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07.03.2007 14:19

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Börsen in Europa: Überwiegend positiv, Endesa gesucht, ITV unter Druck

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Paris (aktiencheck.de AG) - Gestützt von positiven Vorgaben der New Yorker Leitbörse präsentieren sich die europäischen Börsen am Mittwoch mehrheitlich fester. Verluste in Tokio trüben die Stimmung der Investoren allerdings etwas ein. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 0,12 Prozent und notiert bei 4.015,35 Punkten. Der Dow Jones STOXX 50, der auch britische und schweizerische Werte umfasst, büßt dagegen 0,15 Prozent auf 3.612,03 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 wiederum zieht um 0,49 Prozent auf 949,41 Indexpunkte an. Die europäischen Länderbörsen melden mehrheitlich Kursgewinne.

Aktien von Crédit Agricole verlieren in Paris gegen den Trend 0,4 Prozent. Die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich meldete heute, dass sich ihr Gewinn im vierten Quartal um knapp 10 Prozent erhöht hat, was mit höheren Einnahmen aus dem Investment Banking und der Vermögensverwaltung zusammenhängt. Insgesamt bargen die Zahlen allerdings keine großen Überraschungen. Leichte Kurszuwächse sind dagegen bei Vivendi auszumachen. Der Medienkonzern präsentierte am Morgen Geschäftszahlen, die im Rahmen der Erwartungen lagen. Anteilsscheine der Fluggesellschaft Air France-KLM, die bei der Zahl der beförderten Passagiere im Februar zulegen konnte, rücken um knapp 2 Prozent vor.

Papiere des Rundfunkunternehmens ITV, dessen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht zurückgegangen ist, geben in London über 2 Prozent ab. Titel der Fluggesellschaft easyJet legen nach der Vorlage von Passagierzahlen 0,5 Prozent zu. ABB bilden im schweizerischen Leitindex SMI die Spitze und ziehen um 2,5 Prozent an. In Madrid gewinnen Anteilsscheine von Endesa 2 Prozent. Im Übernahmekampf um den Energiekonzern verzichtet E.ON auf die Bedingung seines Übernahmeangebotes, dass die Hauptversammlung des spanischen Mitbewerbers verschiedene Satzungsänderungen beschließt. Neben Enel hat sich mit Mediobanca außerdem ein weiterer italienischer Investor an Endesa beteiligt.

Indexstände (14:05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.015,35 (+0,12 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.612,03 (-0,15 Prozent)

EURONEXT 100: 949,41 (+0,40 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.130,10 (-0,14 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.446,86 (+0,18 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 40.308,00 (-0,16 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 13.906,10 (+0,58 Prozent)

SMI (Zürich): 8.834,65 (+0,67 Prozent)

ATX (Wien): 4.339,16 (+0,86 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die britische Fluggesellschaft easyJet plc verzeichnete im Februar einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere. Wie die Billigfluggesellschaft heute erklärte, wurden im Berichtsmonat insgesamt 2,646 Millionen Fluggäste befördert, was im Vergleich zum Vorjahresmonat (2,373 Millionen Passagiere) einem Plus von 11,5 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor lag jedoch im Berichtsmonat mit 82,8 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 83,7 Prozent.

Die British Airways plc (ISIN GB0001290575/ WKN 872391) geht für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 von einem Umsatzanstieg aus und erwartet höhere Kerosinaufwendungen. Wie die britische Fluglinie im Rahmen ihres Investorentags heute erklärte, wird der Gesamtumsatz im laufenden Fiskaljahr gegenüber dem Vorjahr um 5 bis 6 Prozent zulegen. Dabei geht man bei den angebotenen Sitzkilometern von einem Anstieg im Bereich von 1,4 Prozent aus, während die verkauften Sitzkilometer im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent zulegen sollen. Bei den Aufwendungen für Kerosin erwartet man im Vergleich zum Fiskaljahr 2006/07 einen Anstieg um 100 Mio. Britische Pfund (GBP). Die Gesamtkosten ohne die Berücksichtigung von Kerosin werden sich im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 50 Mio. GBP erhöhen, teilte der Konzern weiter mit. Damit sieht sich British Airways auf gutem Weg, im Geschäftsjahr 2007/08 eine Umsatzrendite von 10 Prozent zu erreichen.

Das britische Rundfunkunternehmen ITV plc (ISIN GB0033986497/ WKN A0BLQP) gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht zurückgegangen ist. Demnach betrug der Nettogewinn 219 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 5,4 Pence pro Aktie, nach 222 Mio. GBP bzw. 5,3 Pence pro Aktie. Der bereinigte operative Gewinn reduzierte sich um 18 Prozent auf 375 Mio. GBP, was auf einen schwachen Werbemarkt und geringere Einnahmen aus dem Hauptsender ITV1 zurückgeführt wird. Der Umsatz lag mit 2,18 Mrd. GBP auf Vorjahresniveau (2,2 Mrd. GBP).

