Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren nach den Vortagesgewinnen im Mittwochhandel zur Mittagszeit weiterhin freundlich. Die Stimmung der Investoren wird dabei weiterhin vor allem von den positiven Vorgaben von der Wall Street und gut ausgefallenen Quartalszahlen von Apple angehoben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 1,73 Prozent auf 2.703,46 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 1,17 Prozent auf 2.521,56 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt um 1,58 Prozent zu auf 675,18 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Die Wall Street dürfte heute mit Zugewinnen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit 0,37 Prozent. Der NASDAQ-Future klettert momentan um 0,96 Prozent nach oben, während der S&P-Future um 0,60 Prozent vorrückt. Am Nachmittag stehen in den USA konjunkturseitig noch die Verkäufe bestehender Häuser für Juni auf der Agenda.
Alstom (Alstom) konnte zwar seinen Auftragseingang im ersten Quartal deutlich verbessern, der Umsatz ist jedoch gesunken. Der Konzernumsatz belief sich den Angaben zufolge auf 4,53 Mrd. Euro, im Vergleich zu 5,17 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang hängt vor allem mit einer deutlich schwächeren Entwicklung in den Bereichen Power Thermal und Transport zusammen. Der Auftragseingang erreichte 5,01 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert von 3,49 Mrd. Euro. Der gesamte Auftragsbestand zum 30. Juni 2011 lag bei 47 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Industriekonzern weiterhin mit einer operativen Marge von 7 bis 8 Prozent. Der Titel verschlechtert sich um 0,1 Prozent. Auf den Plätzen eins bis drei im CAC 40 legen Société Générale, BNP Paribas und Crédit Agricole um 4,1 bis 5,6 Prozent zu. Die rote Laterne wird indes von Michelin mit einem Abschlag von 0,6 Prozent eingenommen.
In der Schweiz verteuern sich im breiten Markt Logitech International um 4,4 Prozent. Der Hardware-Hersteller wird das italienische Unternehmen Mirial übernehmen. Bei Mirial mit Sitz in Mailand handelt es sich den Angaben zufolge um einen führenden Anbieter von Personal und Mobile Video Conferencing-Lösungen. Das Unternehmen wird in die Logitech-Division LifeSize integriert. Auch der SMI wird heute von Banktiteln angeführt. So belegen Credit Suisse, UBS und Julius Baer mit Zugewinnen zwischen 2,6 und 3 Prozent die vorderen drei Plätze. Indes notieren vier Werte in der Verlustzone. Am schlechtesten läuft es dabei bei Lonza. Der Titel verliert 0,8 Prozent an Wert.
Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im Mai 2011 nach Angaben der italienischen Statistikbehörde Istat gestiegen. So erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent. Davor war er im April um 6,4 Prozent gesunken. Weiteren Angaben zufolge lagen die Neuaufträge um 13,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einem Plus von 5,8 Prozent im April.
Spanien verzeichnete beim Außenhandel im Mai 2011 nach Angaben des Handelsministeriums ein kleineres Defizit. So schrumpfte das Defizit gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,1 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Davor war im April ein Passivsaldo von 3,96 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 13,0 Prozent auf 18,33 Mrd. Euro und die Importe um 6,7 Prozent auf 21,74 Mrd. Euro.
Svenska Handelsbanken (Svenska Handelsbanken (A, FRIA)) steigerte im zweiten Quartal den operativen Gewinn auf 4,14 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK), nach 3,54 Mrd. SEK im Vorjahr. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter wurde ein Anstieg um 22 Prozent auf 3,14 Mrd. SEK ausgewiesen. Die Gesamteinnahmen lagen mit 8,17 Mrd. SEK um 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Nettozinseinnahmen kletterten im Vorjahresvergleich um 12 Prozent auf 5,68 Mrd. SEK. Das Papier rückt um 2,3 Prozent vor. Daneben geht es für TeliaSonera (TeliaSonera AB) um 3,5 Prozent nach oben. Die Telefongesellschaft musste im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies neben negativen Währungseffekten auf geringere Ergebnisbeiträge der Beteiligungen in Russland und der Türkei. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Indes wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.703,46 (+1,73 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.521,56 (+1,17 Prozent) EURONEXT 100: 675,18 (+1,58 Prozent) FTSE 100 (London): 5.852,41 (+1,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.750,37 (+1,50 Prozent) MIB (Mailand): 18.690,67 (+2,53 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.723,30 (+2,96 Prozent) SMI (Zürich): 5.939,09 (+0,72 Prozent) ATX (Wien): 2.619,78 (+0,80 Prozent) (20.07.2011/ac/n/m)