN A0ET88) musste im vierten Quartal angesichts der deutlich eingetrübten Nachfragesituation sowie des schwierigen Wettbewerbsumfelds einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Unter dem Strich verzeichnete TomTom einen Nettoverlust von 989 Mio. Euro, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Dabei hatten Wertberichtigungen in Höhe von 1,05 Mrd. Euro das Ergebnis im Berichtszeitraum belastet. CEO Harold Goddijn machte vor allem das deutlich eingetrübte Marktumfeld für den Ergebnisrückgang verantwortlich und geht für das Fiskaljahr 2009 von einer Fortsetzung der schwierigen Rahmenbedingungen aus. Dem will man durch Kostensenkungsmaßnahmen sowie der Einführung neuer Produkte begegnen. (24.02.2009/ac/n/m)