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28.02.2011 14:38

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Börsen in Europa am Mittag: Freundliche Marktentwicklung

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung an den europäischen Börsen hat sich im heutigen Handelsverlauf gebessert. Der Dow Jones EURO STOXX 50 steigt aktuell um 0,63 Prozent auf 3.003,74 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt indes 0,35 Prozent auf 2.704,35 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zieht um 0,54 Prozent an auf 730,93 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen tendieren stärker.

Die europäischen Verbraucherpreise haben sich im Januar 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat bekannt. So kletterte die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,3 Prozent, nach 2,2 Prozent im Dezember 2010 und 0,9 Prozent im Januar 2010. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone über der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank, die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat -0,7 Prozent.

Die US-Börsen dürften heute mit grünen Vorzeichen in den Handel starten. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,36 Prozent zu. Der NASDAQ-Future verbessert sich um 0,31 Prozent, während der S&P-Future 0,31 Prozent ansteigt. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag in den USA insbesondere noch die persönlichen Einkommen und Auslagen, der Einkaufsmanagerindex Chicago und die anstehenden Hausverkäufe zur Veröffentlichung an.

Im FTSE 100 können Aktien von ARM Holdings um 3,4 Prozent zulegen und markieren damit die Indexspitze. Die Großbank HSBC gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2010 aufgrund deutlich geringerer Abschreibungen mehr als verdoppeln konnte. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt, was mit rückläufigen Gewinnen im Investment Banking und erhöhten Kosten zusammenhängt. Die Unternehmensaktie gibt derzeit 5,4 Prozent ab. Aktien von Pearson klettern aktuell 11,8 Prozent nach oben. Der Verlagskonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Für das laufende Fiskaljahr sieht sich der Medienkonzern weiterhin gut positioniert und peilt sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten operativen Ergebnis eine Verbesserung an. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie soll gegenüber 2010 (77,5 Pence) gesteigert werden. Der britische Lebensmittelhersteller Associated British Foods sieht sich für das laufende erste Halbjahr auf guten Weg, bei Umsatz und Ergebnis zulegen zu können. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Trading-Update für die ersten sechs Monate des laufenden Fiskaljahres hervorgeht, habe man in allen Konzernsegmenten Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Auch beim um Einmaleffekte bereinigten operativen Gewinn erwartet AB Foods gegenüber dem Vorjahreswert einen Anstieg. Dabei wurde auf Verbesserungen beim operativen Ergebnis in allen Konzernbereichen - mit Ausnahme des Bereichs Lebensmittelzusatzstoffe - verwiesen. Die Aktie verliert aktuell 1,4 Prozent.

Im österreichischen ATX bilden Anteile von Strabag und Andritz mit einem Plus von jeweils 2,9 Prozent die Indexspitze. Papiere von Kapsch TrafficCom geben um 2,1 Prozent nach. Der Konzern konnte in den ersten drei Quartalen mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten. Beim Nachsteuerergebnis wurde allerdings ein Rückgang auf 16,3 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 21,7 Mio. Euro erzielt hatte.

Im Schweizer SMI stechen Anteile von Syngenta mit einem Plus von 3,4 Prozent ins Auge. Es folgen Papiere von Transocean mit einem Aufschlag von 3,0 Prozent. Aktien der UBS legen indes um 0,8 Prozent zu. Der Konzern gab heute bekannt, dass er Alexander S. Friedman mit Wirkung zum 1. März 2011 zum Chief Investment Officer (CIO) von UBS Wealth Management ernannt hat. Wie die schweizerische Großbank mitteilte, ist Friedman ein erfahrener Finanzexperte und ehemaliger CFO der Bill & Melinda Gates Foundation. Aktien der Credit Suisse markieren mit einem Abschlag von 1,5 Prozent das Indexende.

Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich im Februar 2011 verstärkt. Laut der nationalen Statistikbehörde INE in Madrid erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,6 Prozent, nachdem sie im Januar 2011 lediglich bei 3,3 Prozent gestanden hatte. Hierbei handelt es sich den höchsten Stand seit Oktober 2008. Der für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreis-Index (HVPI) wies eine Jahresteuerung von 3,4 Prozent aus, nach zuvor 3,0 Prozent. Dies ist die stärkste Preissteigerung seit September 2008. Zudem lag sie damit deutlich über der Zielmarke der EZB von 2,0 Prozent. Zudem ist das Leistungsbilanzdefizit in Spanien im Dezember 2010 geschrumpft. Demnach sank der Passivsaldo auf 3,07 Mrd. Euro, nachdem er im Vorjahresmonat noch bei 4,06 Mrd. Euro lag. An der Börse in Madrid gewinnt der IBEX 35 aktuell 1,64 Prozent auf 10.822,70 Punkte.

Der Anstieg der französischen Erzeugerpreise hat sich im Januar 2011 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Dies gab die Statistikbehörde Insee bekannt. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise um 5,2 Prozent, nach 5,4 Prozent im Dezember 2010. Volkswirte hatten eine Preissteigerung von 5,6 Prozent prognostiziert. In Paris klettert der Leitindex CAC40 derzeit auf 4.106,22 Punkte (+0,88 Prozent).

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus (Aer Lingus Group) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Gewinn ausweisen. Beim um Einmaleffekte bereinigten operativen Ergebnis wurde ein Gewinn von 57,6 Mio. Euro ausgewiesen. Unter dem Strich verzeichnete Aer Lingus einen Gewinn von 46,5 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahr einen Nettoverlust von 130,1 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Die Aktie notiert aktuell mit einem Minus von 1,26 Prozent.

Der Anstieg der griechischen Verbraucherpreise hat sich im Januar 2011 mit unverändertem Tempo fortgesetzt. Dies gab die nationale Statistikbehörde am Montag bekannt. So erhöhte sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat erneut um 5,2 Prozent. Im Dezember 2010 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 5,2 Prozent gelegen. Der für EU-Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreisindex kletterte binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent, nach 5,2 Prozent im Dezember.

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.003,74 (+0,63 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.704,35 (+0,35 Prozent) EURONEXT 100: 730,93 (+0,54 Prozent) FTSE 100 (London): 6.002,58 (+0,02 Prozent) CAC40 (Paris): 4.106,22 (+0,88 Prozent) MIB (Mailand): 22.511,61 (+0,72 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.822,70 (+1,64 Prozent) SMI (Zürich): 6.619,01 (+1,25 Prozent) ATX (Wien): 2.907,33 (+0,88 Prozent) (28.02.2011/ac/n/m)

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