Paris (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld des weltweit beachteten US-Arbeitsmarktberichts halten sich die europäischen Marktteilnehmer mit Engagements zurück. Der
Dow Jones Euro Stoxx 50 büßt aktuell 0,94 Prozent ein auf 1.834,78 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert daneben 0,26 Prozent auf 1.642,42 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht einen Abschlag von 0,54 Prozent auf 439,32 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen liegen mit Ausnahme von Zürich ebenfalls im Minus.
Unternehmensseitig hält sich die Nachrichtenlage in Grenzen. Der britische Werbe- und Marketingkonzern WPP gab heute bekannt, dass er im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg erzielt hat. Für 2010 rechnet der Konzern mit einer gewissen Erholung der Geschäftsentwicklung. Die Aktie gewinnt in London aktuell fast 5 Prozent. Dagegen brechen Papiere des Baustoffhändlers Wolseley, der im ersten Halbjahr aufgrund hoher Einmalbelastungen einen deutlichen Verlust ausweisen musste und zudem eine Kapitalerhöhung sowie die Streichung der Zwischendividende angekündigt hat, um mehr als 11 Prozent ein.
Der französische Umweltservice-Konzern Veolia hatte im abgelaufenen Fiskaljahr unter der allgemein schwachen konjunkturellen Entwicklung sowie hohen Einmalbelastungen zu leiden und verbuchte erwartungsgemäß einen deutlichen Ergebnisrückgang. Am Markt kommt das Zahlenwerk aber offenbar gut an. Der Titel legt in Paris mehr als 2 Prozent zu.
An der Wiener Börse stechen Papiere von Andritz mit -8,9 Prozent ins Auge. Der Technologiekonzern konnte im Geschäftsjahr 2008 zwar ein Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen. Für 2009 erwartet man allerdings einen Rückgang des Umsatzes um ca. 15 Prozent sowie eine Verringerung des Konzernergebnisses.
Im Zürich legen Basilea leicht zu. Wie das Biopharma-Unternehmen heute mitteilte, zeigt das innovative Antibiotikum BAL30072 in Empfindlichkeitstests und Infektionsmodellen im Tier eine bisher unübertroffene Wirksamkeit gegen einige äußerst schwer behandelbare Bakterien.
Indexstände (13:07 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 1.834,78 (-0,94 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 1.642,42 (-0,26 Prozent)
EURONEXT 100: 439,32 (-0,54 Prozent)
FTSE 100 (London): 3.523,80 (-0,17 Prozent)
CAC40 (Paris): 2.558,21 (-0,44 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 13.094,00 (-3,17 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 6.958,70 (-0,96 Prozent)
SMI (Zürich): 4.395,14 (+0,11 Prozent)
ATX (Wien): 1.422,76 (-1,61 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Werbe- und Marketingkonzern WPP Group plc (ISIN GB00B0J6N107/ WKN A0F64D) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz um 20,9 Prozent. Ohne die Berücksichtigung der Akquisition des Rivalen TNS hatte der Umsatzanstieg auf vergleichbarer Basis bei 2,7 Prozent gelegen. Angesichts einer höheren Steuerbelastung musste WPP beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter einen Rückgang um 5,8 Prozent ausweisen. Für 2009 erwartet der Konzern einen Umsatzrückgang von 2 Prozent. Erst für 2010 rechnet der Konzern mit einer gewissen Erholung der Geschäftsentwicklung.
Der britische Baustoffhändler Wolseley plc musste im ersten Halbjahr aufgrund hoher Einmalbelastungen einen deutlichen Verlust ausweisen und kündigte im Anschluss eine Kapitalerhöhung an. Bereinigt um hohe Restrukturierungsaufwendungen sowie Wertberichtigungen hatte man im Berichtszeitraum einen operativen Gewinn zu verzeichnen, dabei allerdings einen Rückgang von 42,7 Prozent hinnehmen müssen. Wesentlichen Anteil an der deutlich rückläufigen operativen Entwicklung hatte die nach wie vor schwache Baukonjunktur in vielen Hauptabsatzmärkten des Unternehmens. Des Weiteren kündigte der Konzern eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1 Mrd. GBP an, um die Konzernverschuldung weiter zu reduzieren. Außerdem wurde auf die Ausschüttung einer Zwischendividende verzichtet.
Der französische Umweltservice-Konzern Veolia Environnement S.A. (ISIN FR0000124141/ WKN 501451) hatte im abgelaufenen Fiskaljahr unter der allgemein schwachen konjunkturellen Entwicklung sowie hohen Einmalbelastungen zu leiden und verbuchte erwartungsgemäß einen deutlichen Ergebnisrückgang. Der Umsatz stieg indes um 13,4 Prozent. Des Weiteren will der Konzern im laufenden Jahr 2009 insgesamt Einsparungen von 280 Mio. Euro realisieren. Gleichzeitig wurde das Programm zur Veräußerung von Unternehmensteilen aufgestockt, wobei der Konzern im Zeitraum von 2009 bis 2011 3 Mrd. Euro erlösen will. Die Dividende für 2008 soll unverändert bei 1,21 Euro je Aktie liegen.
Die Andritz AG (ISIN AT0000730007/ WKN 632305) konnte im Geschäftsjahr 2008 ein Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen. Wie der österreichische Technologiekonzern heute mitteilte, konnte er den Umsatz um 10,0 Prozent steigern und damit einen neuen Rekordwert erzielen. Das organische Umsatzwachstum betrug 2,2 Prozent. Das Konzernergebnis (nach Abzug von Fremdanteilen) stieg leicht. Bei der kommenden Hauptversammlung wird der Vorstand eine Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro (2007: 1,00 Euro) je Aktie vorschlagen. Dr. Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der Andritz AG, erklärt: "Aus heutiger Sicht erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Umsatzes um ca. 15 Prozent sowie eine Verringerung des Konzernergebnisses im Vergleich zu 2008."
Die Basilea Pharmaceutica AG (ISIN CH0011432447/ WKN A0B9GA) hat positive Daten zum neuen Antibiotikum BAL30072 vorgestellt. Wie das schweizerische Biopharma-Unternehmen heute mitteilte, zeigt das innovative Antibiotikum in Empfindlichkeitstests und Infektionsmodellen im Tier eine bisher unübertroffene Wirksamkeit gegen einige äußerst schwer behandelbare Bakterien. BAL30072 habe das Potenzial, die Behandlungseinschränkungen der momentan verfügbaren Antibiotika, wie zum Beispiel der Carbapeneme, zu überwinden und könnte eine einzigartige neue Behandlungsoption bei schweren Infektionen werden, hieß es weiter. (06.03.2009/ac/n/m)