Die Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285), die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sich ihr Gewinn im vierten Quartal um 9,8 Prozent erhöht hat, was mit höheren Einnahmen aus dem Investment Banking und der Vermögensverwaltung zusammenhängt. Der Nettogewinn vor Minderheitsanteilen belief sich auf 1,11 Mrd. Euro, gegenüber 1,01 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,10 Mrd. Euro ausgegangen. Die Einnahmen kletterten im Berichtszeitraum um 14,3 Prozent auf 4,21 Mrd. Euro. Der operative Gewinn nahm um 12,7 Prozent auf 1,36 Mrd. Euro zu. Die Gesamtkosten des Konzerns erreichten im abgelaufenen Quartal 2,85 Mrd. Euro, was einem Anstieg um 15 Prozent entspricht. Im Gesamtjahr kletterte der Nettogewinn vor Minderheitsanteilen um 26,4 Prozent auf 4,92 Mrd. Euro, während der operative Gewinn um 28,8 Prozent auf 5,83 Mrd. Euro zulegen konnte. Die Einnahmen stiegen um 18,2 Prozent auf 16,19 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite betrug 17,0 Prozent (+1,2 Prozentpunkte).

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal S.A. (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) teilte heute mit, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 51 Prozent gesunken ist, was mit einem Steuervorteil und Einmalerträgen aus Asset-Verkäufen im Vorjahr zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 610 Mio. Euro, im Vergleich zu 1,25 Mrd. Euro im Vorjahr. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn konnte jedoch um 25 Prozent auf 505 Mio. Euro zulegen. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 522 Mio. Euro ausgegangen. Das EBITA ging um 8 Prozent auf 722 Mio. Euro zurück. Der Umsatz erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 5,55 Mrd. Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will Vivendi eine Dividende in Höhe von 1,20 Euro pro Aktie (+20 Prozent) ausschütten. Im laufenden Geschäftsjahr soll der bereinigte Gewinn mindestens 2,7 Mrd. Euro betragen, nach 2,61 Mrd. Euro in 2006. Für 2011 geht der Konzern weiterhin von einem bereinigten Gewinn von 3,5 bis 4,0 Mrd. Euro aus.

Die Fluggesellschaft Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) konnte bei der Zahl der beförderten Passagiere im Februar zulegen. Wie die Fluglinie heute erklärte, wurden im Berichtsmonat insgesamt 5,177 Millionen Fluggäste befördert, was im Vergleich zum Vorjahresmonat (4,979 Millionen Passagieren) einem Plus von 4,0 Prozent entspricht. Die Zahl der verkauften Sitzkilometer kletterte im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent auf 14,411 Milliarden, während die Zahl der angebotenen Sitzkilometer um 1,9 Prozent auf 18,276 Milliarden anstieg. Der Sitzladefaktor konnte damit im Vorjahresvergleich von 77,7 Prozent auf 78,9 Prozent verbessert werden.

Die E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) verzichtet auf die Bedingung ihres Übernahmeangebotes, dass die Hauptversammlung des spanischen Energiekonzerns Endesa S.A. (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) verschiedene Satzungsänderungen beschließt. Dies teilte der deutsche Versorger am Dienstagabend mit. Nach dem Eintritt der spanischen Acciona S.A. (ISIN ES0125220311/ WKN 865629) und der italienischen Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) kommt es aus Sicht von E.ON entscheidend auf die abschließenden Kapitalverhältnisse bei Endesa an. E.ON will sich hierauf voll konzentrieren und den Prozess vereinfachen. Das Übernahmeangebot von E.ON steht bislang unter der Bedingung, dass die Hauptversammlung von Endesa folgende Satzungsänderung beschließt: Änderung von §32 der Satzung dahingehend, dass die Stimmrechtsbeschränkung aufgehoben wird; Änderung weiterer Artikel der Satzung in Bezug auf die Anforderung an die Zusammensetzung des Board of Directors und die Ernennung zum Director oder Chief Executive Officer.' E.ON erklärt, auf die vorgenannte Bedingung zu verzichten. Die weitere Bedingung des Übernahmeangebotes von E.ON, dass im Rahmen des Angebotes mindestens 529.481.934 Aktien von Endesa, entsprechend 50,01 Prozent des Grundkapitals von Endesa erworben werden, bleibt den Angaben zufolge jedoch unverändert. (07.03.2007/ac/n/m)

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