Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen nach wie vor im Plus. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 0,35 Prozent auf 2.988,73 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 steigt daneben um 0,53 Prozent auf 2.615,92 Zähler. Bei dem in Paris berechneten EURONEXT 100 ist ein Zuwachs von 0,28 Prozent auf 696,36 Stellen auszumachen. Auch an den europäischen Länderbörsen haben die Bullen die Oberhand.
Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank hat das Zinsniveau bestätigt. Marktbeobachter hatten aufgrund der anhaltend schwachen Konjunktur und des geringen Inflationsdrucks bereits im Vorfeld diese Entscheidung erwartet. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat bekannt gab, ist die Industrieproduktion in der Eurozone im November gestiegen. Auf Monatssicht erhöhte sich die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ16) um 1,0 Prozent. In der gesamten Europäischen Union (EU27) wuchs die Erzeugung um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Die US-Futures lassen im Vorfeld zahlreicher Konjunkturdaten eine leicht negative Tendenz erkennen. Erwartet werden der Einzelhandelsumsatz, die Ein- und Ausfuhrpreise, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Lagerbestände. Am Abend lässt der Chip-Konzern Intel in seine Bücher blicken. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,01 Prozent, der S&P 500 Future 0,04 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,17 Prozent.
Renault können im CAC40 in Paris leicht zulegen. Der französische Automobilhersteller gab zuvor bekannt, dass sein Absatz im Gesamtjahr 2009 gesunken ist. Demnach hat der Konzern bis Ende Dezember 2009 insgesamt 2,31 Millionen Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkauft, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent entspricht. Der Weltmarkt sei in 2009 indes um 4,7 Prozent geschrumpft. Der weltweite Marktanteil von Renault erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. 2010 rechnet der Konzern für den europäischen Markt mit einem Rückgang um 8 bis 10 Prozent. Renault halte jedoch an dem Ziel fest, seinen Marktanteil zu steigern. Die Aktie des Mitbewerbers Peugeot gewinnt 1,6 Prozent. An der Indexspitze legen Lagardère 3,8 Prozent zu. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Michelin und ArcelorMittal.
Der US-Süßwarenhersteller Hershey (Hershey Foods) wird möglicherweise in Kürze ein Übernahmeangebot für den britischen Rivalen Cadbury vorlegen und dabei das feindliche Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Kraft Foods übertreffen. Einem Pressebericht zufolge bereitet Hershey derzeit eine Gegenofferte für Cadbury vor und dürfte diese möglicherweise noch vor dem 23. Januar vorlegen. Cadbury gewinnen im FTSE 100 ein knappes Prozent. Um 1,5 Prozent nach oben geht es für Anteile des Bergbaukonzerns Rio Tinto (Rio Tinto). Das Unternehmen konnte im vierten Quartal 2009 dank einer starken Nachfrage aus China seine Eisenerz-Produktion ausweiten. An der Spitze legen Xstrata 3 Prozent zu.
Der belgische Einzelhandelskonzern Delhaize (Delhaize Group) hat die Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben und im Anschluss die Prognose für 2009 bestätigt. Auf Basis konstanter Wechselkurse verbesserten sich die Erlöse um 1,2 Prozent auf 19,9 Mrd. Euro. Ohne die Berücksichtigung kalendarischer Einmaleffekte stiegen die Umsatzerlöse um 2,6 Prozent. Delhaize verlieren im BEL 20 ein knappes Prozent.
Im Schweizer SMI legen Julius Bär, Lonza und Synthes jeweils mehr als 3 Prozent zu. Daneben gewinnen unter anderem Swiss Re 1,8 Prozent, Roche 1,6 Prozent und Zurich Financial 1,5 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.988,73 (+0,35 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.615,92 (+0,53 Prozent) EURONEXT 100: 696,36 (+0,28 Prozent) FTSE 100 (London): 5.496,35 (+0,42 Prozent) CAC40 (Paris): 4.015,90 (+0,38 Prozent) MIB (Mailand): 23.843,79 (+0,78 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.963,30 (+0,04 Prozent) SMI (Zürich): 6.631,41 (+1,17 Prozent) ATX (Wien): 2.679,22 (+1,03 Prozent) (14.01.2010/ac/n/m)