Börsen in Europa am Mittag: Deutlich schwächer, US-Futures im Minus
Wie National Statistics mitteilte, sind die britischen Erzeugerpreise im Juni gesunken. So lagen die Preise um 1,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang von 0,8 Prozent prognostiziert hatten. Wie außerdem bekannt wurde, ist die französische Industrieproduktion im Mai gesunken. Laut Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee lag die Industrieproduktion um 13,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Daneben hat sich der Rückgang der italienischen Industrieproduktion im Mai verlangsamt. Dies gab die nationale Statistikbehörde Istat in Rom bekannt. Auf Jahressicht schrumpfte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft um 19,8 Prozent. Für April war ein Minus von 24,2 Prozent ermittelt worden.
Die US-Futures lassen keinen positiven Auftakt der Wall Street erahnen. Zur Stunde verlieren der Dow Jones Future 0,87 Prozent, der Nasdaq 100 Future 0,51 Prozent und der S&P 500 Future 0,79 Prozent. Mit Spannung werden in den USA die Handelsbilanz, die Ein- und Ausfuhrpreise sowie die Verbraucherstimmung erwartet.
Im OMX Nordic 40 können Ericsson gegen den Trend ein knappes Prozent zulegen. Der schwedische Netzwerkausrüster hat mit dem US-Mobilfunkbetreiber Sprint eine Vereinbarung über Dienstleistungen für das Sprint-Netzwerk geschlossen. Wie bereits am Donnerstag bekannt wurde, sieht der Vertrag die Übernahme von 6.000 Sprint-Mitarbeitern für einen Zeitraum von sieben Jahren vor. Im Rahmen der Vereinbarung, die ein Volumen von 4,5 Mrd. bis 5,0 Mrd. Dollar habe, solle es keine Entlassungen geben. Der finnische Maschinenbaukonzern Metso hat eigenen Angaben zufolge zwei weitere Großaufträge von chinesischen Papierproduzenten an Land gezogen. Insgesamt belaufe sich das Auftragsvolumen auf 270 Mio. Euro. Die Aktie verliert nach einem starken Auftakt über 1 Prozent.
Wie der britische Minenkonzern Anglo American mitteilte, hat er Sir John Parker zum 1. August zum Chairman bestellt. Er folge damit Sir Mark Moody-Stuart, der nach sieben Jahren als Chairman aus dem Board ausscheidet. Anglo American liegen im FTSE 100 knapp im Minus. Deutlich schlechter läuft es unter anderem für die Mitbewerber Rio Tinto (-3,4 Prozent), Lonmin (-3,2 Prozent) und Xstrata (-1,8 Prozent). Vedanta stechen indes mit einem Plus von gut 2 Prozent hervor. Weitere Gewinner sind mitunter Kingfisher mit +1,9 Prozent, Lloyds mit +1,4 Prozent und RBS mit +1 Prozent.
Im französischen CAC40 fallen Titel des Stahlkochers Vallourec am Indexende um über 3 Prozent zurück. Kursabschläge von jeweils mehr als 2 Prozent erleiden Alcatel-Lucent, Alstom und AXA. ArcelorMittal und Renault verlieren beide knapp 2 Prozent. Spürbar fester präsentieren sich unterdessen Cap Gemini (+2,8 Prozent), Michelin (+2 Prozent) und Veolia (+1,8 Prozent).
Mit einem Zuwachs von 1 Prozent übernehmen Swatch die Spitze des Schweizer Leitindex SMI. Holcim büßen ex Bezugsrecht 6 Prozent ein. Nobel Biocare sacken um 6,2 Prozent ab. Daneben verlieren Swiss Re 1,7 Prozent, UBS ebenfalls 1,7 Prozent und Roche 1,5 Prozent. Im ATX rücken OMV um 2,7 Prozent vor. Austrian Airlines brechen dagegen um über 8 Prozent ein.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.295,46 (-0,80 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.022,39 (-0,90 Prozent) EURONEXT 100: 518,69 (-0,77 Prozent) FTSE 100 (London): 4.129,31 (-0,71 Prozent) CAC40 (Paris): 3.006,25 (-0,65 Prozent) MIB (Mailand): 17.882,85 (-1,52 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.355,40 (-0,93 Prozent) SMI (Zürich): 5.250,10 (-1,04 Prozent) ATX (Wien): 1.971,54 (-0,19 Prozent) (10.07.2009/ac/n/m)


