Paris (aktiencheck.de AG) - Die Verunsicherung über die Schuldenkrise hält an und drückt die europäischen Börsen weiter ins Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 sinkt derzeit um 1,54 Prozent auf 2.306,57 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,34 Prozent auf 2.316,22 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Die US-Ratingagentur Moody´s hält die Schuldenkrise in der Eurozone trotz der im Rahmen des am Wochenende zu Ende gegangenen Treffens der EU-Finanzminister gefassten Beschlüsse noch nicht für ausgestanden. In einer am heutigen Montag veröffentlichten Pressemitteilung erklärte Moody´s, dass die von den Finanzministern der Eurozone gefassten Beschlüsse wenig Ansätze für entscheidende Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise liefern würden. Moody´s erklärte daher, man werde daher für das erste Quartal voraussichtlich eine Überprüfung sämtlicher Kreditratings der Staaten in der Eurozone vornehmen.
In der Schweiz sinken die Aktien der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) (Swiss Re), bei der ein Wechsel an der Führungsspitze ansteht, um 2,4 Prozent und fallen damit ans Ende des SMI. Wie der weltweit zweitgrößte Rückversicherer heute verkündete, will Stefan Lippe sein Amt als Chief Executive Officer im Laufe des Jahres 2012 niederlegen. Daneben verlieren ABB 1,2 Prozent. Der Mischkonzern hat ein Übernahmeangebot für die schweizerische Newave Energy Holding vorgelegt und will den im Bereich der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) tätigen Konzern für 56 Schweizer Franken (CHF) je Aktie in bar übernehmen. Das Übernahmeangebot entspricht einem Aufschlag von 22,4 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie. Das Gesamtvolumen der mit Newave vereinbarten Bartransaktion wurde auf rund 170 Mio. CHF beziffert. Stärke Verluste weisen zudem Holcim mit -2,0 Prozent aus. Daneben verlieren Julius Baer und Credit Suisse 1,7 bzw. 1,4 Prozent. Der SMI wird angeführt von Transocean mit einem Kursgewinn von 1,2 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die beiden Pharmatitel Roche und Novartis.
Das Leistungsbilanzdefizit Frankreichs ist im Oktober 2011 größer geworden. Dies teilte die Banque de France am Montag mit. So erhöhte sich das Leistungsbilanzdefizit auf 4,5 Mrd. Euro, nachdem im September ein Passivsaldo von 4,3 Mrd. Euro verbucht worden war. Hierbei kletterte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 6,4 Mrd. auf 6,5 Mrd. Euro und der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz sank von 1,0 Mrd. auf 0,9 Mrd. Euro. Auf der Unternehmensseite können sich Pernod-Ricard mit +1,0 Prozent) an die Spitze des CAC40 setzen. Das Indexende markieren Societe Generale (-5,1 Prozent) und AXA (-4,7 Prozent). Der französische Versicherungskonzern hat im Rahmen einer Aktienplatzierung an seine Mitarbeiter insgesamt 332 Mio. Euro erlöst. Wie er bekannt gab, wurden im Zuge eines Mitarbeiterprogramms insgesamt 37 Millionen neue Anteilsscheine von AXA ausgegeben.
In London gewinnen Aktien von Pearson 0,3 Prozent. Der britische Medien- und Verlagskonzern hat sich von seiner 50-prozentigen Beteiligung an der FTSE International Ltd. getrennt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde der 50-Prozent-Anteil an dem Index-Anbieter FTSE für 450 Mio. Britische Pfund (GBP) in bar an den britischen Börsenbetreiber London Stock Exchange plc (LSE) veräußert. Nach Abschluss der Transaktion im ersten Quartal wird die LSE sämtliche Anteile der FTSE International Ltd. halten.
Der in Irland ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand hat am Montag eine Dividendenerhöhung angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende auf 16 Cents je Aktie beschlossen. Damit erhöht sich die Jahresdividende auf 64 Cents je Aktie, was gegenüber der zuletzt ausgeschütteten Jahresdividende von 48 Cents je Aktie einer Erhöhung von 33 Prozent entspricht.
In den Niederlanden hat sich der Handelsbilanzüberschuss im Oktober 2011 stabilisiert. So verharrte der Aktivsaldo in der Handelsbilanz bei 3,4 Mrd. Euro, nachdem er im Vorjahresmonat schon bei 3,4 Mrd. Euro gestanden hatte. Hierbei kletterten die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 2 Prozent auf 33,6 Mrd. Euro, während die Importe um 3 Prozent auf 30,2 Mrd. Euro anzogen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.306,57 (-1,54 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.316,22 (-0,34 Prozent) FTSE 100 (London): 5.501,39 (-0,50 Prozent) CAC40 (Paris): 3.137,32 (-1,10 Prozent) MIB (Mailand): 15.156,58 (-2,11 Prozent) SMI (Zürich): 5.799,98 (+0,11 Prozent) ATX (Wien): 1.827,08 (-1,38 Prozent) (12.12.2011/ac/n/m)