Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Europäischen Börsen müssen im Montaghandel ihre anfänglichen Gewinne im bisherigen Handelsverlauf wieder abgeben und drehen teilweise in die Verlustzone. Dabei belastet vor allem auch die schwache Entwicklung von Nokia. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verschlechtert sich aktuell um 0,03 Prozent auf 3.023,33 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt indes um 0,31 Prozent zu auf 2.729,99 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,02 Prozent auf 731,47 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ermittelte die weiteren Aussichten für die Weltwirtschaft und gab heute eine Verbesserung bekannt. So erhöhte sich der OECD-Frühindikator für die 30 Mitgliedsländer im Dezember 2010 auf 102,8 Zähler, nach 102,5 Zählern im November. Hierbei stand der Indikator für die Eurozone mit 103,3 Punkten leicht über dem Vormonatsniveau von 103,2 Zählern. Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich indes im Dezember 2010 nach Angaben der EU-Statistikbehörde verringert. Auf Monatssicht sank die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ16) um 0,1 Prozent, wogegen sie im November um 1,4 Prozent gestiegen war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 8,0 Prozent an, nach einem Plus von 7,9 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) ging die Erzeugung um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, gegenüber einem Plus von 1,2 Prozent im November. Binnen Jahresfrist legte der Output um 7,7 Prozent zu, während er im November um 7,4 Prozent zugenommen hatte.
An den US-Börsen zeichnet sich ein uneinheitlicher Start in die neue Handelswoche ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,03 Prozent zu. Der NASDAQ-Future verliert 0,13 Prozent, während der S&P-Future 0,23 Prozent hinzugewinnt. Besonders wichtige Konjunkturdaten stehen am Nachmittag nicht zur Veröffentlichung an. Allerdings werden noch diverse US-Unternehmen ihre Quartalsbilanzen vorlegen.
Einen Großauftrag konnte Rolls-Royce (Rolls-Royce Group) vermelden. So hat der Triebwerkshersteller einen langfristigen TotalCare-Serviceauftrag im Volumen von 2,2 Mrd. US-Dollar von der Fluglinie Emirates erhalten. Den Angaben zufolge umfasst der jüngste Auftrag Trent-Triebwerke für 70 Airbus A350XWB Maschinen. Das Papier verliert um 0,2 Prozent an Wert. Spitzenreiter im FTSE 100 ist momentan die Aktie der Weir Group mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent, während am Ende International Consolidated Airlines um 2 Prozent nachgeben.
UBS meldeten, dass das Verwaltungsratsmitglied Sally Bott eine Position bei einem anderen Unternehmen angenommen hat und folglich mit sofortiger Wirkung von ihren Funktionen bei UBS zurückgetreten ist. Bott hatte zuletzt entschieden, sich auf der Generalversammlung am 28. April 2011 nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Die Aktie der Bank verteuert sich um 0,4 Prozent. Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) rücken indes als bester Wert im SMI um 3,4 Prozent vor. Die Bank hat eine definitive Vereinbarung mit strategischen Investoren, der Qatar Holding LLC und der Olayan Group, über die Emission von Tier 1 Buffer Capital Notes im Gesamtwert von rund 6 Mrd. Schweizer Franken (CHF) erzielt. Am Ende verbilligen sich Novartis um 0,7 Prozent.
EADS (EADS) verbilligen sich um 0,8 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass A&F Aviation, Japans erst kürzlich von der All Nippon Airways und der First Eastern Investment Group gegründete Airline, mit Airbus A320 Flugzeugen im zweiten Halbjahr 2011 einen Low Cost-Betrieb vom internationalen Flughafen Osaka/Kansai aufnehmen wird. Den Angaben zufolge wird die Flotte von zehn A320 Flugzeugen von GECAS geleast werden. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich die Aktien von Alcatel-Lucent mit einem Aufschlag von 3,8 Prozent wieder, während am Ende Peugeot mit einem Verlust von 1,7 Prozent hinterherfahren.
Nokia Siemens Networks, das Netzwerk-Joint Venture des Technologiekonzerns Nokia und des Industriekonzerns Siemens , gab heute eine Personalie bekannt. Demnach wurde Dr. Marco Schröter zum neuen CFO des Gemeinschaftsunternehmens bestellt. Schröter war unter anderem beim Technologiekonzern Infineon (Infineon Technologies) als CFO tätig und tritt bei Nokia Siemens Networks die Nachfolge von Luca Maestri an. Maestri wechselt zum US-Konzern Xerox . Die Aktie von Nokia verbilligt sich um 4 Prozent.
Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) geben um 0,4 Prozent nach. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen hat mit dem amerikanischen IT-Dienstleister Akamai Technologies eine exklusive strategische Allianz vereinbart. Die Allianz zielt darauf ab, Mobile Cloud Acceleration-Lösungen auf den Markt zu bringen, welche die Internet-Erfahrung von Endnutzern, darunter Mobile E-Commerce, Enterprise Applications und Internet Content, verbessern soll.
Nachrichten gibt es heute auch zum Technologiekonzern Andritz . So steht man möglicherweise vor einem neuen Großauftrag und wurde zudem aus Brasilien mit der Lieferung von Equipment für ein Wasserkraftwerk beauftragt. Der auf Andritz entfallende Auftragswert wurde dabei auf rund 330 Mio. Euro beziffert. Zudem befindet man sich nach Konzernangaben derzeit mit dem Joint Venture Montes del Plata in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen über die Lieferung von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für das neue Zellstoff-Werk von Montes del Plata (Jahreskapazität: 1,3 Millionen Tonnen Eukalyptus-Marktzellstoff) in Punta Pereira, Uruguay. Der Lieferumfang des Andritz-Geschäftsbereichs Pulp & Paper umfasst die EPC-Lieferung der kompletten Faserlinie sowie der Rückgewinnungsanlage, inklusive sämtlicher relevanter Prozessstufen. Die Anlage wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 in Betrieb gehen. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben, der übliche Auftragswert für vergleichbare Referenzprojekte beträgt nach Konzernangaben jedoch zwischen 750 und 800 Mio. Euro. Der Titel rückt um 3,1 Prozent vor.
Die spanischen Frühindikatoren sind im Dezember 2010 nach Angaben des Conference Board leicht angestiegen. Demnach legten die Frühindikatoren um 0,1 Prozent zu. Für November war hingegen ein Minus von 1,0 Prozent ermittelt worden.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Portugal ist im vierten Quartal 2010 nach Angaben der portugiesischen Statistikbehörde zurückgegangen. So verringerte sich das BIP im Schlussquartal 2010 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal 2009 wurde im Berichtszeitraum ein BIP-Anstieg von 1,2 Prozent ermittelt. Im dritten Quartal lag der BIP-Anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode noch bei 1,3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.023,33 (-0,03 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.729,99 (+0,31 Prozent) EURONEXT 100: 731,47 (-0,02 Prozent) FTSE 100 (London): 6.047,77 (-0,25 Prozent) CAC40 (Paris): 4.100,13 (-0,03 Prozent) MIB (Mailand): 22.669,13 (-0,11 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.803,60 (-0,00 Prozent) SMI (Zürich): 6.674,04 (+0,13 Prozent) ATX (Wien): 2.988,13 (+0,55 Prozent) (14.02.2011/ac/n/m)