Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen mittlerweile im Minus. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert aktuell 0,98 Prozent auf 2.697,91 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) büßt 0,50 Prozent ein auf 2.483,27 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) gibt 0,64 Prozent ab auf 646,97 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Abschläge.
Laut Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat ist die Wirtschaft innerhalb Europas stärker angewachsen. Im Vorjahresvergleich zog die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 1,7 Prozent an. In der EU27 lag das BIP um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem hat die Handelsbilanz der Eurozone im Juni mit einem Überschuss geschlossen. So belief sich der Überschuss des Euroraums (ER16) beim Handel mit Drittländern auf 2,4 Mrd. Euro. Ferner sank das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,6 Mrd. Euro.
Die Wall Street dürfte heute an die Verluste der vergangenen Tage anknüpfen. Aktuell geben der Dow Jones Future 0,37 Prozent, der S&P 500 Future 0,41 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,55 Prozent ab. In den USA stehen im weiteren Handelsverlauf der Einzelhandelsumsatz, die Verbraucherpreise, die Verbraucherstimmung und die Lagerbestände auf dem Terminplan.
Der belgische Einzelhandelskonzern Delhaize (Delhaize Group) meldete, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 8,2 Prozent gesunken ist, was u.a. mit negativen Währungseffekten und anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen im Südosten der USA zusammenhängt. Zudem wurde der Ausblick gesenkt. Indes wurde das Kosteneinsparziel erhöht. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 114 Mio. Euro, gegenüber 125 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 4,7 Prozent auf 5,33 Mrd. Euro zu, wobei wechselkursbereinigt ein Rückgang um 0,1 Prozent verbucht wurde. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 rechnet der Konzern nun mit einer operativen Gewinnentwicklung von -2 bis +2 Prozent bei konstanten Währungen. Zuvor war man hier von einem Gewinnwachstum von 2 bis 5 Prozent ausgegangen. Delhaize brechen in Brüssel um über 8 Prozent ein.
Wie die Statistikbehörde INSEE erklärte, hat sich das Wachstum der französischen Wirtschaft im zweiten Quartal beschleunigt. So lag das BIP um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Im ersten Quartal war das BIP um revidiert 0,2 (vorläufig: 0,1) Prozent gewachsen. Im CAC40 geben Dexia, AXA und Veolia Environnement jeweils mehr als 2 Prozent ab. Arcelor-Mittal verlieren ungeachtet der starken Zahlen des deutschen Kontrahenten ThyssenKrupp 0,8 Prozent. Gegen den Trend können unter anderem Société Générale, France Télécom und L'Oréal jeweils leicht zulegen.
An der Spitze des britischen FTSE 100 finden sich Aviva mit einem satten Zuwachs von fast 5 Prozent. Daneben rücken TUI Travel um 3,6 Prozent und Legal & General um 2,6 Prozent vor. Standard Life gewinnen ebenfalls 2,6 Prozent, GSK 1,6 Prozent und Barclays 1,3 Prozent. Vedanta sacken als Schlusslicht um knapp 5 Prozent ab. Im Schweizer SMI gewinnen Synthes an erster Stelle 0,6 Prozent. Adecco befinden sich weiter auf dem absteigenden Ast und geben 1,7 Prozent ab.
Die spanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal erneut geschrumpft. Dies gab die nationale Statistikbehörde INE bekannt. So sank das BIP gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent, nachdem es im ersten Quartal um 1,3 Prozent gefallen war. Im IBEX 35 büßen unter BBVA 2,2 Prozent, Repsol 0,9 Prozent und Iberdrola 0,7 Prozent ein.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.697,91 (-0,98 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.483,27 (-0,50 Prozent) EURONEXT 100: 646,97 (-0,64 Prozent) FTSE 100 (London): 5.243,96 (-0,42 Prozent) CAC40 (Paris): 3.591,92 (-0,80 Prozent) MIB (Mailand): 20.343,60 (-0,95 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.224,60 (-1,14 Prozent) SMI (Zürich): 6.259,27 (-0,32 Prozent) ATX (Wien): 2.398,64 (-0,12 Prozent) (13.08.2010/ac/n/m)