Paris (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung an den europäischen Börsen bleibt angesichts der Konjunktursorgen und der europäischen Schuldenkrise auch zur Mittagszeit gedämpft. Ferner stufte am Vorabend die Ratingagentur Moody´s das Kreditrating für einige europäische Kreditinstitute herab. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,26 Prozent auf 2.193,76 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,37 Prozent nach auf 2.344,63 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Minus.
Die Wall Street dürfte heute leicht positiv in den Handel gehen. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,49 Prozent. Der NASDAQ-Future klettert um 0,06 Prozent nach oben, während der S&P-Future um 0,05 Prozent zulegt. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Die US-Ratingagentur Moody´s hat am Donnerstagabend das Kreditrating von fünfzehn internationalen Großbanken herabgestuft. Betroffen waren auch einige führende europäische Kreditinstitute. Begründet wurde die Entscheidung vor allem mit den zunehmenden Risiken, denen die Kreditinstitute durch die steigende Volatilität an den Kapitalmärkten ausgesetzt sind. Dabei verwies die Ratingagentur zudem auf die weitere Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone.
Aktien der France Télécom nehmen auch zur Mittagszeit im französischen CAC40 mit einem Plus von 2,1 Prozent die Spitzenposition ein. Anteile der Société Générale behaupten sich mit einem Zugewinn von 2,0 Prozent auf dem zweiten Platz. Auch Crédit Agricole können sich mit einem Plus von 1,8 Prozent auf den vorderen Rängen behaupten, obwohl die Bonitätsnote der Großbank von Moody´s von "Aa3" auf "A2" abgestuft wurde. In der langen Liste der Verlierer müssen LVMH, Renault und EADS Abschläge von über 2 Prozent hinnehmen. Auf dem letzten Platz fallen Anteile von Technip um 4,5 Prozent zurück.
Im britischen FTSE 100 liegen Aktien der BT Group mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent an der Spitze. Es folgen Lloyds Banking und GlaxoSmithKline mit Aufschlägen von 0,9 Prozent bzw. 0,2 Prozent. Rohstofftitel finden sich derweil auf den hinteren Indexplätzen wieder. So geben Eurasian Natural, Fresnillo und Vedanta Resources über 3 Prozent ab. Als Schlusslicht bewegen sich Petrofac mit 5,6 Prozent im Minus.
Im Schweizer SMI können Aktien der Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) ihre Verluste reduzieren und bewegen sich nur noch mit 0,2 Prozent im Minus. Die Großbank sieht im Zusammenhang mit der jüngsten Abstufung der Bonitätsnote durch die Ratingagentur Moody´s keine Auswirkungen auf die Liquiditäts- und Refinanzierungsplanung des Kreditinstituts. So bleibe sie auch nach der Abstufung im Vergleich zu Mitbewerbern eine der Banken mit den höchsten Ratings von Moody's Investors Service. Um 1,1 Prozent nach oben geht es derweil an der Indexspitze für Julius Bär. Papiere von Roche verlieren 0,7 Prozent, obwohl der Pharmakonzern heute weitere positive Phase III-Studiendaten zu Perjeta (pertuzumab) bei metastasierendem Brustkrebs präsentierte. Am Indexende geben Swatch Group 3,1 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.193,76 (-0,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.344,63 (-0,37 Prozent) FTSE 100 (London): 5.519,53 (-0,84 Prozent) CAC40 (Paris): 3.096,89 (-0,56 Prozent) MIB (Mailand): 13.763,42 (-0,09 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.849,20 (+1,12 Prozent) SMI (Zürich): 5.993,29 (-0,31 Prozent) ATX (Wien): 1.933,73 (-0,94 Prozent) (22.06.2012/ac/n/m)