Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen tendieren auch im Mittagshandel deutlich im positiven Terrain. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,85 Prozent auf 2.935,60 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zieht indes um 0,83 Prozent an auf 2.604,29 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,73 Prozent nach oben auf 718,35 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich ebenfalls freundlich.
Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im Februar 2011 verbessert. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag bekannt. Im Euroraum (ER17) reduzierte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent, nach jeweils 10,0 Prozent im Vormonat und im Vorjahresmonat. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,5 Prozent, im Vergleich zu 9,6 Prozent im Januar 2011 und 9,6 Prozent im Februar 2010.
An der Wall Street zeichnet sich derzeit eine stärkere Handelseröffnung ab. So rückt der Dow Jones Future derzeit um 0,42 Prozent vor. Der NASDAQ-Future legt 0,35 Prozent zu, während der S&P-Future sich um 0,37 Prozent verbessert. In den USA stehen heute die Arbeitsmarkdaten, der ISM Index und die Bauausgaben zur Veröffentlichung an.
Die schweizerischen Detailhandelsumsätze haben sich im Februar 2011 erhöht. Dieses provisorische Ergebnis hat das Bundesamt für Statistik (BFS) vorgestellt. So sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 3,8 (nominal: +3,3 Prozent) gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die realen Detailhandelsumsätze nicht saisonbereinigt um 1,5 (nominal: -0,7) Prozent. Im Schweizer SMI liegen Aktien der Swiss Re mit einem Plus von 2,6 Prozent an der Indexspitze. Es folgen Anteile von SGS und ABB mit Aufschlägen von 1,7 Prozent bzw. 1,6 Prozent. Als einzige Verlierer geben Novartis um 0,3 Prozent nach. Aktien von Barry Callebaut können um 3,9 Prozent zulegen. Der Schokoladenhersteller gab zuvor seine Halbjahresergebnisse bekannt. Dabei konnten Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Zudem wurden die Vier-Jahres-Finanzziele bestätigt, die von 2009/10 bis 2012/13 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Verkaufsmenge von 6 bis 8 Prozent und ein mindestens gleich hohes durchschnittliches EBIT-Wachstum in Lokalwährungen vorsehen. Anteile von Logitech (Logitech International) brechen derweil um mehr fast 19 Prozent ein. Der Hardware-Hersteller meldete am späten Donnerstag, dass er seinen Ausblick nach unten korrigiert hat. Demnach rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr zum 31. März 2011 nun mit einem Umsatz von 2,35 bis 2,37 Mrd. US-Dollar, nach bisher erwarteten 2,40 bis 2,42 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis dürfte aus heutiger Sicht nur noch 140 bis 150 Mio. US-Dollar (zuvor erwartet: 170 bis 180 Mio. US-Dollar) betragen. Wie der Hersteller von Computer-Peripheriegeräten weiter mitteilte, hängen die schlechteren Prognosen mit einer schwächeren Entwicklung in der EMEA-Region zusammen.
Den österreichischen ATX führen Andritz mit einem Plus von 3,2 Prozent mit klarem Abstand an. Dahinter legen Anteile von conwert und der Erste Group Bank um über 1 Prozent zu. Aktien von Intercell geben jedoch um 0,6 Prozent nach. Der Impfspezialist gab heute eine Vereinbarung mit Novartis (-0,3 Prozent) bekannt, wonach die Entwicklung des Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas aeruginosa von Intercell in einer bestätigenden klinischen Wirksamkeitsstudie in beatmeten Intensivpatienten fortgeführt werden soll. Zu den stärksten Verlierern zählen unter anderem Verbund, Österreichische Post und Schöller-Bleckmann mit Abschlägen von jeweils über 1 Prozent. Am Indexende liegen Papiere von IMMOFINANZ mit 1,4 Prozent im Minus. Im breiteren Markt verlieren BWT 1,5 Prozent. Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen gab am Freitag bekannt, dass es den Umsatz im Jahr 2010 deutlich steigern konnte. Demnach erzielte die BWT-Gruppe im Jahr 2010 einen Konzernumsatz von 460,7 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahr um 15 Prozent. Das EBIT erhöhte sich um 17,4 Prozent auf 31,5 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie belief sich unverändert auf 1,32 Euro.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.935,60 (+0,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50:
2.604,29 (+0,83 Prozent) EURONEXT 100: 718,35 (+0,73 Prozent) FTSE 100 (London): 5.964,03 (+0,94 Prozent) CAC40 (Paris): 4.020,62 (+0,79 Prozent) MIB (Mailand): 21.722,73 (-0,02 Prozent) SMI (Zürich): 6.392,50 (+0,55 Prozent) ATX (Wien): 2.889,31 (+0,25 Prozent) (01.04.2011/ac/n/m)