Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen sind die Kurse in positives Terrain vorgestoßen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 steigt derzeit um 1,00 Prozent auf 2.256,51 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,81 Prozent auf 2.242,71 Zähler. Die europäischen Länderbörsen stehen mehrheitlich im Plus.
Die Investoren zeigen sich enttäuscht über die Ergebnisse des Treffens der Euro-Finanzminister vom Dienstag. Der geplante Hebel des Eurorettungsschirms könnte die gewünschte Wirkung verfehlen. Die angestrebte Summe von 1 Bio. Euro wird wahrscheinlich nicht erreicht, erklärte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach dem Treffen in Brüssel. Heute diskutieren die Minister erneut über das Instrument Eurobonds, das von Deutschland abgelehnt wird.
Die Verbraucherpreise sind im November 2011 mit unverändertem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verharrte die jährliche Inflationsrate bei 3,0 Prozent, während sie im Vormonat schon bei 3,0 Prozent gestanden hatte. Weiteren Angaben zufolge hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Oktober 2011 verschlechtert. Im Euroraum (ER17) kletterte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 10,3 Prozent, nach 10,2 Prozent im Vormonat und 10,1 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,8 Prozent, im Vergleich zu 9,7 Prozent im September 2011 und 9,6 Prozent im Oktober 2010.
Der private Konsum in Frankreich hat sich im Oktober 2011 stabilisiert. Dies gab die französische Statistikbehörde INSEE heute bekannt. Im Vormonatsvergleich blieben die Verbraucherausgaben unverändert. Für September war hingegen ein Rückgang um 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich der private Verbrauch um 0,9 Prozent. Ferner sind die französischen Erzeugerpreise im Oktober 2011 mit beschleunigtem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat zogen die Erzeugerpreise um 5,5 Prozent an, nach einer Preiserhöhung um 5,2 Prozent im September. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent, nach 0,2 Prozent im September. Auf der Unternehmensseite gaben die Aktien von Bouygues 0,7 Prozent ab. Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern hat am Mittwoch mehrere Großaufträge aus Singapur erhalten. So wurde die Bausparte des Konzerns in Singapur, Dragages Singapore, unter anderem mit der Errichtung eines Wohnhauskomplexes mit einer Fläche von rund 90.000 Quadratmetern beauftragt. Außerdem erhielt Dragages Singapore einen Auftrag zum Bau eines Apartment-Blocks im Ardmore Park. Der Gesamtwert beider Aufträge wurde auf rund 160 Mio. Euro beziffert.
Die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) hat im Rahmen einer Branchenstudie zum internationalen Bankensektor die Ratings zahlreicher US-Großbanken und Kreditinstitute in Europa gesenkt. In der Schweiz wurde der Ausblick für die Großbank Credit Suisse Group (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) von zuvor "stabil" auf "negativ" gesenkt, während das Rating mit "A+"bestätigt wurde. Bei der UBS wurde die Bonitätsnote indessen um eine Stufe auf "A" nach unten revidiert. Die beiden Titel verbuchen inzwischen dennoch Kursgewinne von 1,7 bzw. 0,9 Prozent. Das Schlusslicht bildet jedoch Transocean mit einem Minus von 3,3 Prozent. In Frankreich wurden sowohl die Ratings als auch der Ausblick der führenden Kreditinstitute des Landes, Société Générale S.A. , Crédit Agricole S.A. und BNP Paribas S.A. , von Standard & Poor´s bestätigt. Die Aktien gewinnen in Paris zwischen 0,4 und 1,4 Prozent.
Bei britischen Großbanken zeigte sich S&P indessen skeptischer: So wurde die Bonitätsnote der Lloyds Banking Group plc um eine Stufe auf "A-" gesenkt. Auch die Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (Royal Bank of Scotland (RBS)) wurde auf "A-" herabgestuft. Die Aktien stehen derzeit mit 0,4 Prozent im Minus bzw. 4,4 Prozent im Plus.
Die Anteilsscheine von STRABAG (STRABAG SE) ziehen um 1,7 Prozent an. Der österreichische Baukonzern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres bei Umsatz und Ergebnis zulegen und hat im Anschluss die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Beim Periodenergebnis nach Anteilen Dritter wurde ein Anstieg auf 112,2 Mio. Euro erzielt, nach 108,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.256,51 (+1,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.242,71 (+0,81 Prozent) FTSE 100 (London): 5.392,35 (+1,04 Prozent) CAC40 (Paris): 3.062,14 (+1,17 Prozent) MIB (Mailand): 14.813,66 (+1,27 Prozent) SMI (Zürich): 5.549,65 (+0,33 Prozent) ATX (Wien): 1.782,01 (+0,16 Prozent) (30.11.2011/ac/n/m)