Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen nach wie vor im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kommt aktuell um 1,26 Prozent zurück auf 2.585,29 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert 1,15 Prozent auf 2.419,96 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 büßt 1,26 Prozent ein auf 625,10 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls schwach.
Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im Juli stabilisiert. In der Eurozone (EZ16) verharrte die Arbeitslosenquote bei 10,0 Prozent. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) unverändert bei 9,6 Prozent. Dagegen sind die Verbraucherpreise in der Eurozone im August mit vermindertem Tempo angestiegen. So gab die jährliche Inflationsrate auf 1,6 Prozent nach, während sie im Vormonat noch bei 1,7 Prozent gestanden hatte.
Die Wall Street dürfte heute im Minus eröffnen und damit an die deutlichen Vortagesverluste anknüpfen. Aktuell geben der Dow Jones Future 0,46 Prozent, der S&P 500 Future 0,54 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,53 Prozent ab. In den USA stehen im weiteren Handelsverlauf der Einkaufsmanagerindex, der State Street Investor Confidence Index, das Verbrauchervertrauen und am Abend das FOMC Sitzungsprotokoll auf der Agenda.
Rio Tinto (Rio Tinto) geben im FTSE 100 in London leicht ab. Der Bergbaukonzern hat weitere Investitionen in Zusammenhang mit dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Eisenerz angekündigt. Demnach werde man insgesamt 1,6 Mrd. Dollar für die Entwicklung des Eisenerzprojekts "Hope Downs 4" in Westaustralien ausgeben. Der Großteil dieses Betrags soll zur Erschließung und Entwicklung der Mine verwendet werden, wobei man die Kosten in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar zur Hälfte mit dem Joint Venture-Partner Hope Downs Iron Ore teilen wird. Am Indexende sacken Intercontinental Hotels um 4,3 Prozent ab. Daneben verlieren unter anderem Barclays 2,8 Prozent, Eurasian 2,7 Prozent und Lloyds 2,3 Prozent.
Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour hat im ersten Halbjahr mehr verdient. Die Erlöse stiegen um 6 Prozent auf 41,97 Mrd. Euro. Um Wechselkurseffekte und Kalendereffekte bereinigt lag das Umsatzplus bei 1,8 Prozent. Das EBIT kletterte auf 712 Mio. Euro, nach 507 Mio. Euro im Vorjahr. Getragen wurde die positive Ergebnisentwicklung unter anderem durch das starke Umsatzwachstum in den so genannten Emerging Markets. Carrefour verlieren im CAC40 in Paris inzwischen 1,6 Prozent. Schwächster Wert ist Crédit Agricole mit einem Abschlag von 3,2 Prozent. Hermes (Hermès International) sacken im breiten Markt um über 4 Prozent ab. Der Luxusartikel-Hersteller hat in der ersten Jahreshälfte Umsatz und Gewinn gesteigert. Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich die Umsatzerlöse um 23 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro. Der Nettogewinn konnte um 55 Prozent auf 194,6 Mio. Euro zulegen.
Der niederländische Versicherungskonzern AEGON hat einen weiteren Teil der im Zuge der Finanzhilfen in Anspruch genommenen Staatshilfen zurückgezahlt. So habe man am Montag inklusive Zinsen und Gebühren insgesamt 563 Mio. Euro an die Niederlande überwiesen. Davon entfielen 500 Mio. Euro auf die von AEGON in Anspruch genommenen Staatshilfen. Insgesamt hat AEGON damit 1,5 Mrd. Euro der Staatshilfen in Höhe von insgesamt 3 Mrd. Euro zurückgeführt. AEGON sacken im AEX um 2,9 Prozent ab. Am Indexende kommen ASML um über 4 Prozent zurück.
Der österreichische Baukonzern STRABAG (STRABAG SE) konnte im ersten Halbjahr einen Ergebnisanstieg ausweisen. Der Umsatz lag mit 5,04 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 5,35 Mrd. Euro. Beim EBIT wurde ein Minus von 10,4 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis einen Verlust von 11,1 Mio. Euro verzeichnet hatte. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich der Konzern weiterhin optimistisch und geht gegenüber dem Vorjahr von einem stabilen Ergebnis aus. STRABAG verlieren im ATX 1,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.585,29 (-1,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.419,96 (-1,15 Prozent) EURONEXT 100: 625,10 (-1,26 Prozent) FTSE 100 (London): 5.148,20 (-1,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.443,83 (-1,24 Prozent) MIB (Mailand): 19.536,38 (-0,83 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.992,10 (-1,42 Prozent) SMI (Zürich): 6.141,96 (-1,02 Prozent) ATX (Wien): 2.391,87 (-1,10 Prozent) (31.08.2010/ac/n/m)